Die 2G-Regel: Galt in Bayern bislang für Spieler, gilt ab dem 17. Februar für Zuschauer.
Die 2G-Regel: Galt in Bayern bislang für Spieler, gilt ab dem 17. Februar für Zuschauer. – Foto: Hanno Bode/Imago

Corona-Lockerungen in Bayern: 3G-Hammer nur der Anfang? Ministerium rechnet mit Ende aller Regeln

„Aus 2G-Plus wird generell 2G“

Bayern lockert die Corona-Regeln. Sportler müssen jetzt nicht mehr geimpft sein und Zuschauern reicht 2G. Das Kabinett deutet einen noch größeren Sprung im März an.

München - Plötzlich ging alles ganz schnell. „Aus 2G-Plus wird generell 2G - Weitere Bereiche unter 3G-Bedingungen zugänglich“, titelt die bayerische Staatsregierung in ihrer Mitteillung vom 15. Februar. Das Kabinett hat weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln auf den Weg gebracht (gelten ab 17. Februar). Auch für den Lokal- und Amateursport.

Der bayerische Fußballverband (BFV) freut sich schon jetzt. Seit Monaten hatte der Verband darauf gepocht, die 2G-Regel für aktive Sportler zu kippen. Der BFV forderte stattdessen 3G im Freien. Und hat sein Ziel nun erreicht. Heißt: Spieler und Trainer müssen nicht mehr verpflichtend gegen das Coronavirus geimpft sein. Der Verband empfiehlt das zwar, doch auch ein tagesaktueller Test genügt für den Sport im Freien. Vor Spiel und Training einen Test zu machen, das sollte für Sportler und Sportlerinnen hoffentlich kein Problem sein, erklärte ein BFV-Sprecher.

Corona-Lockerungen in Bayern: Zuschauer brauchen nur noch 2G - Maskenpflicht bleibt

Aber: Für Zuschauer gelten weiterhin strengere Auflagen als für Sportler. Fans brauchen einen 2G-Nachweis, sonst dürfen sie nicht an den Sportplatz. Bislang galt für Zuschauer allerdings die 2G-Plus-Regel. Vereine müssen nunmehr Impf- bzw. Genesenen-Nachweise kontrollieren. Einen extra Test brauchen Fans nicht. Wer geimpft und zusätzlich genesen oder geboostert ist, war bereits von der Testpflicht befreit.

Die Maskenpflicht besteht am Sportplatz allerdings weiterhin. Auch die Kapazitätsbeschränkung von 50 Prozent bei den Zuschauern wurde nicht verändert. Das ließe sich von den Klubs aber einigermaßen gut kontrollieren, stellte der BFV bereits Anfang des Monats fest.

Corona im Fußball: Bayern lockert - aber ein Kritikpunkt bleibt

Ein Kritikpunkt des BFV bleibt aber auch an der gelockerten Infektionsschutzverordnung. Und zwar: Den 3G-Nachweis der Spieler muss weiterhin der Heimverein kontrollieren. Der Organisationsaufwand verändert sich hier im Vergleich zur Kontrolle von 2G-Nachweisen nicht.

Der Verband schlägt eine Regelung vor, wie sie bereits in Nordrhein-Westfalen und Hessen rechtssicher eingeführt wurde. Hier sichert jeder Verein die Einhaltung der aktuellen Regeln in einem Musterformular zu. Bei einem Verstoß liegt die Verantwortung nicht mehr beim Heimverein, sondern nur noch bei demjenigen, der auch gegen die Regel verstoßen hat.

Gar keine Beschränkungen mehr ab 19. März? Bayern verweist auf Corona-Stufenplan

Wenn die Amateursaison wirklich in allen Ligen wieder läuft, könnte die Debatte um Regeln und Kontrollen allerdings auch gänzlich vorbei sein. „Zum 19. März enden voraussichtlich die aktuell geltenden bundesrechtlichen Corona-Befugnisse“, teilte die bayerische Staatsregierung mit. Die Bundesregierung arbeitet an einem Stufenplan zur Abschaffung beinahe aller Corona-Regeln. Bayern zeige sich optimistisch, dass dieses Ziel bis zum 19. März tatsächlich erreicht werden könne. (moe)

Aufrufe: 015.2.2022, 13:44 Uhr
Moritz BletzingerAutor