RWL-Trainer Martin Rost (links) musste mit seiner Mannschaft eine empfindliche 1:4-Niederlage in Hagen schlucken. Dadurch fiel sein Team in der Tabelle auf Rang drei zurück. Foto: sta
RWL-Trainer Martin Rost (links) musste mit seiner Mannschaft eine empfindliche 1:4-Niederlage in Hagen schlucken. Dadurch fiel sein Team in der Tabelle auf Rang drei zurück. Foto: sta

Lüdenscheid verliert Spitzenspiel

1:4-Niederlage gegen Hagen 11 - Hennen mit toller Moral

SSV Kalthof - Geisecker SV 3:0
„Es war heute wieder der Klassiker: Du kommst nach Kalthof, verlierst und fährst mit null Punkten nach Hause“, meinte ein sichtlich genervter Geisecker Trainer Thomas Wotzlawski. In der ersten Halbzeit spielten nur die Gastgeber, während Geisecke den Großteil der Zweikämpfe verlor und sich viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung erlaubte. Geiseckes Keeper Florian Diedrich parierte erst einen Drehschuss von Öztürk stark, beim Kopfball von Merz nach der anschließenden Ecke war der Torwart ebenfalls auf dem Posten (13., 14.). Vier Minuten später foulte Geisecke-Akteur Dustin Schütte Gasparo D’Amico im Strafraum und Sebastian Hegemann verwandelte den Elfmeter mithilfe des Innenpfostens zum 1:0 für Kalthof (19.). Nachdem Orhan Öztürk mit einem Lattenschuss (24.), Timo Bormann mit einem Kopfball (25.) und Bilal Lamghizarti mit einem Schuss ans Außennetz (28.) das längst überfällige 2:0 verpassten, köpfte Marius Kaminski dieses in der 32. Minute.

Und die Gäste-Offensive? Die fand erst in der 53.Minute statt, doch SSV-Keeper Mike Lenzen konnte den Querpass von Patrick Filla auf den einschussbereiten Janis Kassel klären.Die beste Chance zum Anschluss gab es eine Viertelstunde vor Schluss: Filla legte für Kassel auf und dessen Schuss fälschte Alexander Peters im Fünfmeterraum ab, jedoch auch neben das SSV-Gehäuse (74.). Alper Serter traf in der 87. Minute mit einem Konter zum verdienten 3:0-Endstand.




SpVg Hagen 11 - Rot-Weiss Lüdenscheid 4:1
Das Spitzenspiel des 12. Spieltags entschieden die Elfer für sich. Bereits nach sechs Minuten erzielten die Emster das erste Tor. Nach einem Freistoß in den Gästestrafraum war Stefan Ropiak zur Stelle, aber sein Treffer wurde nicht anerkannt. Schiedsrichter Langemann (Kreuztal) hatte ein vorausgegangenes Handspiel Ropiaks richtig erkannt. Jubeln durften die Hausherren dann aber schon zwei Minuten später. Tim Bodenröder schloss nach einem Sololauf über die rechte Seite ab. Sein Schuss trudelte, von Gästetorhüter Jonas Brackmann nicht richtig abgewehrt, Richtung Torlinie und konnte von einem Gästeverteidiger erst hinter der Linie geklärt werden. Wie schon vor dem Gegentreffer hatten die Lüdenscheider auch nach dem Tor mehr Spielanteile, brachten aber in der Offensive nur wenig Gefährliches zustande. Dagegen war das Spiel der Hausherren wesentlich effektiver, denn diese kamen mit ihrer dritten Chance zum zweiten Treffer. Yalcin Erkaya steckte im Strafraum auf Stefan Schwan durch, der aus acht Metern zum 2:0 einschoss.

