
Die U19 des VfV Borussia 06 Hildesheim hat Vereinsgeschichte geschrieben. Mit einem 1:0-Erfolg im Halbfinale des Niedersachsenpokals gegen Eintracht Braunschweig qualifizierte sich das Team nicht nur für das Endspiel, sondern erstmals auch für den DFB-Pokal der A-Junioren.
475 Zuschauer sorgten am Mittwochabend für einen würdigen Rahmen – und sahen eine über weite Strecken spielbestimmende Hildesheimer Mannschaft. Von Beginn an übernahm das Team von U19-Cheftrainer Benni Plaschke die Kontrolle und erspielte sich früh klare Möglichkeiten.
Bereits in der Anfangsphase hätte der VfV 06 in Führung gehen können. Nikita Root kam gleich mehrfach zum Abschluss, scheiterte jedoch knapp. Die Gäste aus Braunschweig hatten ihre stärkste Phase Mitte der ersten Halbzeit, konnten daraus jedoch keinen Ertrag ziehen – auch weil Torhüter Kristers Millers mit starken Paraden überzeugte.
Die Entscheidung fiel nach dem Seitenwechsel. In der 55. Minute nutzte Kapitän Benjamin Mommertz einen Fehler in der Defensive der Braunschweiger und traf überlegt zum 1:0.
In der Folge verpasste es Hildesheim, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Mehrere gute Chancen blieben ungenutzt, doch defensiv präsentierte sich die Mannschaft stabil und ließ kaum noch gefährliche Aktionen zu.
Auch in der langen Nachspielzeit – insgesamt rund acht Minuten – blieb der VfV 06 konzentriert und verteidigte die Führung abgeklärt. Nach knapp 100 Minuten war der Einzug ins Finale perfekt. Mit dem Sieg sicherte sich die Mannschaft zugleich die Qualifikation für den DFB-Pokal der A-Junioren in der Saison 2026/27 – ein Novum für den Hildesheimer Fußball.
Im Endspiel wartet nun mit Hannover 96 ein Bundesligist. Austragungsort ist Barsinghausen. Unabhängig vom Ausgang des Finals hat die U19 des VfV 06 bereits jetzt Vereinsgeschichte geschrieben.
Trainer Benni Plaschke sprach im Anschluss von einem „historischen Tag für den Jugendfußball in Hildesheim“ – eine Einordnung, die angesichts der sportlichen Tragweite kaum übertrieben erscheint.