
Mit dem verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg beim Tabellendritten Kevelaerer SV hat der TuS Xanten in der Bezirksliga ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht und auf Platz 14 vorgerückt.
Die erste Hälfte begann mit einem vorsichtigen Abtasten. So dauerte es eine Weile, bis es zu einer ersten Torchance kam. Der TuS baute über den rechten Flügel auf. Über Lukas Vengels und Gerrit Jenowsky kam der Ball zu Luca Binias, der Christopher Kimbakidila prächtig in Szene setzte. Doch er verzog knapp am langen Eck (12.). „Den muss Chris machen“, sagte TuS-Trainer Marcel Zalewski später. „Sonst schießt er solche Chancen blind rein.“
Ähnliche klare Szenen konnte der Tabellendritte nicht verzeichnen. Zwar kam auch der KSV zu einigen Abschlüssen, doch diese stellten TuS-Keeper David Vengels nicht ernsthaft vor Probleme. Die Chancen des KSV rührten meist aus unnötigen Ballverlusten der Gäste. So hatte den sonst souveränen Innenverteidiger Tim Reuters wenige Minuten vor der Pause wohl der Übermut gepackt: Er versuchte ein Solo hinten raus, blieb aber am zweiten Gegner hängen und leitete einen Konter der Gastgeber ein. Dank der kollektiv guten Arbeit nach hinten blieb der Fauxpas unbestraft.
Nach der Pause drängte der Tabellendritte den TuS zunächst in die eigene Hälfte und hatte auch eine Chance, die Wito Wojciechowski für den geschlagenen Vengels zur Ecke klärte (53.). „Diese Phase haben wir gut überstanden“, so Zalewski. Das war es dann auch mit guten Aktionen des KSV. Danach dominierte der TuS Xanten das Geschehen.
Ein wieder über die rechte Seite herausgespielter Angriff leitete Reuters mit cleverem Pass auf Jenowsky ein. Der setzte sich auf dem Flügel durch, flankte in den Fünfer, wo David Epp perfekt in den Ball flog und diesen per Kopf unhaltbar für den Kevelaerer Keeper ins Netz wuchtete (59.). Zehn Minuten später wollte der TuS nach einem starken Angriff einen Elfmeterpfiff des Unparteiischen, doch der sah nicht Epp als Gefoulten, sondern als Foulenden – eine zumindest strittige Entscheidung.
Kurz danach gab es noch zwei Situationen, in denen der TuS jeweils einen Strafstoß reklamierte – beide Male vom Schiri jedoch verwehrt. Das sorgte für viel Geschimpfe von der Bank und brachte Michael Jansen die Gelb-Rote Karte ein.
Die Mannschaft ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und agierte geschlossen. Auch wenn alles drumherum hitzig war. Selbst in der langen Nachspielzeit kämpfte einer für den anderen. Und so brachte das Team den hochverdienten Sieg nach Hause. „Die Vorgabe lautete: diszipliniert spielen. Und das haben alle, auch die Eingewechselten, prima umgesetzt“, sagte Zalewski. So sollten auch die kommenden Aufgaben zu meistern sein. Die nächste Hürde ist eher niedrig. Die abgeschlagene SV Hönnepel-Niedermörmter kommt an den Fürstenberg.
TuS: D. Vengels – L. Vengels (76. M. Neinhuis), Reuters, J. Vengels (90. +2 Maas), Wojciechowski – Binias, L. Neinhuis (60. Sticklat), van Schyndel – Jenowsky, Kimbakidila (57. Wellmanns) – Epp (83. Braun).