
Vierzehn Tore und gerade mal drei Gegentreffer: TuS Haren befindet sich aktuell in Hochform und stemmt sich regelrecht aus dem Tabellenkeller der Emslandliga. Mit dem jüngsten 7:0-Erfolg gegen den SV Lengerich-Handrup katapultieren sie sich auf Platz elf – und das mit breiter Brust.
Noch vor einer Monat sah die Lage ganz anders aus. Doch die Mannschaft hat eindeutig den Dreh raus. Vor drei Wochen schlug man den Bezirksliga-Absteiger, den SV Bawinkel mit 3:0, vorherige Woche gab es einen knappen 4:3-Sieg gegen den SV Teglingen, gestern dann ein wahres Torfestival. Trainerduo Ragne da Paixao und Tim Held hat die Truppe offensichtlich richtig eingestellt.
Schon zur Pause stand es 2:0 für die Harener. Martin Raming-Freesen eröffnete den Torreigen schon in der zweiten Minute und setzte damit direkt ein Ausrufezeichen. Nur wenige Minuten später legte Maik Fischer mit einem sehenswerten Weitschuss nach. Der SV Lengerich-Handrup wirkte von Anfang an überfordert und kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus.


Kurios: Obwohl Hoogenberg, der frische Wind von der Bank, einen Elfmeter vergab, war die Dominanz der Gastgeber unübersehbar. Es passte einfach alles zusammen – die Defensive stand sicher, das Mittelfeld arbeitete engagiert, und der Sturm glänzte mit Präzision und Tempo.
Besonders hervorstechend ist die defensive Stabilität. Lange Zeit war das eine Schwachstelle bei TuS Haren, doch es läuft im Moment richtig gut. Dank des routinierten Torwarts Bernd Christmann steht eine verlässliche Mauer hinten drin. Der 43-Jährige, der eigentlich seine Karriere beim SV Surwold bereits beendet hatte, sprang kurzfristig ein, als das Team dringend einen sicheren Rückhalt brauchte. Er strahlt viel Sicherheit aus und gibt der Mannschaft neuen Mut.
Im Angriff sorgen vor allem Markus Raming-Freesen und Mirko Husmann mit ihrer Oberliga-Erfahrung für Torgefahr. Zusammen bilden sie das gefährliche Sturmpaar, flankiert von jungen Talenten wie Lukas Hagen und Noah Hoogenberg, die immer wieder frische Impulse setzen.
Mit neun Punkten aus nur drei Spielen hat TuS Haren eindrucksvoll bewiesen, dass sie mehr können als manch Skeptiker ihnen zutraute. Aus dem Abstiegskampf sind sie so schnell raus, wie sie hineinrutschten. Die Mannschaft wirkt hungrig, die Stimmung im Team ist bestens, und das Selbstvertrauen sprüht nur so.
