
Bereits am Freitagabend war der 18. Spieltag der B-Junioren-Niederrheinliga an den Start gegangen: Kellerkind TSV Bayer Dormagen rang den Sportfreunden Baumberg einen Zähler ab. Am Sonntag wurden dann reichlich Tore geboten: Zum einen entscheidet Spitzenreiter VfB Hilden das Topspiel gegen Verfolger SG Unterrath eindrucksvoll mit 6:2 für sich. Zum anderen geht Ligaschlusslicht Wuppertaler SV trotz vier eigenen Treffern gegen Ratingen 04/19 leer aus. Derweil fahren Aufstiegsanwärter VfB Homberg und Abstiegskandidat Rot-Weiß Oberhausen Kantersiege ein.
Das Auftaktspiel des Spieltags wurde bereits am Freitagabend ausgetragen, als der TSV Bayer Dormagen die Sportfreunde Baumberg zu Gast hatte. Aufgrund des Vorsprungs von neun Punkten auf den Kontrahenten waren es die Gäste, die Favorisiert in die Begegnung gingen, dieser Rolle aber nicht vollends gerecht wurden.
Während die Sportfreunde das Hinspiel noch klar mit 3:0 für sich entschieden, kam es nun zu einer leistungsgerechten Punkteteilung. Dabei geriet der Favorit zunächst gar in Rückstand, als Deniz Geister kurz nach dem Wiederanpfiff auf 1:0 für Dormagen stellte. Anschießend sah es dann lange nach einer Überraschung aus, ehe Blaise Maiche Eban in der Schlussminute doch noch der Ausgleich für Baumberg gelang.
Nachdem sich die beiden Aufstiegskandidaten VfB Hilden und SG Unterrath im Hinspiel noch torlos Remis voneinander trennten, hatte das Rückspiel wesentlich mehr Spektakel zu bieten. Dabei ließ der VfB - der mit einem knappen Vorsprung von drei Punkten und nach dem Topspiel-Sieg über DJK Arminia Klosterhardt in der Vorwoche voller Selbstvertrauen in die Partie ging - dem Verfolger nicht den Hauch einer Chance.
Nachdem Kapitän Mohammed Amine Kihel, Theo Paul Welsch und Yousef Bauterfas schon nach rund 20 Minuten für klare Verhältnisse sorgten, verkürzten die Gäste anschließend auf 1:3. Doch Hilden ließ auch nach dem Seitenwechsel nicht locker und stellte durch Yassin Bouzian und Maximilian Philipp Garschagen auf 5:1, ehe Unterrath erneut traf. Aber spätestens mit dem Treffer von VfB-Joker Euan Jeon war die Messe dann gelesen. So verteidigt Hilden seine Tabellenführung und weitet den Vorsprung auf den Verfolger zugleich auf sechs Zähler aus.
Dass der Wuppertaler SV sich trotz aussichtsloser Position im Tabellenkeller noch nicht aufgegeben hat, haben die Leistungen der letzten Wochen unter Beweis gestellt: Sieben Punkte holte die Elf von Oliver Knop aus den jüngsten drei Ligaspielen. Und auch gegen Ratingen 04/19 - gegen den der WSV im Hinspiel noch chancenlos war - lieferte das Schlusslicht eine tolle Partie:
Zwar gelang es dem Gastgeber in einer völlig verrückten Partie nie, in Führung zu gehen. Doch die Hausherren konterten die jeweiligen Führungstreffer der Ratinger gleich dreimal, ehe am Ende dennoch null Punkte zu Buche standen. Zu gut war die Offensivleistung des RSV, der durch Tore von Fabian Ottensmann, Leon Albano, Alexander Rajewski, Ryan Alebiousu und erneut Albano am Ende den Auswärtsdreier verbucht. Durch diesen bleibt Ratingen in Reichweite zu den Top-Plätzen, wohingegen Wuppertal bereits sechs Punkte hinter den Nicht-Abstiegsrängen zurückfällt.
Dagegen eindeutig verlief die Begegnung zwischen Titelanwärter VfB Homberg und dem zuletzt kriselnden 1. FC Kleve. Während der Gastgeber in jedem seiner vergangene fünf Ligaspiele unbesiegt blieb, holte Kleve im selben Zeitraum einzig einen Dreier. Somit sprach die Ausgangslage vor Spielbeginn eindeutig den Hausherren in die Karten, die dann auch auf dem Rasen das Sagen hatten:
Arda Emir Alabas und Arijan Hasic brachten den VfB schon nach 17 Minuten mit 2:0 in Front, ehe Gästeakteur Leon Frauendorf zum Anschluss traf. Nachdem es mit dem knappen Vorsprung von 2:1 für Homberg in die Pause ging, ließ der Favorit im zweiten Abschnitt dann die Muskeln spielen: Salvatore Salvia, Matti Maximilian Meier und der eingewechselte Ben Ongaro legten nach und besorgten den am Ende deutlichen 5:1-Erfolg des Aufstiegskandidaten. Der bleibt damit gleichauf mit Spitzenreiter Hilden, während Kleves Durstrecke weiter anhält.
Spannung war derweil auch in Bocholt nich geboten, obwohl dort mit Gastgeber 1. FC Bocholt und Herausforderer Rot-Weiß Oberhausen zwei Tabellennachbarn aufeinander trafen. Zwar hatten die Hausherren - ob des vier Punkte Vorsprungs auf den Konkurrenten - die bessere Ausgangslage, die Formkurve der vergangenen Wochen sprach jedoch klar für die RWO. Während den Gästen zuletzt drei aufeinanderfolgende Siege gelangen, blieben die „Schwatten“ gar viermal in Serie sieglos. Und diese Formschwäche sollte sich auch diesmal wieder zeigen.
Denn es waren ausschließlich die Gäste, die den Ton angaben: Ein Doppelschlag von Luke Musial brachte zunächst die 2:0-Führung, bevor sich auch Fidele Poba und Liam Störmann in die Torschützenliste eintrugen. Dank des deutlichen 4:0-Auswärtserfolges setzt die RWO seine Erfolgsserie weiter fort und verkürzt den Rückstand auf Bocholt auf einzig einen Punkt. Der FCB hingegen verpasst es, die Abstiegsränge hinter sich zu lassen.
Zum Abschluss des Wochenendes musste dann Aufstiegsanwärter DJK Arminia Klosterhardt ran, der beim FSV Duisburg auf Wiedergutmachung auswar. Nach der deftigen 0:5-Klatsch gegen Hilden in der Vorwoche stand die Arminia in Duisburg in der Pflicht, tat sich dabei aber wesentlich schwerer als gedacht. Gegen den Abstiegskandidaten mühte sich das Top-Team lange Zeit ab, ehe erst in der Schlussminute der Siegtreffer gelang.
Zunächst war es nämlich der Gastgeber, der nach 34 Minuten in Führung ging. Nach dem Seitenwechsel kam die Arminia dann jedoch durch Mert-Can Eren zum Ausgleich, bevor Frederik Kewitz das Aufeinandertreffen mit seinem Last-Minute-Treffer entschied. Ein denkbar bitterer Knock-Out für Duisburg, das damit den Sprung aus der Abstiegszone verpasst. Klosterhardt hingegen bleibt zwei Punkte hinter der Tabellenspitze.