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Relegation

TuS Marienborn II jubelt und schafft Historisches

Im Duell der Bezirksliga-Vizemeister setzt sich TuS Marienborn II auch im Rückspiel gegen den SV Geinsheim durch und feiert den Aufstieg in die Landesliga Ost

von Michael Heinze · 31.05.2026, 21:56 Uhr · 0 Leser
Die Fußballer der TuS Marienborn II feiern den Aufstieg in die Landesliga Ost.
Die Fußballer der TuS Marienborn II feiern den Aufstieg in die Landesliga Ost. – Foto: Kristina Schäfer

Marienborn. An der Kirschhecke steppte am Sonntagabend der Bär. Durch einen 3:0 (2:0)-Erfolg im Rückspiel um den Aufstieg im Duell der Bezirksliga-Vizemeister gegen den SV Geinsheim haben die Fußballer der TuS Marienborn II Historisches geschafft. Als erste „Amateur“-Zweite aus dem Kreis Mainz spielen die Grün-Weißen in der Landesliga Ost.

Vor knapp 250 Fans hatte der Verbandsliga-Unterbau, der das Hinspiel 3:1 gewonnen hatte, erst Dusel. Der SVG legte einen Blitzstart mit zwei Topchancen in den ersten zwei Minuten hin. Um ein Haar wäre die TuS-Defensive um Abwehrkante Nikolai Savic kalt erwischt worden. Aber eben nur fast. Mit zunehmender Dauer spielten die Marienborner ihre signifikanten Vorteile in Sachen Zweikampfhärte, Dynamik, Schnelligkeit und Abschlussschärfe aus. Am Ende hatte die TuS nach Chancen mit 16:11, nach Ecken mit 4:3 die Nase vorne.

Khalymivskyi, Deliaslan und Sorg sorgen für die Treffer

Nach Zuckerpass des ebenso wuchtigen wie agilen Achters Robin Lampert gelang Nazar Khalymivskyi die Führung (16.), ehe Müslüm Deliaslan per Kopf auf 2:0 stellte (32.). Gala-Techniker Paul Kammerer sorgte nach Duchbruch von Tempodribbler Frederik Sorg über links für die Entscheidung (57.). „Paul ist unser Weltklasse-Wintertransfer“, schwärmte Sechser Neil Penner später über den Kreativgeist. Nach dem dritten Treffer war die Spannung ein wenig raus. Die Geinsheimer konnten die TuS ab da kaum noch stressen.

„Am Donnerstag hatten wir schon mehr als 50 Prozent für den Aufstieg getan – obwohl es ja nur die Hälfte war“, formulierte Kammerer hernach. „Heute war die erste Halbzeit sehr, sehr gut von uns. Spätestens beim 3:0 war die Luft raus beim Gegner.“ Philip Spieckermann – in der neuen Runde alleinverantwortlicher TuS-Coach – verriet, er habe seinen Jungs vor dem Hinspiel in der Kabine gesagt: „Wir haben einen einzigen Vorteil – dass die Geinsheimer uns nicht kennen und nicht wissen, was wir an Qualität haben. Aus dem Vorteil ist nach dem Hinspiel kein Nachteil geworden – denn jetzt wussten sie, dass wir besser sind. Individuell waren wir in allen Belangen, fast auf jeder Position, besser besetzt.“

Nachdem die TuS-Youngster vor Freude wild im Kreis getanzt waren, schmunzelte Kapitän Robin Lampert: „Aufzusteigen ist super. Das hätten wir nicht gedacht vor der Saison. Natürlich haben wir uns in der Winterpause gesagt, dass wir den zweiten Platz bis zum Ende verteidigen möchten – das haben wir sehr gut durchgezogen. Überragend, wie wir es jetzt gezogen haben.“ Lampert wörtlich: „Wir haben an die erste Halbzeit von Geinsheim angeknüpft, viel Mentalität gezeigt.“ Einen besseren Abschied von der TuS hätten er und sein Vater und Trainer Stephan Lampert sich gar nicht wünschen können, schwärmte der 1,93 Meter große und 85 Kilo schwere Führungsspieler.

„Das ist jetzt das große Finale gewesen und wir haben es glaube ich verdient gezogen. Ich bin einfach nur glücklich, dass meine Jungs, die ich fast alle schon bei den A-Junioren betreut und zu Herren-Spielern aufgebaut habe, sich belohnt haben. Am Ende muss ich auch sagen, dass meine Arbeit nach fünf Jahren als Trainer In Marienborn zum richtigen Zeitpunkt zu Ende geht.“ Der 52-Jährige verlässt die TuS bekanntlich in Richtung Kastel 06 (Kreisoberliga Wiesbaden), wo er Großes vor hat. Stand jetzt folgen ihm mindestens acht Kicker von der Kirschhecke.