In der zweiten Halbzeit bot sich das gleiche Bild wie in Hälfte eins. Lüdenscheid machte das Spiel, aber die Abwehr der Gastgeber, allen voran der bärenstarke Onur Cenik, stand sicher und ließ nichts zu. Bis zur 71. Minute, dann nutzte Lüdenscheids Marcel Schönrath eine Unaufmerksamkeit der Elfer-Deckung, traf aber nur die Latte. Den Abpraller schoss RWL-Stürmer Raphael Schwarzer an den Pfosten. Von dort sprang der Ball an den Körper des Elfers Tim Schattling, der den Ball unglücklich zum 1:2 über die eigene Torlinie lenkte. Das Spiel stand nun auf der Kippe, doch dann erlöste Fabio Hengesbach seine Farben. Im Anschluss an einen Eckstoß schob er, am langen Pfosten stehend, zum dritten Treffer der Elfer ein. „Das Tor zum 3:1 war in diesem Spiel der Dosenöffner. Das hat man auch an der Körpersprache der Lüdenscheider gemerkt“, resümierte Hagen-Trainer Stefan Mroß. Glück hatte sein Team, dass ein Freistoß der Gäste vom Lattenkreuz des Hagener Gehäuses ins Feld zurücksprang (86.). In der vierten Minute der Nachspielzeit machte dann Tim Capeller alles klar für den souveränen Tabellenführer.




SC 1912 Hennen - ASSV Letmathe 5:3
Die „Zebras“ wurden früh kalt erwischt, als Marc Schwab einen Rückpass von Melvin Faust für Letmathe einschoss (6.). Es entwickelte sich eine aus Hennener Sicht ganz schwache erste Halbzeit. In der 36. Minute hätten die Gastgeber aber ins Spiel finden können, denn als Benjamin Hederich für Salvatore Militano durchsteckte, wurde dieser im Strafraum gelegt. Der Gefoulte trat selber an, doch Torwart Cornelius Möller hatte keine Mühe den Elfmeter zu halten.Dass es dennoch zur Pause zu einem Remis kam, hatte der SC Faouzi Mokhtari zu verdanken, der im Anschluss an eine Ecke aus dem Gewühl heraus zum 1:1 traf (45.).

Auch nach dem Wechsel sprach zunächst wenig für Hennen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld ließ Schwab David Grochla keine Chance, 2:1(49) für den ASSV. Berdan Gürbüz hätte in der Folge erhöhen müssen, verpasste es aber. Dies besorgte dann Nils Berg mit einem Eigentor, als er eine scharfe Hereingabe beim Klärungsversuch in den Winkel drosch, 1:3 (54.). Hoffnung keimte bei den Hausherren 20 Minuten vor Schluss auf. Nach einer Ecke schlenzte Claudio Ferreira den Ball in den Winkel (70.) und „küsste“ seine Elf wach. Und als dann erneut Ferreira per Freistoß aus 18 Metern in den Winkel zum 3:3 (75.) einnetzte, glaubten die Hennener wieder an den Sieg. Erst recht, als Militano eine Flanke von Kai Hintzke aus fünf Metern zum 4:3 einköpfte. In der Nachspielzeit traf Militano nach Vorlage von Dennis Klejnot sogar noch zum 5:3-Endstand.,, So kurios es klingen mag, unsere Offensive hat das Spiel verloren. Wir lassen einfach zu viel liegen. Spätestens nach dem zweiten Gegentreffer setzt bei uns das Kopfkino ein", so ASSV-Coach Andre Hoßdorf.




SV Deilinghofen-Sundwig - TuS Grünenbaum 4:0
Ein spannendes Spiel mit offenem Schlagabtausch sahen die Zuschauer am Ernst-Löwen Sportplatz. Aliriza Dervisoski brachte seine Mannen bereits nach vier Minuten in Führung. Marcel Funari und Marcel Potthoff hätten erhöhen müssen, vergaben jedoch beste Chancen. In der Folge kam Grünenbaum zwar immer besser ins Spiel, vergab aber beste Chance zum Ausgleich. Selbst einen Elfmeter in Person von Tom Eicker btachten die Gäste nicht im SV-Tor unter (60.). Das sollte sich schließlich rächen. Denn die Gastgeber berappelten sich wieder und markierten postwendend durch Potthoff auf 2:0 (61.) In der Schlussphase machte Dellinghofen-Sundwig endgültig den Deckel drauf. Deviroski machte mit seinem zweiten Treffer nach Pass von Potthoff alles klar. ,,Wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben", zeigte sich SVDS-Coach Andrea Mazzeo totz des Sieges mit der Leistung seiner Mannschaft alles andere als einverstanden.

Aufrufe: 030.10.2018, 17:30 Uhr
Tim SchmidtAutor

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