
3:1 gewinnt der TuS Zeven das Flutlichtspiel im Ahe-Stadion gegen den TSV Bevern. Die beiden Mannschaften bleiben Tabellennachbarn, haben jetzt aber die Plätze getauscht. Die Tore für Zeven erzielten Kjell Hinrichs, Christian Sterz und Roan Wagner.
Kalter Ostwind pfiff durch das Ahe-Stadion, die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Tribüne hatten sich warm angezogen. Den Fans des TuS Zeven wurde allerdings schnell warm ums Herz, denn ihre Mannschaft suchte von Beginn an den Weg nach vorn, schnürte die Gäste aus Bevern in deren eigener Hälfte ein. Die vor Saisonbeginn hochgehandelten Beverner zeigten sich fußballerisch an diesem Abend eher limitiert. Personell hatten die Gäste offenbar auch einige Probleme, auf der Bank des TSV saßen nur zwei Einwechselspieler.
Die Zevener ließen sich weder davon noch von den widrigen äußeren Umständen beeindrucken, sondern erspielten sich von Beginn an einige gute Möglichkeiten. Der Führungstreffer hätte fallen können, als sich in der 20. Minute Mattis Michaelis – wie mehrfach in dieser Partie – auf der linken Seite durchsetzte und eine gut getimte Flanke auf Torjäger Armel Arakaza schlug. Der schoss allerdings zu zaghaft, der Ball flog direkt in die Arme von Gäste-Torwart Kenneth Michaelis.
Es dauerte bis zur 30. Minute, bis die Platzherren endlich verdient in Führung gingen. Mittelfeldmotor Kjell Hinrichs, der sich im Laufe der Partie neben guten Zuspielen auch einige Fehlpässe leistete, war der Torschütze. Er wurde aus dem Mittelfeld heraus geschickt freigespielt, lief frei auf das Beverner Tor zu und überwand den Keeper mit einem starken Heber in die Maschen des TSV-Tores.
Und Bevern? Die Gäste verloren die Bälle oft schon im Mittelfeld. Die wenigen Angriffe, die bis in den Zevener Strafraum kamen, wurden von der Hintermannschaft des TuS sicher geklärt, oder die Abschlüsse gingen über oder neben das Tor. Und so ging es mit dem knappen, aber hochverdienten 1:0 für Zeven in die Pause.
Mit Patrick Willen brachte Bevern nun einen seiner zwei Wechselspieler. Der sollte in der Schlussphase, als die Zevener Hintermannschaft leichtsinnig und unaufmerksam wurde, den einzigen Treffer des TSV erzielen (89.). Zuvor schraubte aber der überlegene TuS Zeven das Resultat noch in die Höhe. Christian Sterz erzielte mit einem sehenswerten Schuss aus gut 20 Metern in den linken oberen Torwinkel das 2:0 (63.)
Und dann hatte Roan Wagner seinen großen Auftritt. Der Rechtsverteidiger machte seine Seite über die gesamte Spielzeit dicht, zeigte eine abgeklärte und souveräne Leistung. In der 81. Minute setzte er nach Ballgewinn zu einem Sturmlauf bis vor das Beverner Tor an, den er mit einem sauberen Schuss zum 3:0 beendete. In der etwas wilden Schlusspahse kam Willen dann noch zum 3:1 – dabei blieb es bis zum Schlusspfiff.
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war der Zevener Übungsleiter einverstanden. „Ein über 90 Minuten überzeugender Auftritt von uns und ein absolut verdienter Sieg. Wir hatten, denke ich, alles im Griff und hätten das Spiel aber ruhig schon früher entscheiden können“, zeigte sich der TuS-Trainer Sören Haß nach dem Schlusspfiff zufrieden.
Er hatte allerdings auch kritische Worte für den Auftritt seiner Jungs in der Schlussphase der Partie, als Bevern plötzlich nah am Anschlusstreffer war. „Das Gegentor und die letzten Minuten ärgern mich allerdings. Das müssen wir souveräner zu Ende spielen“, so Hass zur ZEVENER ZEITUNG.