2026-02-03T08:12:43.724Z

Pokal

Überall Favoritensiege - Halbfinals stehen fest

Kreispokal Sinsheim +++ Große Überraschungen blieben aus im Viertelfinale

von red. · 29.10.2025, 09:38 Uhr · 0 Leser
– Foto: Berthold Gebhard

In drei von vier Viertelfinals ging es knapp zu, durchgesetzt haben sich aber dennoch stets die Favoriten. Ins Halbfinale eingezogen sind der VfL Mühlbach, der FC Zuzenhausen II, der VfB Epfenbach sowie der Titelverteidiger SV Reihen.

Am deutlichsten hat es der FC Zuzenhausen II gemacht. Das 4:0 bei der SG Waibstadt war eine ganz souveräne Vorstellung der Verbandsliga-Reserve.

Die drei anderen Begegnungen endeten allesamt mit 2:1. Erst in der Verlängerung hat sich dabei der VfL Mühlbach gegen den Vorjahresfinalisten TSV Obergimpern durchgesetzt. Jan Koser erzielte das entscheidende Tor in der 110. Spielminute.

Der Cupverteidiger aus Reihen drehte beim SV Treschklingen einen 0:1-Pausenrückstand und profitierte in der zweiten Hälfte von einer nummerischen Überzahl, nachdem die Gastgeber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine Rote Karte gesehen haben.

Epfenbach rang den guten Aufsteiger aus Tiefenbach nieder und erzielte den 2:1-Siegtreffer eine Viertelstunde vor Schluss durch Florian Ziegler.

Halbfinals stehen fest

Am 2. April 2026 ermitteln die vier im Wettbewerb verbliebenen Halbfinalisten, wer sich einen Startplatz im großen Endspiel sichern darf.

Dabei haben Zuze II und Epfenbach Heimrecht. Die Grün-Weißen empfangen dann den VfL Mühlbach und der VfB den SV Reihen.

Zum Vorbericht

Ein Viertelfinale nur mit Kreisligisten hat Seltenheitswert. In den vergangenen 20 Jahren gab es das nicht und weiter zurück fehlt es leider an verlässlichen Daten für einen Abgleich. Woran könnte das also liegen? Zum einen natürlich an der Auslosung, aber dieses Jahr könnte auch die im Vergleich zu den tieferen Klassen einfach deutlich stärker besetzte Kreisliga ein Grund sein. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte.

Der größte Außenseiter bei den im Wettbewerb verbliebenen Klubs ist zweifelsfrei der TSV Obergimpern. Der letztjährige Vizepokalsieger befindet sich mittendrin im Abstiegskampf und darf den Pokal als willkommene Abwechslung zum harten Ligaalltag ansehen. Beim VfL Mühlbach ist am Donnerstagabend jedenfalls eine große Überraschung nötig, um das Halbfinalticket zu lösen.

"Der Pokal spielt bei uns in Obergimpern immer eine wichtige Rolle", sagt TSV-Trainer Jonas Bauer. Deshalb hofft er darauf, "dass möglichst viele unserer Schichtarbeiter und Studenten es irgendwie möglich machen können aufzulaufen." Mut machen jedenfalls die stets im Pokal gezeigten Topleistungen. "Gegen Dühren haben wir unser bestes Saisonspiel abgeliefert", denkt Bauer gerne an den 8:1-Erfolg vom Achtelfinale zurück und ist guter Dinge, dass seine Truppe in Mühlbach leistungstechnisch daran anknüpfen kann.

Große Lust hat die SG Waibstadt auf einen tiefen Lauf im diesjährigen Pokal. Dafür benötigt die SG jedoch einen ganz starken Abend, schließlich kommt kein Geringerer als der Kreisliga-Topfavorit. "Die Konstellation ist sehr interessant, weil wir vor ein paar Wochen 5:1 gegen Zuzenhausen gewonnen haben", sagt Julian Keitel. Der SG-Trainer sieht aber genau darin die große Problematik vor dem erneuten Duell gegen die Reserve des Verbandsligisten und erläutert: "Mir wäre es lieber gewesen, jetzt das erste Mal in dieser Saison auf sie zu treffen." Auf Unerfahrenheit des Gegners dürfen die Waibstadter jedenfalls nicht setzen. Im Schnitt ist Zuze II 25 Jahre alt und gehört damit nicht gerade zu den jüngsten Kreisligisten.

Was Waibstadt letztendlich auf den Rasen bringt, wird erneut mit der Unberechenbarkeit eines Münzwurfs zu vergleichen sein. Bislang sind die Leistungen der SG extrem schwankend, starken Auftritten wie eben jenem 5:1 gegen Zuze II, stehen Niederlagen wie in Tiefenbach (3:5) oder in Rohrbach a.G. (1:2) gegenüber. Der Coach meint: "Das ist für mich schwierig zu erklären und auch eine neue Situation, wenn sich gute und schlechte Spiele so schnell abwechseln."

Die Tatsache, dass nur noch Kreisligisten im Wettbewerb vertreten sind, findet Keitel, "interessant, letztlich halte ich das aber eher für einen Zufall. Vielleicht dauert es wieder so lange, bis das mal wieder der Fall sein wird. Allzu große Qualitätsunterschiede zwischen den Ligen erkenne ich jedenfalls nicht." Obergimperns Trainer sieht das ähnlich. "Ich würde daraus nichts ableiten und glaube auch eher an einen Zufall", sagt Bauer.

Alleine die Tabellenplatzierung verspricht einen ganz engen Ausgang der Partie zwischen dem VfB Epfenbach und dem SV Tiefenbach. Beide befinden sich im Mittelfeld, gehören zu den ältesten Teams der Liga und haben sich gerade einmal elf Tage vor dem Viertelfinale in der Liga getroffen. Der VfB (29 Jahre im Schnitt) feierte dabei einen ungefährdeten 4:0-Sieg gegen den SVT (31 Jahre), der bereits zur Halbzeit eingetütet war.

Zum übrigen Viertelfinale bietet sich die Überschrift "Spitzenspiel" an. Der SV Treschklingen und der SV Reihen befinden sich in der Kreisliga-Spitzengruppe und werden eine große Motivation haben, sich über den Pokal und damit den kürzesten Weg zu einem Titel aufzumachen. Hier gibt das vermeintlich geringste Überraschungspotenzial, da sich die beiden Kontrahenten ist vor vier Tagen am Sonntag in Reihen gegenüberstanden.