Spektakel am Donnerstagabend

Tuspo Nieste
3:5
SV Harleshau

Die SVH wollte beim Auswärtsspiel in Nieste nach zuletzt 3 sieglosen Spielen endlich wieder einen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen. Die Heimelf, ebenfalls von vielen Ausfällen gebeutelt, stimmte dankenswerterweise einer Spielverlegung von Sonntag auf Donnerstag zu, damit die Ossen zumindest 11 spielfähige Spieler auf den Platz bekommen konnten. Soviel sei vorweggenommen, wer sich tatsächlich durch den Berufsverkehr bis nach Nieste quälte, bekam einen bunten Blumenstrauß an Kreisligaromatik überreicht.


Der Schiedsrichter, Typ Dieter Bohlen, ließ sich durch Nichts aus der Ruhe bringen. Weder vom um den Sportplatz kreisenden Gewitter inklusive spektakulärer Blitze im Kaufunger Wald, noch durch einen durchnässten Schreibblock. Kurzerhand wurde sich ein neuer Block beim Stadionsprecher geborgt. Dass der Schiedsrichter den Platz verlassen hatte, fiel jedoch erst auf, als nach einem vermeintlichen Freistoßtor für Nieste kein Pfiff des Schiedsrichters erfolgte.

Die Offensivtalente der SVH wirbelten einmal mehr auf dem Platz, betrieben durchaus Chancenwucher, machten aber zumindest die schwierigen Dinger rein. Der Kleinste mit dem Kopf zum 0:1 und der Jüngste machte das 2:4 dann doch sicherheitshalber per Heber, weil zuvor immer noch irgendjemand seinen Fuß oder den Pfosten in den Weg stellte.

Der Sportabiturient brachte nach mehreren Wochen Pause Hereingaben, die alle 15 Punkte dieser Welt wert waren und krönte sich nach Sololauf sogar noch selbst zum Torschützen.

Der Linksfuß der Hausherren erzielte ein Tor des Monats per Direktabnahme zum 2:1 und legte tatsächlich noch ein Tor des Jahres mit einem Strahl von Freistoß aus 40 Metern zum 3:4 nach.

Der alte Haudegen der SVH zeigte keinerlei Weisheit und musste nach 9 Minuten dem nicht ausgeheilten Muskelfaseriss Tribut zollen. Spötter behaupten, die Verletzung sei beim Jubeln nach seinem Tor zum 2:3 wieder aufgebrochen.

Und die Abwehrrecken der Ossen schmissen sich mit genähtem Ohr und kaputtem Zeh in alles was den Torwart zu erreichen drohte. Unterstützt von den leidenschaftlich grätschenden Mitspielern wurde so der Sieg über die Zeit gebracht.

Die Gastfreundschaft der Heimelf ist ebenfalls hervorzuheben. Nicht nur die Zustimmung zur Spielverlegung, obwohl bereits am Samstag das nächste Spiel ansteht, sondern auch die Versorgung mit Kühlpacks, die Hilfe bei Krämpfen und die Bewirtung nach dem Spiel waren überaus herzlich und großzügig. Danke dafür!

Am Sonntag muss die SVH gegen die Zweitvertretung von Sandershausen ran. Wie Coach Knauf die erneuten Ausfälle zu kompensieren gedenkt, ist eine Frage. Außer Frage steht jedoch, dass mit einem erneuten Sieg der vorzeitige Klassenerhalt perfekt gemacht werden könnte.

Aufrufe: 020.5.2022, 12:55 Uhr
Gerd von AchsenAutor