Wie wird es für die B-Jugend des FC Wegberg-Beeck in der Mittelrheinliga ausgehen?
Wie wird es für die B-Jugend des FC Wegberg-Beeck in der Mittelrheinliga ausgehen? – Foto: Julia Sahr

Überraschender Rücktritt der Beecker Jugendleitung

Jugendleiter Horst Peschkes und sein Stellvertreter Bojan Svrznjak sind am Freitagmorgen von ihren Ämtern im Nachwuchsbereich zurückgetreten. Die Hintergründe.

Als der FC Wegberg-Beeck im Februar die Verpflichtung von Hans-Georg Dreßen und Jörg Albertz als neue Koordinatoren für den Nachwuchsleistungsbereich vorgestellt hat, klang Jugendleiter Horst Peschkes noch sehr zufrieden mit der weiteren Manpower, die durch die beiden ehemaligen Borussia-Profis in den Verein kommt. „Wir sind sehr froh, dass wir die beiden für diese Aufgabe gewinnen konnten – zumal ich selbst ohnehin kürzertreten wollte“, sagte Peschkes damals.

Aus dem geplanten Kürzertreten ist nun am Freitag ein überraschendes Zurücktreten geworden. Am Morgen gaben Horst Peschkes und sein Stellvertreter Bojan Svrznjak bekannt, dass sie mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern im Beecker Nachwuchsbereich zurücktreten werden. Zu den genauen Gründen wollte sich der nun ehemalige Jugendleiter auf Nachfrage unserer Redaktion nicht äußern. „Ich hoffe nur, dass dieser Schritt das Beste für den Verein ist“, erklärt Peschkes, der die Geschicke im Beecker Jugendbereich nun 14 Jahre geleitet hatte.

Beecks Geschäftsführer Werner Tellers bestätigt auf Nachfrage die beiden Rücktritte: „Horst und Bojan wollen so den Weg freimachen für einen Neuanfang und das Konzept, das Schorsch Dreßen und Jörg Albertz entwickelt haben. Genaueres dazu werden wir bald mitteilen. Zugleich erklärten sie, dass sie dem Verein mit Ratschlägen gerne weiter zur Verfügung stehen.“

Bleibt es bei einem Abstieg?

Aus sportlichen Gesichtspunkten könnte die Saison der beiden höchsten Beecker Jugendteams mit zwei Abstiegen aus der Mittelrheinliga enden. Die U19 hat es bereits erwischt: Fünf Punkte aus fünf Spielen bedeutete in der Abstiegsrunde mit sechs Mannschaften Rang vier – und damit den ersten Abstiegsplatz. Daran konnte auch Neu-Coach Stephan Houben nichts mehr ändern, der das Team im März zum Start der Abstiegsrunde übernommen hatte und in der Neuausrichtung des Beecker Nachwuchses zudem die Rolle als Jugendcheftrainer übernehmen wird. „Wenn man nur fünf Punkte holt, dann steigt man zurecht ab, auch wenn es noch eine theoretische Chance gibt, dass die U19 auch in der kommenden Saison in der Mittelrheinliga spielt“, sagt Houben. Da sich noch nicht alle Mannschaften für die Mittelrheinliga zurückgemeldet hätten, gäbe es über diesen Weg noch eine Gelegenheit, die Klasse zu halten. „Feststeht, dass die U19 eine Auffrischung benötigt, da ist es vielleicht gar nicht so schlecht, weiter unten zu starten“, so Houben weiter. Die U17 hat in der Abstiegsrunde hingegen noch drei offene Partien und liegt aktuell zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer auf Platz sieben von acht. „Die U17 ist in dieser Saison hinter den Erwartungen geblieben, kann den Klassenerhalt aber noch schaffen – darauf hoffen wir.“ Am Sonntag steht das Duell gegen den FC Pesch an, der in der Tabelle einen Punkt und Platz über den Beeckern steht. Für beide Nachwuchsteams würde es im Sommer bei einem Abstieg in der Bezirksliga weitergehen.

Aufrufe: 014.5.2022, 08:15 Uhr
RP / Mario Emonds und Sebastian KalenbergAutor

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