
Der TuS Wickrath hatte bereits mit der Verpflichtung von Petar Popovic für die Offensive auf sich aufmerksam gemacht (wir berichteten hier), nun hat der Bezirksligist mit zwei weiteren Zugängen etwas für seine Verteidigung getan. Denn vom TSV Meerbusch II wechseln mit dem 30-jährigen Quinton Washington und dem 27-jährigen Romel Seena Anyomi zwei gestandene Spieler nach Wickrath. Zwei Verpflichtungen, die für Trainer Gianluca Nurra auch strukturell wichtig sind.
Beide Spieler laufen schon lange für die Meerbuscher auf. Anyomi seit 2017, als er vom 1. FC Mönchengladbach kam, Washington sogar noch ein Jahr länger. In dieser Zeit sammelten beide Spieler nicht nur in der Bezirksliga viel Erfahrung, sie sammelten auch immer wieder Einsätze in der Ober- und Landesliga.
Quinton Washington wurde in der Jugend des Hamburger SV ausgebildet, spielte dort in der U19 gemeinsam mit Jonathan Tah. Über die Oberligisten Victoria Hamburg und USC Paloma landete er schließlich in Meerbusch, ist als Sechser Kapitän und absoluter Fixpunkt. "Quinton wohnt in Mönchengladbach, wir kennen uns schon eine ganze Weile. Ich weiß auch, dass es deshalb immer wieder Versuche von Vereinen aus Mönchengladbach gab, ihn zu verpflichten. Es freut mich sehr, dass uns das jetzt gelungen ist, und leicht war es nach der langen Zeit in Meerbusch nicht", sagt Nurra, der Washington als verlängerten Arm auf dem Platz sieht, gerade nach dem vereinsinternen Abgang von Dennis Richter und Kevin Wolfs in die eigene Reserve. "Da benötigen wir Führungsspieler auf dem Platz, und Quinton hat mich schon bei unseren Gesprächen gefragt, wo er mit anpacken kann, wie er mir als Trainer helfen kann", verrät Nurra, der mit seinen 26 Jahren als Trainer schon auf über 100 Partien als Coach kommt.
Anyomi lief in der Jugend für den KFC Uerdingen auf, spielte nach dem einen Jahr beim FC Mönchengladbach auch nur noch für den TSV Meerbusch. Die Verpflichtungen kommen auch zustande, weil Nurra die Verteidigung als das Problem der Wickrather ausgemacht hat. "72 Gegentore in 28 Spielen sind natürlich viel zu viel, daran müssen wir arbeiten. In der Vorbereitung, wenn wir wieder bei Null beginnen, werden wir einige Knöpfe drücken", erklärt der Coach, der in den Verpflichtungen für die neue Saison die Basis sieht, "irgendwann oben mal ein Wort mitsprechen zu können". Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das in der kommenden Spielzeit schon auswirkt. Den Verbleib in der Bezirksliga hat der TuS immerhin seit dem Wochenende vorzeitig gesichert.