2026-01-14T07:55:46.445Z

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Spannende Hinrunde des TuS Grevenbroich.
Spannende Hinrunde des TuS Grevenbroich. – Foto: Norbert Jurczyk

TuS Grevenbroich: Eine tolle Aufholjagd hingelegt – ganz ohne Trainer

TuS Grevenbroich: Bis Anfang November sah es düster aus, aber dann kletterte der TuS mit vier Siegen in Serie zum Abschluss der Hinrunde noch fünf Plätze nach oben.

Platz elf und 17 Punkte mit fünf Siegen – das spiegelt zur Winterpause fast die Hälfte des Vorjahresergebnis wider. Da landete der TuS Grevenbroich in der Kreisliga A mit zehn Siegen und 35 Zählern auf Rang zwölf. Diesmal hofft Abteilungsleiter Friedel Geuenich auf einen einstelligen Platz am Saisonende.

Saisonverlauf Die Saison der Grevenbroicher verlief zweigeteilt: Der Start lief nicht besonders gut. Fünf Punkte und nur ein Sieg bedeuteten nach elf Spieltagen Rang 15, also einen Abstiegsplatz. Dann startete der TuS jedoch eine Erfolgsserie: Vier Siege in Folge holte sich die Mannschaft, die sich seither selbst trainiert und aufstellt. Trainer Stephan Jager hatte den Verein zu dem Zeitpunkt schon verlassen, in der Hoffnung, der Mannschaft damit einen neuen Impuls zu geben. Ein Plan, der offensichtlich aufging. „Da haben sich neue Energien entwickelt, die ich gar nicht unbedingt damit in Zusammenhang bringen will“, sagt Friedel Geuenich dazu. „Die Mannschaft nimmt sich viel mehr selber in die Pflicht, plötzlich ist die Trainingsbeteiligung wieder höher und es läuft gut.“

Das lief gut „Auf den letzten Spielen können und wollen wir aufbauen“, sagt der Abteilungsleiter. „Da hat vieles sehr gut geklappt.“ Und auch, wenn die Ergebnissevorher nicht gestimmt haben, war nicht alles schlecht: „Die Mannschaft hat auch vorher überzeugt, insbesondere mit Kampfgeist und Geschlossenheit“, sagt er. „Manchmal hat das Glück gefehlt und irgendwann auch das Selbstbewusstsein – das nehmen wir von den vier Siegen aber mit in die Rückrunde und wollen daraus eine höhere Konstanz entwickeln.“

Das lief schlecht Zwei Aspekte werden in der Vorbereitung für die Rückrunde im Fokus stehen: Abschluss und Abwehr. „Vorne wollen wir effektiver werden und mehr Biss zeigen“, so Friedel Geuenich. 24 Tore erzielte der TuS bisher, nur Delhoven und Schlusslicht Zons gelangen weniger Treffer. Dagegen stehen 41 Gegentore, was für die Mannschaften aus dem unteren Drittel der Topwert ist. Trotzdem ist Geuenich auch damit nicht zufrieden: „Es sind zu viele – und besonders zu frühe Gegentore“, kritisiert er. „Wir müssen da von Beginn an konzentrierter sein, um frühe Rückstände zu vermeiden und die Spiele offener gestalten zu können.“

Zum Personal Personelle Sorgen hat der TuS Grevenbroich nicht. Abgänge gibt es keine, auch hohe Verletzungszahlen blieben aus. Zwei Neuzugänge aus Gnadental sind geplant, die Spielberechtigungen stehen allerdings noch aus. Einen neuen Cheftrainer gibt es erstmal nicht. „Eine finale Aussage, wie lange wir so weiterspielen, kann ich noch nicht treffen“, sagt Geuenich. „Aber erstmal spielen wir so weiter wie bisher.“ Das bedeutet, dass die vier erfahrenen Spieler Jan-Niklas Eschweiler, Kapitän Lars Faßbender, Miguel Pinho Ferreira und Daniel Una Dominguez das Training leiten und die Mannschaft aufstellen.

Ausblick Mit den Spielen bei der Kreishallenmeisterschaft startet am Donnerstag offiziell die Vorbereitung für die Grevenbroicher. Danach geht es raus auf den Platz, vier Testspiele sind schon angesetzt. In der Rückrunde soll es da weitergehen, wo die Hinrunde aufgehört hat: mit Siegen und Punkten. „Wir wollen schnell die nötigen Punkte einsammeln, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben“, formuliert Friedel Geuenich das Ziel. Es soll sogar ein bisschen höher in der Tabelle gehen, als im Vorjahr und aktuell: „Platz sieben bis neun soll es am Ende werden, aber der sichere Klassenerhalt hat oberste Priorität.“

Aufrufe: 014.1.2026, 14:00 Uhr
RP / Sophie RhineAutor