Ronald Wendel (Foto), hier auf einer seiner drei Chinareisen im Jahr 2019, übernimmt von nun an das Traineramt beim TuS Nordenstadt.
Ronald Wendel (Foto), hier auf einer seiner drei Chinareisen im Jahr 2019, übernimmt von nun an das Traineramt beim TuS Nordenstadt. – Foto: Rocco Bartsch/privat

Ronald Wendel neuer Coach in Nordenstadt

Wendel wieder zurück im Kreis Wiesbaden +++ Ditthardt: "Er wird frischen Wind reinbringen" +++ Gurung und Rotter in die sportliche Leitung

Wiesbaden. Die Trainersuche des TuS Nordenstadt hat ein Ende: Ronald Wendel übernimmt ab Sommer die Geschicke beim 13. der Kreisoberliga Wiesbaden. Damit kehrt der A-Lizenz-Inhaber nach zweijähriger Abstinenz zurück auf die Trainerbank. Zuvor war er unter anderem bei der SG RaMa, beim 1. FSV Schierstein und dem FV Geisenheim 08 tätig. Auch die Aufgaben innerhalb der sportlichen Leitung werden umstrukturiert.
Wendel schied im Winter 2018 bei der SG RaMa aus und war seitdem ohne Verein. In dieser Zeit bekam er allerdings einige Angebote. "Es hat nie richtig gepasst", blickt er auf die letztlich vergeblichen Anfragen zurück. Stattdessen war als Trainer und Repräsentant für den FC Bayern München auf drei 15-tägigen Chinareisen unterwegs. Nun hat sich die Möglichkeit ergeben, nach seiner erfolgreichen Zeit beim 1. FSV Schierstein auf eine Wiesbadener Trainerbank zurückzukehren. "Nordenstadt ist einer der bestgeführtesten Verein im gesamten Kreis", betont er. Über das TuS-Spielausschussmitglied Jens Ditthardt kam der Kontakt zu dem Unternehmensberater zustande. Nach einigen Gesprächen stimmten beide Seiten einer Zusammenarbeit zu. "Wir brauchen frisches Blut. Man hat das Gefühl gehabt, dass man sich zuletzt selbst verwaltet", räumt Ditthardt ein. Demnach haben er und Harald Noll gezielt nach "jemandem von außen ohne TuS-Erfahrung" gesucht - und mit Wendel gefunden. "Ich habe über ihn, seine Art des Trainings und seine Mannschaftsleitung nur Positives gehört. Er wird frischen Wind reinbringen", erklärt Ditthardt.

Vorstellung per Videocall

Statt, wie üblich, eine Spielersitzung auf dem Sportplatz einzuberufen und den neuen Trainer vorzustellen, musste der erste Kontakt mit den Spielern auf die Videochat-Plattform Zoom verlagert werden. Zudem führte Wendel bereits erste Telefonate mit Akteuren. "Der Stamm bleibt. In den nächsten Tagen stehen die nächsten Gespräche an. Zuerst konzentrieren wir uns auf unsere Spieler, bevor wir uns um Neuzugänge kümmern", erklärt der neue Coach. Von Spielern, die auf den Verein zukommen, sei er allerdings keinesfalls abgeneigt. Wendels Aufgabe ist es, die Spieler und die Mannschaft weiterzuentwickeln. Dafür braucht er "Jungs, die willig sind und die nötige Mentalität mitbringen, sich zu entwickeln", wie er fordert. Auf Zuwachs aus der eigenen Jugend darf er hoffen. Ditthardt steht derzeit im Austausch mit den A-Jugendlichen, die in der kommenden Spielzeit in den Seniorenbereich aufrutschen. Er traut einigen den direkten Sprung in die erste Mannschaft zu.

Gurung und Rotter in die sportliche Leitung

Auch in der sportlichen Leitung gibt es einige Veränderungen: Das Duo bestehend aus Harald Noll und Jens Ditthardt wird künftig vermehrt Aufgaben im Hintergrund übernehmen. Stattdessen rücken der vorige Interimstrainer Ashis Gurung und Robert Rotter zu Stefan Hennig in die sportliche Leitung auf, die „nah an den Spielern ist“. Ditthardt erhofft sich nicht nur mit dem neuen Trainer sondern auch mit der neuen Zusammensetzung im sportlichen Bereich, "eine Aufbruchstimmung“ zu erzeugen.

2639 Aufrufe19.2.2021, 16:30 Uhr
Marcus MühlenbeckAutor

Verlinkte Inhalte