
Gerechtes Unentschieden – aber bitterer Ausgang für Wagenfeld
Im Auswärtsspiel gegen den SC Marklohe trennte sich der TuS Wagenfeld nach einem späten Gegentor mit 1:1. Trotz des späten Führungstreffers durch Luca Storck in der 89. Minute blieb Wagenfeld am Ende nur ein Punkt, nachdem Marklohe in der Nachspielzeit durch Luca Stock den Ausgleich erzielte. Wagenfelds Trainer Michael Hohnstedt zeigte sich nach der Partie frustriert über die mangelnde Cleverness seines Teams: „Das war ein typisches 0:0-Spiel. Marklohe hat es uns unfassbar schwer gemacht und mit allen Mann verteidigt.“Hohnstedt lobte die defensive Disziplin des Gegners und betonte, dass auch sein Team kaum Chancen zugelassen habe: „Ich glaube, unser Torwart hatte den Ball das erste Mal in der 80. Minute in der Hand.“ Die Partie sei geprägt gewesen von viel Kampf und wenig Spielfluss, und trotz eines späten Systemwechsels tat sich Wagenfeld lange schwer, die massive Abwehr der Gastgeber zu überwinden. „Marklohe hat alles reingeworfen, und wir haben einfach keine Lösung gefunden, das gegen zehn oder elf Mann auszuspielen,“ resümierte Hohnstedt.
Enttäuschung über den Schlusspunkt
Das vermeintliche Happy End lieferte die 89. Minute, in der sich der schnelle Flügel über links durchsetzte und den Ball in die Mitte bringt, wo Luca Storck zum 1:0 einschob. „Eigentlich perfekte Situation, perfektes Drehbuch,“ kommentierte Hohnstedt. Doch das Spiel kippte erneut, als der Unparteiische zunächst vier Minuten Nachspielzeit anzeigte und dann noch eine Minute drauflegte. „Wir haben es in der Nachspielzeit unfassbar gut verteidigt,“ so Hohnstedt, doch in der letzten Aktion fehlte die Abgeklärtheit: „In der 94. Minute hatten wir den Ball in deren Hälfte am Fuß. Da hätte man einfach zur Eckfahne gehen müssen, Zeitspiel betreiben – stattdessen gehen wir aufs Tor.“
Ein Konter führte schließlich zu einem Foul von Wagenfeld und einem Freistoß für Marklohe. „Natürlich waren sie dann mit allen Mann vorne, und ein völlig freistehender Spieler köpft den Ball ein.“
Lernprozess für junge Mannschaft
Der späte Ausgleich ist für Hohnstedt auch ein Hinweis auf das Entwicklungspotenzial seines Teams: „Es ist wieder ein Lernschritt für unsere junge Mannschaft, irgendwann kälter und cleverer zu sein.“ Trotz der Enttäuschung im letzten Moment lobte der Trainer die kämpferische Leistung und den Einsatz seines Teams. Wagenfeld bleibt mit dem Punktgewinn auf Tabellenplatz acht und erwartet im nächsten Spiel den Tabellenführer Bruchhausen-Vilsen. „Das Unentschieden ist gerecht, aber nach dem Spielverlauf extrem bitter für uns,“ fasste Hohnstedt zusammen.