2026-06-12T06:52:44.557Z

Ligabericht

U19-Mittelrheinliga: Abstiegsspannung am letzten Spieltag

Wer muss direkt runter?

von Benedikt Hitze · Heute, 13:46 Uhr · 0 Leser
Enge Duelle am letzten Spieltag der U19-Mittelrheinliga
Enge Duelle am letzten Spieltag der U19-Mittelrheinliga – Foto: Volker Lemm

Am letzten Spieltag der U19-Mittelrheinliga stehen die finalen Entscheidungen am Tabellenende an. Während der Bonner SC die Meisterschaft auch rechnerisch perfekt machen will, läuft im Kampf gegen den direkten Abstieg alles auf einen Zweikampf hinaus. Die besseren Voraussetzungen hat dabei der VfL Vichttal. Vichttal hat den Klassenerhalt in der eigenen Hand und geht zudem mit herausragender Form in den letzten Spieltag. Die Sportfreunde Troisdorf dagegen müssen auf einen Patzer Vichttals hoffen und gleichzeitig selbst gegen SC Germania Erftstadt-Lechenich gewinnen. Der letzte Spieltag in der Vorschau:

Vichttal steht vor dem finalen Showdown

Am letzten Spieltag empfangen die Stolberger den FC Rheinsüd Köln zum alles entscheidenden Match um den direkten Abstieg zu verhindern. Nach dem fulminanten 3:0-Erfolg unter der Woche in Hürth hat sich der VfL auf den ersten potenziellen Rettungsplatz vorgeschoben. Es war der fünfte Sieg in Folge für den VfL. Vichttal spielt generell eine beeindruckende Rückrunde. Bereits 19 Punkte holte der VfL in der zweiten Saisonhälfte. In der Hinrunde waren es nur drei. Die Marschroute ist damit glasklar: Mit einem Heimsieg ist die Rettung perfekt. Doch der Blick auf das Hinspiel schmerzt im Stolberger Lager bis heute, als man in Köln deutlich mit 0:6 verlor. Vichttals Trainer Imad Laadim warnt daher eindringlich davor, den Gegner trotz dessen gesicherter Tabellensituation zu unterschätzen: „Am kommenden Wochenende steht für unsere U19 das letzte Meisterschaftsspiel der Saison gegen Rheinsüd an. Die Ausgangslage ist klar: Wir haben alles in eigener Hand. Gleichzeitig wissen wir, dass uns eine große Herausforderung erwartet. Rheinsüd hat uns im letzten Hinrundenspiel mit 6:0 besiegt und dabei seine Qualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Gegen die offensivstarken Kölner, die am vergangenen Spieltag erst den SV Eilendorf in einem 4:3-Spektakel niedergerungen haben, wird es für Vichttal vor allem auf die defensive Stabilität ankommen. Das Trainerteam fordert die gleiche Konzentration und gallige Zweikampfführung, die schon in Hürth im zweiten Durchgang den Unterschied ausgemacht hat. Laadim schwört die Mannschaft auf einen echten Abnutzungskampf ein: „Umso wichtiger wird es sein, die Aufgabe mit der nötigen Demut anzugehen. Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und die richtige Mentalität werden entscheidend sein, denn wir wissen, dass uns Rheinsüd über die gesamte Spielzeit alles abverlangen wird. Wir wollen als Team geschlossen auftreten und noch einmal alles investieren, um unser Ziel zu erreichen.“

Erftstadt beschwört den Fokus vor dem Endspiel

Die Ausgangslage im Tabellenkeller ist ein echtes Paradebeispiel für ein Herzschlagfinale. Erftstadt (24 Punkte) muss seine eigene Pflichtaufgabe gegen Troisdorf unbedingt positiv gestalten, ist aber gleichzeitig auf Schützenhilfe vom FC Hennef angewiesen. Nur wenn Hennef im Parallelspiel patzt oder punktet und Erftstadt gleichzeitig dreifach punktet, kann Erftstadt noch an Deutz vorbeiziehen. Erftstadt-Coach Dustin Esser richtet den Fokus vor den entscheidenden 90 Minuten daher ganz bewusst auf die eigene Leistung, um gar nicht erst in Rechenspielchen zu verfallen: „Wir werden probieren alles um zu gewinnen und hoffen dann gleichzeitig auf Schützenhilfe von Hennef. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns auf uns konzentrieren und das schwere Spiel gegen Troisdorf annehmen.“ Für die Gastgeber ist die Situation allerdings noch deutlich ernster. Durch den Sieg des VfL Vichttal am vergangenen Spieltag rutschten die Sportfreunde Troisdorf auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Troisdorf braucht die drei Punkte dringend, um den direkten Abstieg noch zu verhindern.

