2026-03-09T15:40:23.061Z

Spielbericht

„Über 85 Minuten zufrieden" – Am Ende brechen beim BCF die Dämme

Bezirksliga Süd

von Oliver Rabuser · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
Das Nachsehen hatten Erdem Cakir (re.) und der BCF in Obermenzing.
Das Nachsehen hatten Erdem Cakir (re.) und der BCF in Obermenzing. – Foto: Tamara Rabuser (or)

Schlusslicht Wolfratshausen kassierte beim SV Waldeck-Obermenzing eine deutliche 1:5-Niederlage. Personalmangel zwang Coach Kuqi sogar selbst aufs Feld zu gehen.

Mit einer 1:5-Packung kehrten die Fußballer des BCF Wolfratshausen am Sonntag vom Gastspiel beim SV Waldeck-Obermenzing zurück. Lange Zeit konnten die Farcheter den Spielstand eng halten. Erst der finale Dreierpack der Heimelf in den Schlussminuten beendete die Aussicht auf einen Punktgewinn. Mangels Personal musste Coach Lulzim Kuqi über eine Halbzeit lang selbst ran. „Über 85 Minuten war ich zufrieden“, bilanzierte der 45-Jährige. „Da haben wir die Räume eng gehalten.“ Danach brachen aber die immer wieder attackierten Dämme: „Leider sind wir dann eingebrochen.“

Ohnehin begann die Partie denkbar ungünstig für den Ballclub. Beim ersten Eckball der Partie beanspruchte Albin Veliqi mittels „Torwart“-Ruf die Lufthoheit für sich. Doch das Spielgerät glitt dem Schlussmann aus den Händen und Waldecks Fabian Giudice vor die Füße – 0:1. Das 0:2 geht mitunter auf die Kappe von Dominik Zaczyk, der sich vom Gegenspieler pflanzen ließ, indem er die Innenbahn frei machte. Der Anschlusstreffer war dann eine Co-Produktion der Trainersöhne: Armin Kuqi spielte den halbhohen Flugball auf Bruder Beni, der manövrierte einen Defensivspieler des SV aus – 1:2. Schon zuvor verpasste der Torschütze eine sehr gute Möglichkeit

Eine Zeit lang hielt der BCF im zweiten Abschnitt den Angriffen der Obermenzinger noch stand. Immer mehr aber machten sich die personellen Unbilden bemerkbar. Kuqi blickte auf eine Startelf, die in dieser Zusammenstellung so nie auflaufen würde. Waldeck indessen wechselte munter, brachte frische Kräfte, setzte so den Farchetern immer mehr zu. Letztlich gab das Flügelspiel den Ausschlag – zumindest beim Blick auf die beiden letzten Treffer der Gastgeber. Lukas Hintermeier auf der ungewohnten Position des Außenverteidigers, ließ sich jeweils überspielen, ließ so die Hereingabe ins Zentrum zu. Zuvor verursachte Patriot Lajqi mit einer optimistischen Grätsche den Foulelfmeter zum 3:1. „Da ist er leider nicht so gut reingegangen“, bewertet der Coach die spielentscheidende Situation zum Ende der Partie. „Ich konnte niemanden bringen, deswegen sind wir eingebrochen“, bedauerte der Trainer.