
Der TuS 1896 Sachsenhausen blickt auf eine Hinrunde mit Licht und Schatten zurück. Im FuPa-Teamcheck analysiert Trainer Torsten Thiel die defensiven Probleme und den bitteren Punktabzug.
Der bittere Punktabzug und die Tabellenrealität
Aktuell belegt der TuS 1896 Sachsenhausen mit 15 Punkten aus 14 Spielen den 13. Tabellenplatz in der Brandenburgliga. Doch dieses Bild trügt den Trainer gewaltig. „Bedenkt man, dass uns sechs Punkte aufgrund der Schiedsrichterthematik abgezogen wurden, würden wir den sechsten Platz belegen, der auch die Hinrunde widerspiegeln würde“, stellt Torsten Thiel klar. Trotz eines Torverhältnisses von 30:24, welches eigentlich für eine deutlich bessere Platzierung sprechen würde, kämpft das Team im unteren Tabellendrittel.
Die Suche nach kollektiver defensiver Stabilität
Die größte Baustelle der ersten Halbserie liegt für den Coach in der Rückwärtsbewegung. „Wir haben eindeutig zu viele Gegentore kassiert, in drei Spielen am Stück zwölf. Da müssen wir definitiv den Hebel ansetzen, unabhängig von individuellen Fehlern, um als Kollektiv besser gegen den Ball zu verteidigen“, fordert Thiel mit Nachdruck. Die Lehren aus den knappen Niederlagen sind für ihn eindeutig: Die defensive Stabilität muss geschärft werden, um den Vorsprung auf die Abstiegsplätze in der Rückrunde zu vergrößern.
Großes Potenzial trotz massiver Verletzungssorgen
Dass die Mannschaft zu weit mehr imstande ist, bewies sie kurz vor der Winterpause eindrucksvoll. „Das letzte Spiel, 5:0 gegen den BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow, hat gezeigt, zu was die Mannschaft imstande ist zu leisten“, so der Trainer emotional. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, da der Verein mit Kordecki, Ghaddar, Duraku und Strähnz gleich vier schmerzhafte Langzeitverletzte zu beklagen hat. Dieses Spiel diente als Beweis für das tatsächlich vorhandene Potenzial im Kader.
Eine suboptimal verlaufene Wintervorbereitung
Die Vorbereitung auf die verbleibenden Spiele im Jahr 2026 forderte dem Team alles ab, fand jedoch unter schwierigen Bedingungen statt. „Die Vorbereitung war ehrlich gesagt suboptimal, zumal man zu 90 Prozent in der Halle trainiert hat, gepaart mit Athletik-Training“, berichtet Thiel. Von sieben geplanten Testspielen konnte lediglich eine einzige Partie gegen Einheit Zepernick durchgeführt werden. Dieses Spiel sei nach rund acht Wochen ohne Großfeld jedoch „sehr positiv ausgefallen, unabhängig vom Ergebnis“.
Veränderungen im Kader und letzte Tests
Personell gab es beim TuS etwas Bewegung. Henry Gomez wechselt zum FSV Babelsberg 74, während Moritz Reimann und Ole Futh eine beruflich bedingte Auszeit nehmen. Maurice Ulm hingegen ist zurückgekehrt. Bevor es wieder um Punkte geht, steht am heutigen Samstag noch ein Testspiel gegen den FC 98 Hennigsdorf auf dem Plan. Das Hauptaugenmerk lag in den letzten Wochen darauf, die Effektivität vor dem Tor und die defensive Stabilität weiter zu schärfen.
Richtungsweisender Auftakt und einstellige Ziele
Zum Rückrundenauftakt empfängt Sachsenhausen am 28.02. den SV 1908 Grün-Weiss Ahrensfelde. Der Trainer blickt dem Duell mit Spannung entgegen: „Wir werden alles daransetzen, vor heimischer Kulisse positive Ergebnisse zu erzielen, um auch die untere Tabellenregion zu verlassen.“ Für das Saisonende hat Torsten Thiel eine klare Vision: „Am Ende möchte man natürlich einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, was immer noch ein realistisches Ziel ist.“