Düren will den krönenden Abschluss

Im Gegensatz zu anderen Spielen geht es in Düren nicht mehr um viel. Düren kann sich allerdings noch auf Platz vier verbessern und will dabei seinem Trainer einen schönen Abschied schenken. Für einen Großteil des Kaders und den sportlichen Leiter an der Seitenlinie markiert der Schlusspfiff das Ende eines prägenden Lebensabschnitts. Die älteren Jahrgänge verlassen den Juniorenbereich endgültig in Richtung Seniorenfußball, und auch auf der Trainerbank wird sich im Sommer ein Wechsel vollziehen. Dürens Coach Elias Ponsen blickt mit einer Mischung aus Vorfreude und Wehmut auf die finalen 90 Minuten: „Ich freue mich auf das letzte Spiel der Saison. Für einige Jungs wird es gleichzeitig das letzte Spiel im Jugendbereich sein, da sie altersbedingt in den Seniorenbereich wechseln. Auch für mich wird es das letzte Spiel als Trainer dieses Vereins sein. Deshalb wünsche ich mir, dass die Mannschaft den Moment genießt und die Saison mit einem weiteren Dreier krönend abschließt. Ich erwarte ein intensives und gutes Spiel auf beiden Seiten – dafür müssen wir von der ersten Minute an Gas geben.“

Kein gemütliches Auslaufen in Pesch

Auch wenn für beide Teams der ganz große tabellarische Druck vor dem finalen Wochenende abgefallen ist, herrscht auf beiden Seiten Einigkeit darüber, dass sich niemand bereits im Urlaubsmodus befindet. Pesch-Coach Yavuz Günay gibt eine klare Marschroute für den Heimauftritt vor: „Zum Abschluss der Saison möchten wir nochmal gemeinsam eine gute Leistung abliefern und versuchen im letzten Heimspiel uns ordentlich aus der Liga zu verabschieden.“ Die Gäste aus Königsdorf reisen jedoch keineswegs an, um Geschenke zu verteilen oder die Partie als lockere Trainingseinheit zu betrachten. Das Trainerteam fordert die maximale Fokussierung, um die gezeigten Leistungen der letzten Wochen zu bestätigen und das Punktekonto vor der Sommerpause noch einmal in die Höhe zu schrauben. Königsdorfs Trainer Ufuk Balik stellt klar, dass er von seinen Jungs bis zur letzten Minute der Saison Vollgas erwartet: „Wir sollen die Saison mit einem erfolgreichen Spiel abschließen. Danach wollen wir uns erstmal sammeln und auf die neue Saison vorbereiten. Es wird kein Auslaufen werden, sondern wir wollen nochmal drei Punkte holen.“

Deutz schwört sich auf Top-Spiel ein

Die Rollen vor dem finalen Showdown der A-Junioren-Mittelrheinliga sind klar sortiert: Während der Bonner SC ganz dicht vor dem auch mathematischen Titelgewinn steht, reist Hennef als Jäger zur Sportvereinigung Deutz. Die Hennefer müssen gewinnen, um ihre theoretische Restchance auf die Meisterschaft zu wahren, und sind gleichzeitig auf Schützenhilfe angewiesen. Deutz-Coach Mehmet Isik macht vor dem Duell mit dem Top-Team unmissverständlich klar, dass seine Mannschaft die Pflichtaufgabe mit maximaler Leidenschaft angehen wird: „Ein sehr schweres Spiel steht gegen Hennef an. Aber wir spielen zuhause und wollen zum Abschluss noch einmal alles raushauen. Es wird nicht einfach, aber wir sind bereit, zu kämpfen, alles reinzuwerfen und als Team aufzutreten.“

Bonn will die offizielle Meisterschaft

Wenn die Bundesstädter bei Bergisch Gladbach gastieren, haben sie ein klares Ziel vor Augen: die Meisterschaft perfekt zu machen. Mit drei Punkten Vorsprung auf den Verfolger FC Hennef 05, dem deutlich besseren Torverhältnis und dem gewonnenen direkten Vergleich im Rücken haben die Bonner alle Trümpfe in der Hand. Ein einziger Zähler reicht dem BSC, um den Titel endgültig einzutüten. Die Gastgeber aus Bergisch Gladbach können der Partie im gesicherten Tabellenmittelfeld völlig gelassen entgegensehen. Für die 09er geht es tabellarisch um nichts Entscheidendes mehr, was sie jedoch zu einem umso gefährlicheren Gegner macht