2026-03-13T07:45:35.464Z

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U19 dreht Pokal-Krimi in der Verlängerung

Spektakel in Wolfsburg

von Isaija Zecevic · Heute, 17:58 Uhr · 0 Leser
Stefan Ruthenbeck sah eine knappe Niederlage seiner Mannschaft.
Stefan Ruthenbeck sah eine knappe Niederlage seiner Mannschaft. – Foto: Isaija Zecevic

Einen Tag nach dem Halbfinale zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Köln bleibt vor allem ein Spiel in Erinnerung, das seinem Charakter als Pokalduell voll gerecht wurde. In einer intensiven und phasenweise hochklassigen Partie setzten sich die Gastgeber am Ende mit 3:2 nach Verlängerung durch und sicherten sich damit den Einzug ins Finale.

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Die Begegnung begann zunächst ausgeglichen, entwickelte jedoch früh die erste Dynamik. Wolfsburg nutzte in der 9. Minute eine unübersichtliche Situation im Strafraum zur Führung: Karlo Simic reagierte nach einem zunächst abgewehrten Ball am schnellsten und traf zum 1:0. Köln zeigte sich davon unbeeindruckt und fand nahezu im direkten Gegenzug die passende Antwort. In der 11. Minute stellte Arian Römers auf 1:1.

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste. Köln agierte strukturiert im Ballbesitz und kam immer wieder zu Abschlüssen, während Wolfsburg vor allem über Umschaltmomente gefährlich blieb. Trotz mehrerer Chancen auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause beim leistungsgerechten Unentschieden.

Nach dem Seitenwechsel übernahm der 1. FC Köln zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die Offensivaktionen wurden zielstrebiger, und in der 58. Minute folgte die verdiente Führung: David Fürst traf zum 2:1 für den Effzeh. In dieser Phase verpassten es die Gäste jedoch, den Vorsprung auszubauen, obwohl sich weitere aussichtsreiche Möglichkeiten ergaben.

Mit zunehmender Spieldauer änderte sich das Bild. Wolfsburg steigerte die Intensität, gewann mehr Zweikämpfe und verlagerte das Spiel zunehmend in die Kölner Hälfte. Der Druck auf die Defensive der Gäste nahm kontinuierlich zu, was sich schließlich in der 82. Minute auszahlen sollte. Erneut war es Karlo Simic, der zum 2:2-Ausgleich traf und die Partie wieder völlig offen gestaltete.

– Foto: Isaija Zecevic

Die verbleibenden Minuten der regulären Spielzeit waren von hoher Intensität geprägt, ohne dass eine Mannschaft den entscheidenden Treffer erzielen konnte. Somit ging das Spiel folgerichtig in die Verlängerung.

Dort zeigte sich Wolfsburg als die aktivere Mannschaft. Köln gelang es kaum noch, offensive Akzente zu setzen, während die Gastgeber weiterhin Druck ausübten. In der 105. Minute fiel schließlich die Entscheidung unter unglücklichen Umständen für die Gäste: Ein Klärungsversuch landete als Eigentor im eigenen Netz – Wolfsburg ging mit 3:2 in Führung.

Pharell Hensel, der unter Bauer schon Bundesliga spielte war für die U-19 des VFL Wolfsburg am Werk.
Pharell Hensel, der unter Bauer schon Bundesliga spielte war für die U-19 des VFL Wolfsburg am Werk. – Foto: Isaija Zecevic

In der zweiten Hälfte der Verlängerung versuchte Köln noch einmal, zurück ins Spiel zu finden, blieb jedoch in der Offensive weitgehend ungefährlich. Wolfsburg verteidigte kompakt und ließ kaum noch klare Torchancen zu, sodass es beim knappen, aber letztlich verdienten Heimsieg blieb.

Das Halbfinale bot also über 120 Minuten ein intensives und abwechslungsreiches Spiel mit wechselnden Spielanteilen. Köln hatte insbesondere nach der Pause die Möglichkeit, die Partie frühzeitig zu entscheiden, ließ diese jedoch ungenutzt. Wolfsburg hingegen steigerte sich im Verlauf der Begegnung, zeigte in der Verlängerung die größere Durchschlagskraft und belohnte sich mit dem Finaleinzug.

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