Muhamadou Krubally vom TuS Lörrach-Stetten ist im Kopfballduell gegen Tim Vögtlin (TuS Kleines Wiesental) ebenso obenauf wie sein Club, der mit 2:0 an die Spitze stürmte. | Foto: Gerd Gründl
Muhamadou Krubally vom TuS Lörrach-Stetten ist im Kopfballduell gegen Tim Vögtlin (TuS Kleines Wiesental) ebenso obenauf wie sein Club, der mit 2:0 an die Spitze stürmte. | Foto: Gerd Gründl

TuS Lörrach-Stetten behält weiße Weste und Tabellenführung

Der TuS Lörrach-Stetten hat seine Tabellenführung in der Kreisliga A West verteidigt. Der Primus bewahrte mit dem 2:0 gegen den TuS Kleines Wiesental die weiße Weste und fuhr den vierten Sieg im vierten Spiel ein. Zu den Verfolgern zählen die Aufsteiger SV Karsau (3:2 gegen die Landesliga-Reserve des FSV Rheinfelden) und Spvgg. Bamlach-Rheinweiler (3:1 beim SV Todtnau).

„Wiesental war der erwartet schwere Gegner, gegen den wir in den Vorjahren oft den Kürzeren gezogen haben“, sagte Sascha Müller, der Trainer des TuS Lörrach-Stetten. „Umso mehr freut uns dieser Sieg.“ Spielanteile und Ballbesitz hätten für seine Elf gesprochen. „Wir haben unsere Chancen konsequent genutzt und uns in der Defensive keine gravierenden Fehler erlaubt“, so Müller. Dies hätte den Ausschlag gegeben: „Denn wenn ein Anschlusstor gefallen wäre, hätte es noch knifflig werden können.“

Fotogalerie: TuS Lörrach-Stetten besiegt den TuS Kleines Wiesental

Gästetrainer Joachim Boos erwies sich als fairer Verlierer: „Der Sieg ging in Ordnung. Stetten hat ein ganz starkes Umschaltspiel gezeigt, und wir haben die beiden Tore nicht verteidigen können. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel etwas ausgeglichener gestalten können, ohne allerdings wirklich zwingende Aktionen zu schaffen. Wir haben zwar gekämpft und alles hineingeworfen, aber letzten Endes hat uns die Durchschlagskraft gefehlt.“ Was auch auf urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle zurückzuführen sei. Boos: „Wir werden noch etwas Zeit brauchen, bis wir alle an Bord haben. Dann wird man sehen, wohin die Reise geht.“

SV Karsau hält mit Leidenschaft dagegen

Das Verfolgerfeld hängt nach vier Spieltagen freilich noch eng zusammen: Sechs Vereine stehen punktgleich hinter Stetten, darunter die Aufsteiger SV Karsau und Spvgg. Bamlach-Rheinweiler. Dass Karsau das Derby gegen den FSV Rheinfelden II mit 3:2 für sich entschied, überraschte sogar Trainer Hanspeter Elsasser: „Mit sechs Punkten aus den Derbys gegen Herten und Rheinfelden hätte ich nie gerechnet, da uns fünf, sechs Stammspieler – Leistungsträger wie Pascal Trapp, Hannes Wolf oder Pascal Zumkeller – gefehlt haben.“

Leidenschaft und Vollgas habe seine Elf gegen überlegene Gäste in die Waagschale geworfen. „Man hat schon gemerkt, dass Rheinfelden eine eingespielte Mannschaft hat“, so Elsasser. „Dazu einen qualitativ starken Spieler wie Anton Weis, der die Fäden gezogen hat.“ Und der die Führung für den FSV erzielte. Karsau hatte kurz vor der Pause die Chance zum 1:1 durch einen an Nico Brugger verschuldeten Foulelfmeter, aber Christian Wendt scheiterte an Gästetorwart Julian Häusel (45.).

In der Pause forderte Elsasser einen mutigeren, offensiveren Auftritt; seine Mannschaft kam dem nach und stellte die Partie innerhalb einer Viertelstunde auf 3:1. Allerdings antworteten die Gäste rasch mit dem 2:3-Anschlusstor und bedrängten in der Folge das Gehäuse der Einheimischen, aber letztlich rettete Karsau die drei Punkte ins Ziel.

Spvgg. Bamlach-Rheinweiler überzeugt auch defensiv

Die Spvgg. Bamlach-Rheinweiler erwischte beim Gastspiel in Todtnau einen Blitzstart und ging bereits in der zweiten Minute durch Istvan Nagy in Führung. „Leider waren wir danach unkonzentriert und haben zu schnell den Ausgleich bekommen“, bedauerte Trainer Gabriel Iordan. Gerade in der Folgeminute egalisierte Tim Böhler für Todtnau. „Danach waren wir aber die klar bessere Mannschaft“, fand Iordan. Kurz vor der Pause ging der Aufsteiger erneut in Führung.

Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichener, da Todtnau besser ins Spiel fand. Dennoch hatten die Gäste zwei Großchancen durch Nagy. Erst kurz vor Schluss sorgte Dumitru-Florin Stefan mit dem 3:1 für die Entscheidung. „Ein verdienter Sieg“, resümierte Iordan und lobte auch die gute Defensivleistung des gesamten Mannschaftsverbunds.

Aufrufe: 012.9.2022, 19:17 Uhr
Jürg Schmidt (BZ)Autor