
Der TuS Oberlar geht als Spitzenreiter in die Rückrunde der Kreisliga B2 Sieg. Mit 32 Punkten aus 15 Spielen führt das Team von Trainer Jonas Bouallal die Tabelle punktgleich mit dem 1. FC Spich III an. Offensiv stellt Oberlar mit 47 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga, defensiv sind lediglich 17 Gegentore zusammen mit Spich ligaweit der Bestwert.
Die Pause dauert für den TuS noch zwei Wochen. „Die Pause geht bis zum 13. Januar. Am Samstag haben wir an einem Hallenturnier in Troisdorf teilgenommen, bei dem gute Mannschaften am Start waren“, erklärt Bouallal.
Mit dem bisherigen Saisonverlauf zeigt sich der 42-Jährige insgesamt zufrieden, auch wenn es zwischenzeitlich schwierig wurde. „Wir sind sehr gut in die Saison gestartet, hatten anschließend jedoch große Schwierigkeiten durch Verletzungen und Abwesenheiten vieler Leistungsträger. Zum Ende hin haben wir uns wieder gefunden und stehen nun entsprechend auf dem ersten Platz“, ordnet der Trainer ein.
Der aktuelle Erfolg ist umso bemerkenswerter, da der TuS nach dem Abstieg aus der A-Liga einen kompletten Umbruch vollzogen hat. „Dafür, dass wir nach dem Abstieg aus der A-Liga einen kompletten Neustart mit vielen Neuzugängen hinter uns haben, spielen wir bereits einen richtig guten Fußball. Natürlich klappt noch nicht alles, aber fußballerisch haben wir uns schnell gefunden. Die Mannschaft befindet sich weiterhin in einem Entwicklungsprozess, der von Woche zu Woche deutlich erkennbar ist“, so Bouallal.
Als Schlüsselmoment der Hinrunde hebt der Coach einen klaren Sieg hervor. „Das Spiel gegen Kriegsdorf war richtungsweisend. Dort haben die Jungs alles rausgeholt und wir konnten die Partie verdient mit 5:0 für uns entscheiden.“
Größere interne Probleme sieht Bouallal trotz vieler neuer Gesichter nicht. „Wie im Fußball üblich, braucht es nach zahlreichen Neuzugängen etwas Zeit, bis eine stabile Teamchemie entsteht. Zwischenmenschlich gab es jedoch nie Probleme, da wir hervorragende Charaktere in der Mannschaft haben. Trotzdem ist es normal, dass dieser Prozess Zeit benötigt.“
Für die Rückrunde gibt man sich deshalb bewusst zurückhaltend. „Unser erstes Ziel ist es, uns oben festzusetzen. Wir wissen um das Potenzial der Mannschaft, bleiben aber realistisch, da jede Partie ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringt. Deshalb denken wir Schritt für Schritt und konzentrieren uns auf jedes einzelne Spiel.“ Personelle Veränderungen seien im Winter nicht geplant und auch einen Tipp im Auf- und Abstiegskampf will Bouallal lieber nicht abgeben: „Die Liga ist zu ausgeglichen, um hier eine Prognose treffen zu können.“