
Wiesbaden. Dieses Wochenende geht das Hallenmasters der U15-Juniorinnen in Wiesbaden in seine zehnte Auflage. Ein Meilenstein für den Mädchenfußball sowie für Initiator Rainer Wagner, der vor zehn Jahren das Turnier ins Leben gerufen hat. „Aus einer Schnapsidee ist ein gestandenes Turnier geworden“, freut er sich über ein weiteres Highlight direkt zum Start ins neue Jahr. Austragungsort ist erneut die Horst-Bundschuh-Halle am Elsässer Platz, in der sich am Samstag und Sonntag einige der besten Nachwuchsteams im Mädchenfußball messen. Der Eintritt ist frei, los geht es am Samstag ab 10.30 Uhr.
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Gespielt wird in zwei Gruppen mit je sieben Mannschaften. Die jeweils vier besten Teams qualifizieren sich für die Platzierungsspiele am Sonntag, an dem ab 15 Uhr die Plätze eins bis acht ausgespielt werden. Regeltechnisch bleibt alles beim Bewährten: Gespielt wird fünf gegen fünf mit einer Mischung aus klassischen Hallenfußballregeln und Futsal-Elementen. Die Spielzeit beträgt weiter zwölf Minuten.
Auch wenn das Teilnehmerfeld in diesem Jahr nur einen internationalen Vertreter umfasst – Twente Enschede aus den Niederlanden –, sind einige Bundesliga-Vereine vertreten. Die österreichische Vorarlberger Auswahl musste aus organisatorischen Gründen absagen. Mit dabei sind unter anderem Titelverteidiger SGS Essen, die TSG Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach. Neu begrüßt werden die Jung-Adlerinnen von Eintracht Frankfurt, der Osnabrücker SC, der SC 07 Bad Neuenahr und die SpVg Aurich. Nicht dabei sind die Mädchen von Mainz 05. Grund dafür seien Überschneidungen einiger Spielerinnen mit der Wiesbadener Talentförderung, die traditionell Teil des Teilnehmerfeldes ist. Turnierinitiator Rainer Wagner zeigt sich zufrieden: „Das ist ein mehr als angenehmes Teilnehmerfeld für das erste Jubiläum.“ Die Nachfrage sei in diesem Jahr besonders früh gewesen, verrät Wagner. Turbine Potsdam, Überraschungsteam des vergangenen Jahres, gehörte zu den ersten Interessenten. Das Prinzip bleibe unverändert: „First come, first served.“ Deshalb seien RB Leipzig und Bayer Leverkusen diesmal nicht dabei. „Die beiden kamen schlicht zu spät“, so Wagner, der sich dennoch sicher ist: „Es wird wieder hochklassig.“
Eine Neuerung gibt es zudem bei der Organisation des Turniers, das stets 20 bis 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stemmen: Nach dem SV Erbenheim übernimmt nun der SV Schierstein 13 die Ausrichtung des Turniers. Hintergrund seien Unstimmigkeiten im Vorjahr gewesen, die inzwischen geklärt seien. Entsprechend nimmt auch das Erbenheimer Jugendteam nicht teil. „Die Wogen sind geglättet“, erklärt Wagner und will es dabei belassen. Die 13er seien „Feuer und Flamme“ für die Hallenmasters, lobt Wagner, langfristig hoffe er auf eine Zusammenkunft mehrerer Vereine, was bei der Planung und Ausrichtung des Turniers eine breitere organisatorische Basis schaffen würde.
Die Parksituation rund um den Elsässer Platz bleibt aufgrund laufender Umbaumaßnahmen angespannt. Besuchern wird empfohlen, auf umliegende Parkhäuser oder den öffentlichen Nahverkehr auszuweichen.
Nach dem prominenten Besuch von Nancy Faeser im vergangenen Jahr sind diesmal zwei Showeinlagen geplant, um den erwarteten 1.500 bis 2.000 Zuschauern an beiden Tagen ein stimmungsvolles Jubiläumsturnier zu bieten. „Ansonsten liegt der Fokus dieses Jahr auf dem Sportlichen“, hofft Wagner auf spannende und ansehnliche Spiele.
