2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

TuS Xanten sendet deutliches Lebenszeichen

Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause ebnet der TuS Xanten in der Bezirksliga den Heimsieg im Nachholspiel über Westfalia Anholt. Wer bei seinem ersten Einsatz im Fürstenberg-Stadion mit dem Tor zum 4:1 den Erfolg im Abstiegskampf veredelt.

von RP / Camillo Kluge · Heute, 19:30 Uhr · 0 Leser
Xanten behauptet sich.
Xanten behauptet sich. – Foto: IMAGO / Klumpen Sportfoto

Mit einem 4:1 (2:1)-Erfolg im Nachholspiel gegen Westfalia Anholt landete der TuS Xanten nicht nur den ersten Sieg in der Bezirksliga in diesem Jahr, sondern sorgte auf dem düsteren Aschenplatz auch für eine gelungene Heimpremiere für Trainer Mirco Dietrich.

Schon beim Aufwärmen war zu spüren, dass der TuS den Bock umstoßen und den vorletzten Tabellenplatz verlassen wollte. Xanten lief auf dem holprigen Aschenplatz die Gäste extrem früh an und provozierte gegnerische Fehler, konnte die aber nicht in Zählbares ummünzen.

Und so passierte, was schon so oft in dieser Saison passiert ist: Der Gegner schlug aus dem Nichts zu. Ein langer, hoher Freistoß, ein ungedeckter Gästespieler im Fünf-Meter-Raum und ein unentschlossener Torwart, der eigentlich alle Zeit der Welt gehabt hätte, zum Ball zu gehen und den zu fangen. Stattdessen konnte Oliver Paus einen Kopfball-Aufsetzer anbringen und brachte Westfalia mit der ersten Szene im TuS-Strafraum in Führung (13.).

Doppelschlag kurz vor der Pause

„Da habe ich dann befürchtet, dass die Köpfe wieder runtergehen“, gestand Dietrich später. Gingen sie auch, aber nicht für lange Zeit. Insbesondere war es der sonst eher hitzig auftretende Marvin Braun, der aus der Abwehr seine Vorderleute immer wieder anspornte und zur Besonnenheit aufrief. Mit Erfolg, denn Xanten attackierte nun wieder besser, allerdings ohne zwingend vor das Gästetor zu kommen.

So fiel denn auch der Ausgleich etwas überraschend. Eine Flanke setzte im Gästestrafraum auf, Niklas Maas kam zum Kopfball, den der Westfalia-Keeper gerade noch zur Ecke klären konnte. Die führten Gerrit Jenowsky und Braun, der spielende Co-Trainer, schnell und kurz aus, dann die präzise Flanke – und Luan Schreiber köpfte zum verdienten Ausgleich ein (41.).

Und direkt nach dem Wiederanpfiff setzte der TuS nach: Christopher Kimbakidila erlief einen halbherzigen Rückpass zum Torwart und zeigte sich eiskalt – binnen zwei Minuten war die Partie gedreht. Fast hätte Mats Wardemann sogar noch den dritten Treffer vor der Pause erzielt, doch seinen Abschluss klärte ein Verteidiger noch für den bereits geschlagenen Keeper.

Marvin Braun verwandelt Strafstoß

In Hälfte zwei konnte sich der TuS etwas fallen lassen, schließlich musste der Gast kommen, wollte er die Partie noch drehen und sich aus der Abstiegsregion der Liga entfernen. So offenbarten sich den Hausherren ausgezeichnete Konterchancen. Zu zittern hatte der TuS eigentlich nur bei hohen Bällen in den eigenen Strafraum, doch mehr als ein Pfostentreffer sprang für Anholt nicht mehr raus.

Xanten hingegen verzeichnete eine Vielzahl Chancen, zweimal noch musste ein Verteidiger für den bereits geschlagenen Keeper retten. Der hatte Dusel, dass er nach Foul im Strafraum an Jenowsky, der den Ball bereits an ihm vorbeigelegt hatte, nicht vom Platz gestellt wurde. Den Strafstoß verwandelte Braun brachial ins Eck (78.). Endgültig den Deckel drauf machte Zeon Kern bei seinem ersten Einsatz vor heimischem Publikum. Er veredelte einen schönen Jenowsky-Pass zum 4:1.

Am Sonntag um 15 Uhr kommt der TuS Stenern an den Fürstenberg. Mit einem weiteren Erfolg würde der TuS einen gewaltigen Satz ins Tabellenmittelfeld machen. „Wir müssen mal schauen, ob irgendwer irgendwelche Blessuren davon getragen hat“, wollte Dietrich noch nicht viel zu der Partie sagen. Er dachte dabei vor allem an Jenowsky nach der üblen Attacke, die zum Strafstoß führte.