
Dieses Unentschieden fühlt sich für den TuS Holzkirchen gar nicht gut an. Durch die überraschende 1:3-Pleite des Tabellenzweiten Aschheim hätte der TuS den Rückstand auf die Aufstiegsrelegationsplätze in der Bezirksliga Ost deutlich verkürzen können. „Es ist sehr bitter“, sagt Holzkirchens Coach Orhan Akkurt nach dem 2:2-Remis gegen Dorfen. „Wir brauchen dringend mehr Effektivität vor dem gegnerischen Tor.“
Zwei Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf Aschheim sechs Zähler. „Wenn wir dieses Spiel gewonnen hätten, hätten wir Aschheim ins Grübeln gebracht“, versichert der TuS-Coach. „Wir hätten sie richtig geärgert.“ Doch daraus wurde nach 90 umkämpften Minuten an der Haidstraße nichts.
Gegen den TSV Dorfen mussten die Holzkirchner auf zahlreiche Akteure verzichten. So fehlten Lukas Krepek, Michael Schlicher (beide beruflich) und Tim Feldbrach (aus privaten Gründen). Obendrein müssen die Grün-Weißen auf die verletzten Maximilian Avril, Maximilian Freundl und Anton Deibele verzichten. Dafür rückte Bastian Eckl in die Innenverteidigung und Vincent Erlacher kam nach seiner schweren Verletzung zu seinem Startelf-Comeback.
Trotz der zahlreichen Umstellungen war den Holzkirchnern von Beginn an klar anzumerken, dass sie nach dem Derbysieg gegen Miesbach unter der Woche unbedingt nachlegen wollten. „Ich denke, dass wir ganz gut ins Spiel reingekommen sind.“ Nach einer Viertelstunde hätten die TuS-Kicker bereits in Führung gehen können. Doch Stefan Hofinger scheiterte mit seinem Alleingang am Dorfener Keeper. So dauerte es bis zur 37. Minute, ehe die Grün-Weißen erstmals jubeln durften. Es gab Handelfmeter für den TuS, und Gilbert Diep verwandelte anschließend zur verdienten 1:0-Führung.
Doch Dorfen schlug postwendend zurück. Nach einem Holzkirchner Ballverlust drang Gerhard Thalmaier von rechts in den Strafraum ein und jagte den Ball Sekundenbruchteile später ins Kreuzeck. „Ein echtes Traumtor“, muss Akkurt einräumen. Dadurch ließen sich seine Schützlinge allerdings nicht beirren: Nach dem Seitenwechsel erhöhten die TuS-Kicker das Tempo merklich. Die Belohnung: Nach knapp einer Stunde traf Elias Schnier zum verdienten 2:1 für den TuS. Der Youngster setzte sich fulminant durch, tankte sich in den Strafraum und zirkelte den Ball rechts oben ins Eck.
Doch diese knappe Führung reichte den Holzkirchnern nicht. „Ich dachte eigentlich, dass unser 2:1 die Erlösung ist“, betont der TuS-Coach. „Aber wir haben einfach nicht den Deckel draufgemacht.“ Und das trotz größter Gelegenheiten. Viermal tauchten die Holzkirchner mutterseelenallein vor dem Dorfener Kasten auf – ohne Erfolg.
So kam es, wie es kommen musste: Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende erzielte Dorfens Michael Friemer noch den 2:2-Ausgleich und sorgte damit für lange Gesichter im Holzkirchner Lager.