2026-05-15T09:36:57.455Z

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Überraschender Tod von Mo Salou schockiert Fußballszene im Rhein-Kreis

Seine letzte Station war beim SV Baal, den größten Teil seiner Fußballer-Karriere verbrachte er aber im Rhein-Kreis Neuss. Nun ist der Sohn von Ex-Profi Bachirou Salou mit nur 36 Jahren völligüberraschend verstorben.

von RP / David Beineke · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Trauer um Mo Salou.
Trauer um Mo Salou. – Foto: Silvan Putanko

Die Nachricht verbreitete sich am Dienstag wie ein Lauffeuer, nachdem der SV Baal über Instagram eine Art Nachruf verbreitet hatte, die keinen Zweifel ließ: Mamoudou Salou, den alle nur Mo nannten, ist tot. Wie weitere Recherchen ergaben, verstarb der inzwischen 36 Jahre alte Fußballer am Montag völlig überraschend, was auch in der Fußballszene des Rhein-Kreises Neuss für einen großen Schock sorgte.

Denn dort verbrachte der Sohn des Ex-Profis Bachirou Salou, der unter anderem für Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg und Borussia Dortmund kickte, den Großteil seiner Karriere.

„Ich erinnere mich an ihn als sehr liebenswerten, aufgeschlossenen und lustigen Menschen, der einfach Lust auf Fußball hatte und sich weiterentwickeln wollte“, sagt Sven Schuchardt, der Salous erster Seniorentrainer beim SC Kapellen war. Mo Salou, der mit seiner Familie in Epsendorf lebte, hatte zuvor erfolgreich im Nachwuchs des SCK gekickt und bekam dann seine Chance in der damals in der Verbandsliga beheimateten Erstvertretung des SCK. Damit wandelte er auf den Spuren seines Vaters, der im Herbst seiner Karriere aus alter Verbundenheit zum damaligen Trainer Horst Steffen auch ein paar Spiele für die Kapellener absolviert hatte.

Ein echtes Vorbild

„Mo war sehr ehrgeizig und fleißig. Vom Spieltyp war er seinem Vater sehr ähnlich und anfangs hat er auch gehofft, den Weg seines Vaters einschlagen zu können“, erinnert sich Sven Schuchardt. Einer seiner Mitspieler war damals der ein Jahr jüngere Benni Schütz: „Er hatte immer ein Lächeln auf den Lippen und hatte nie schlechte Laune.“ Die ließ er sich auch nicht davon verderben, dass es nicht für eine Profikarriere reichte. Er spielte noch etliche Jahre auf hohem Amateurniveau für Vereine im Fußballkreis Grevenbroich/Neuss, etwa für den SV Uedesheim in der Oberliga und für die Holzheimer SG, mit der er in der Saison 2017/2018 den Aufstieg in die Landesliga schaffte.

„Das war ein echter Strahlemann, über den man nichts Böses sagen kann. Er war immer gerne gesehen in Holzheim“, erklärt David Rodriguez, der damals Co-Trainer bei der HSG war und der mit dem Namen Mo Salou auch nur gute Erinnerungen verbindet. Für die Holzheimer ist es der zweite Schock innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums. Denn Ende vergangenen Jahres war in Gestalt von Oliver Esser bekanntlich ein weiterer Ex-Spieler der HSG völlig unerwartet mit nur 35 Jahren verstorben. Nach seiner Zeit in Holzheim wechselte Mo Salou zum SV Bedburdyck/Gierath, wo er seine aktive Karriere in der Kreisliga A ausklingen ließ und bis 2024 auch noch als Sportlicher Leiter arbeitete.

Eine Tragödie

Vorsitzender Philipp Rohrbach berichtet, dass Salou den Bedburdyckern am Wochenende noch zur Rückkehr in die Kreisliga A gratuliert hatte. „Die Nachricht von seinem Tod ist eine große Tragödie. Wir alle werden eine positive Erinnerung von ihm im Kopf behalten“, so Rohrbach. Dass Salou 2024 als Trainer beim C-Ligisten SV Baal im Kreis Heinsberg einstieg, hatte damit zu tun, dass er in der Gegend beruflich Fuß gefasst hatte. Seit 2019 arbeitete er als Marktleiter eines Lebensmitteldiscounters in Hückelhoven.

Doch selbst in der relativ kurzen Zeit schaffte es Mo Saolu, die Menschen beim SV Baal für sich einzunehmen. „Du warst nie einfach nur der Trainer an der Seitenlinie. Du warst Herzschlag, Seele und Gesicht unserer Mannschaft. Ein Mensch, der diesen Verein nicht nur trainiert, sondern gelebt hat – jeden einzelnen Tag“, heißt es im Instagram-Post, der mit den Worten endet: „Du verlässt vielleicht die Trainerbank. Aber niemals unsere Herzen. Mach es gut Mo.“