
Hohnstedt: „Twistringen war an diesem Tag einfach besser als wir“
Der SC Twistringen hat das Topspiel gegen den TuS Wagenfeld 1908 deutlich mit 5:0 gewonnen und seine Spitzenposition eindrucksvoll untermauert. Für die Gäste war es ein ernüchterndes Ende eines insgesamt herausragenden Fußballjahres. Trainer Michael Hohnstedt sprach nach der Partie offen über die Gründe für die klare Niederlage.
„Auch nach so einem bitteren Ergebnis muss man einmal Wort und Rede geben“, begann der Coach. „Wir haben uns den Abschluss des Jahres anders vorgestellt. Es sieht unfassbar deutlich aus, und schlussendlich muss man anerkennen, dass Twistringen an diesem Tag einfach besser war als wir.“
Der Trainer lobte den Tabellenführer explizit: „Ich will gar keinen von Twistringen herausnehmen. Von der ersten bis zur Position 14 oder 15 waren sie sehr gut. Sie haben das Topspiel besser angenommen, waren effektiver und haben jeden Zweikampf bestritten, als wenn es ein Finale wäre.“
In den ersten Minuten sah es anders aus. Der TuS Wagenfeld 1908 begann stark und hatte klare Möglichkeiten. „Wir müssen nach 15 Minuten mindestens mit 1:0 führen“, betonte Hohnstedt. „Wir haben zwei richtig große Torchancen, einen davon müssen wir machen. Wenn du in so einem Spiel in Twistringen gewinnen willst, musst du solche Chancen nutzen.“
Doch statt der Führung kassierte sein Team das 0:1 – ein Rückschlag mit Folgen. „Wenn man die Tore durchgeht, sind es einfache Gegentore, die wir nicht gut verteidigt haben“, erklärte der Trainer. „Diese Fehler werden von einer Topmannschaft eiskalt bestraft.“
Nach dem 0:3 in der 52. Minute verlor Wagenfeld die Ordnung. „Vielleicht haben wir nach dem 0:3 die Köpfe in den Sand gesteckt“, sagte Hohnstedt selbstkritisch. „Das muss ich meiner Mannschaft ankreiden. Bis zur letzten Minute dran glauben – das hatten wir nicht.“
Der Tabellenführer hingegen spielte die Partie in beeindruckender Konsequenz zu Ende. „Twistringen hat nicht aufgehört, weniger zu machen. Chapeau.“
Bei allem Frust wollte Hohnstedt den Blick auf das Gesamtjahr nicht verloren wissen. „Ich möchte nicht, dass so ein Ergebnis unsere Leistungen schmälert“, betonte er.
Er lieferte eine beeindruckende Bilanz:
„Wir sind seit anderthalb Jahren in der Bezirksliga. Wir haben im Jahr 2025 30 Pflichtspiele gehabt und 61 Punkte geholt. Das sagt viel aus über die Entwicklung und die Klasse unserer Mannschaft.“
Die beiden Niederlagen zum Jahresende ordnete er ein: „Dass die letzten zwei Spiele verloren gingen, war nicht unser Plan. Aber wir wissen, wo wir herkommen, wir halten die Füße auf dem Boden und akzeptieren, was Twistringen da geleistet hat.“
Zum Jahresabschluss zog Hohnstedt ein versöhnliches Fazit:
„Unter das Jahr 2025 mache ich ein Lachsmiley. Es war für unseren Verein ein hervorragendes Jahr. Jetzt schütteln wir uns und werden 2026 mit Euphorie und harter Arbeit angehen.“