
Der TV Kaldenhausen feiert nach einer ausgeglichenen C-Liga-Relegation den erstmaligen Aufstieg in die Kreisliga B. Dem 2:1-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen auf Asche folgte am Sonntag ein 1:1 im Rückspiel beim TuS Borth II. Nico Schejas Eigentor brachte die Gastgeber zunächst auf Kurs Verlängerung (30.). Patrick Certa traf zum Ausgleich (56.) und flog in der Nachspielzeit noch mit Gelb-Rot vom Platz.
In extra angefertigten Shirts ging die Party auch nach dem Deutschland-Spiel noch lange weiter. Dabei ist die Erfolgsgeschichte der Duisburger noch jung: Erst im Sommer 2025 entschlossen sich einige Freunde dazu, den Spielbetrieb nach zehn Jahren Unterbrechung wieder aufzunehmen.
„Beim ersten Training hatten wir nur elf Spieler. Die Reise war unfassbar und hat ein perfektes Ende genommen. Jetzt sind wir bereit für die Kreisliga B. Die Grenzen nach oben sind nicht limitiert“, freute sich Trainer Hicham Darkaoui, der zuvor im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach tätig war.
Auf der anderen Seite musste TuS-Coach David Zobel die Enttäuschung noch verarbeiten. Der 36-Jährige haderte vor allem mit den drei Aluminiumtreffern. Als er das Team vor zwei Jahren übernahm, war die Fortführung noch ungewiss. „Mittlerweile wächst die Kaderbreite kontinuierlich.“
Nach Platz vier in der Vorsaison spielte die Borther Reserve diesmal bis zuletzt um den Aufstieg mit. Durch den Verzicht von Borussia Veen II verpasste das Team hinter dem punktgleichen TuS Baerl den direkten Sprung in die B-Liga nur knapp. Für die Zukunft hat Zobel klare Ziele formuliert: „Wir wollen in der kommenden Saison direkt aufsteigen. Die Entwicklung stimmt. Außerdem rücken A-Jugendliche nach.“
Auch insgesamt blickt der Verein optimistisch nach vorne. Die Personalplanungen für die erste, zweite und dritte Mannschaft laufen bereits. Langfristig soll nicht nur die Reserve den Aufstieg schaffen – auch die erste Mannschaft von Stefan Kuban möchte wieder die Kreisliga A ins Visier nehmen.