
Der TuS Holzkirchen macht es dem neuen Bezirksliga-Spitzenreiter SV Dornach lange schwer, unterliegt aber dennoch mit 0:3.
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Ost hat der TuS Holzkirchen einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Durch drei Gegentore in der Schlussphase mussten sich die Grün-Weißen dem neuen Spitzenreiter SV Dornach mit 0:3 geschlagen geben. Ein Resultat, das zu hoch ausgefallen sein dürfte. „Ich finde, dass wir bis zum 0:1 ein gutes Spiel gemacht haben“, sagt Holzkirchens Co-Trainer Andreas Mathäus, der den gesperrten Sven Teichmann vertrat. „Wir müssen jetzt den Mund abwischen, gut trainieren, denn wir haben alles noch in der eigenen Hand. Das ist das Gute.“ Der Vorsprung auf die Relegationsplätze beträgt weiterhin drei Punkte.
Dabei mussten die Grün-Weißen – wie erwartet – auf Andreas Bauer verzichten. Der Außenbahnspieler saß aber wie Alpay Özgül (Knöchelprobleme) auf der Bank. Drilon Shukaj fehlte weiterhin erkrankt. Dafür kehrte Stefan Hofinger nach seinem Urlaub in die Startelf zurück, Emil Albrecht und Tim Feldbrach begannen im Sturm.
Zu Beginn zeigten sich die TuS-Kicker gut organisiert und ließen gegen die aufstiegsambitionierten Dornacher kaum etwas zu. Bei den wenigen Torschüssen war stets Maximilian Riedmüller zur Stelle. Holzkirchen versuchte dagegen, immer wieder gefährliche Nadelstiche nach vorne zu setzen. Kurz vor der Pause wäre sogar eine Führung nicht unverdient gewesen. Denn nach einer Doppelchance konnten die Gäste von Glück reden, dass es nicht 1:0 für die Holzkirchner stand. Doch Albrecht traf nur den Pfosten. Das sah auch Teichmann auf der Tribüne so: „Ich denke, dass unser Plan in der ersten Halbzeit aufgegangen ist. In der zweiten Halbzeit waren wir zu Beginn etwas zu passiv.“
Nach der verpassten Pausenführung gerieten die Holzkirchner nach dem Seitenwechsel zunächst mächtig unter Druck. Zunächst kreierte der eingewechselte Felix Partenfelder über rechts eine Großchance, wenig später setzte er sich gegen den überforderten Julian Dolenga durch, zog nach innen und zirkelte das Leder nur knapp am langen Pfosten vorbei. „Das waren ein paar wilde Minuten, die wir aber überstanden haben“, gesteht Mathäus.
Genauer gesagt war es eine Viertelstunde. Dann ergriff Holzkirchens Christopher Korkor das Zepter. Mit einem starken Antritt schaltete er sich nach vorne ein, spielte in den Lauf von Tim Feldbrach, der legte quer, aber Maximilian Freundl schaffte es nicht, aus kurzer Distanz einzuschieben. „Wenn da das 1:0 fällt, läuft es vielleicht anders“, glaubt Mathäus.
Doch es folgte der späte Nackenschlag. Der bärenstarke Partenfelder zirkelte etwas mehr als eine Viertelstunde vor dem Ende einen Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:0 für Dornach ins Netz – ein Traumtor. „Danach haben wir die Köpfe ein wenig hängen lassen“, meint Mathäus. Wenige Minuten später lenkte Julian Dolenga nach einer Riedmüller-Parade den Ball unglücklich zum 0:2 ins Netz, ehe Lennard Schwarzmann mit dem 3:0 endgültig alles klarmachte.
Markus Eham