Auf der Bank frieren müssen die Fußballer des TuS Holzkirchen am Wochenende nicht mehr. Der BFV hat den letzten Spieltag des Jahres abgesagt.
Auf der Bank frieren müssen die Fußballer des TuS Holzkirchen am Wochenende nicht mehr. Der BFV hat den letzten Spieltag des Jahres abgesagt. – Foto: Max Kalup

TuS Holzkirchen gegen Eggenfelden: Neuansetzung nach Aussprache

Spiel des TuS Holzkirchen gegen Eggenfelden wird nachgeholt - das gegen Töging nicht

Die Partie des TuS Holzkirchen gegen den SSV Eggenfelden wird neu angesetzt. Das hat das Sportgericht des BFV entschieden. Das Spiel gegen Töging muss der TuS dagegen nicht bestreiten.

Holzkirchen – Drei Punkte am grünen Tisch, drei Zähler auf dem Platz? Zumindest über erstere kann sich der TuS Holzkirchen in der Landesliga „freuen“. Das Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) hat entschieden, dass die ausgefallene Partie gegen den FC Töging für die Holzkirchner gewertet wird. Die Partie gegen Eggenfelden wird dagegen nachgeholt.

Bei Holzkirchens Sportlichem Leiter Markus Müller war die Wut vor allem rund um die Corona-Absage gegen Eggenfelden groß gewesen, weil der Gegner einer kurzfristigen Verschiebung zunächst nicht zugestimmt hatte (wir berichteten). Mittlerweile sind die Wogen geglättet. „Wir haben uns mit Eggenfelden ausgesprochen. Sie haben in ihrer Stellungnahme auch befürwortet, dass das Spiel verlegt wird“, erklärt Müller auf Nachfrage. So ist es nun auch gekommen. „Es konnte ein Schreiben des zuständigen Gesundheitsamts vorgelegt werden, in dem Holzkirchen ausdrücklich empfohlen worden ist, die Partie in Eggenfelden nicht auszutragen. Für uns war immer klar, Spielverlegungen aufgrund von nachgewiesenen Covid-Infektionen zu gestatten, wenn es von behördlicher Seite entsprechende Empfehlungsschreiben gibt. In diesem Fall war es so, dass das Spiel daraufhin neu angesetzt worden ist und keine Wertung durch das Sportgericht vorgenommen wurde“, lässt Grit Labahn, Hauptabteilungsleiterin Gesellschaft und Recht des BFV, wissen.

Anders gestaltet sich die Lage beim Duell mit Töging, das vergangene Woche bereits zum zweiten Mal abgesagt worden war. „Töging hat die Fälle anscheinend nicht richtig nachweisen können“, berichtet Müller. Auch ein Schreiben vonseiten des zuständigen Gesundheitsamtes habe es offenbar nicht gegeben. Wenngleich Holzkirchens Sportlicher Leiter aus der Ferne keine Bewertung vornehmen möchte. Dass der TuS die drei Punkte nun per Verbandsentscheid zugesprochen bekommt, sei in der aktuellen Situation unglücklich. „Aber darauf haben wir keinen Einfluss“, betont Müller.

Müller will Personalfragen frühzeitig klären

Markus Müller, Sportlicher Leiter des TuS Holzkirchen, sieht die Fußballvereine in der aktuellen Corona-Hochphase vom BFV im Stich gelassen.
Markus Müller, Sportlicher Leiter des TuS Holzkirchen, sieht die Fußballvereine in der aktuellen Corona-Hochphase vom BFV im Stich gelassen. – Foto: THOMAS PLETTENBERG

Ab sofort befindet sich der TuS in der Winterpause, der BFV hat gestern den verbleibenden Spieltag abgesagt (siehe Kasten). Damit findet das letzte Spiel des Jahres beim TV Aiglsbach nicht mehr statt. Für Müller, der sich schon vor Wochen für eine vorzeitige Winterpause ausgesprochen hat, die richtige Entscheidung. „Das war generell ein Wahnsinn“, wiederholt er mit Blick auf die vergangenen Wochen. Zudem wird durch den Abbruch eine weitere Verschiebung des Tabellenbilds verhindert. Denn aufgrund des Sportverbots ab einer Inzidenz von 1000 wäre am Wochenende ein Teil der Landesliga-Partien so oder so ausgefallen. Müller ist dennoch optimistisch, dass die Saison im neuen Jahr sportlich zu einem Ende gebracht werden kann. „Wir sind bisher sehr gut durchgekommen“, meint er.

Gestern trainierten die Holzkirchner noch einmal, ob das Freitagstraining stattfindet, konnte Müller nicht abschließend sagen. Als Nächstes bespricht Trainer Joe Albersinger mit der Mannschaft das Vorgehen bis zur Winterpause, dann geht es beim TuS konkret um Personalien. Um gut gerüstet in die Rückrunde zu gehen, möchte Müller offene Fragen möglichst noch vor Weihnachten klären. Die drängendste dürfte der Trainer sein, Albersingers Vertrag läuft bis Saisonende. „Es war von Beginn an längerfristig angedacht“, erklärt Müller und betont, wie zufrieden er mit Albersingers Arbeit und der Entwicklung der Mannschaft ist.

Aufrufe: 025.11.2021, 06:39 Uhr
Sebastian SchuchAutor

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