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TuS Gerresheim beendet Negativserie

Bezirksliga, Gruppe 4: Nach vier Pleiten in Folge gewinnt der Fußball-Bezirksligist beim MSV Düsseldorf.

von Marcus Giesenfeld · 17.09.2024, 15:00 Uhr · 0 Leser
Der TuS Gerresheim feierte einen wichtigen Sieg.
Der TuS Gerresheim feierte einen wichtigen Sieg. – Foto: Dennis Kemmerling

Das in der Gäste-Kabine auf der geschossene Siegerfoto sprach Bände. Nach dem verdienten 4:1-Erfolg über den MSV Düsseldorf drückten die Gesichter von Spielern und Verantwortlichen des TuS Gerresheim Erleichterung und Genugtuung aus.

Wichtiges Erfolgserlebnis

Nach einer Auftaktserie mit vier Niederlagen am Stück, darunter ein ernüchterndes 2:7 auf eigenem Platz gegen den SC Germania Reusrath, hatte die Sportliche Leitung um Ralf Schüler und Michele Stupnanek das Team vor der Partie gegen den Landesliga-Absteiger in die Pflicht genommen. Und die Mannen um Kapitän Kristijan Stefanovski lieferten ab. „Ich habe heute eine komplett veränderte Mannschaft gesehen. Jetzt haben die Jungs hoffentlich verinnerlicht, was man mit dem richtigen Engagement erreichen kann“, sagte Stupnanek nach dem Spiel.

Auf dem Kunstrasenplatz an der Heidelberger Straße ging der Kapitän des TuS vorbildlich voran. Der diesmal auf dem Flügel eingesetzte Stefanovski, normalerweise in der Defensive für das Toreverhindern zuständig, nutzte die Freiräume, die die nur halbherzig verteidigenden Gastgeber gewährten, aus und traf gleich dreimal. „Das war eine bodenlose Leistung. Wir sind gar nicht in die Zweikämpfe gegangen“, kritisierte MSV-Coach Mo Rifi seine durchaus namhaft besetzte Elf. Während in Eller nach der zweiten Pleite in Folge Gesprächsbedarf besteht, dürften die Spekulationen um TuS-Trainer Harald Becker nun erst einmal verstummt sein.

Eller muss einige Ausfälle verkraften

Auch für den zweiten Bezirksliga-Klub aus Eller verlief der fünfte Spieltag bescheiden. Die TSV Eller 04, eine Woche zuvor noch triumphaler 5:1-Sieger über den Aufsteiger DSC 99, kam bei der weiterhin ungeschlagenen SG Benrath-Hassels gleich mit 0:5 unter die Räder. Für den Vizemeister aus der vergangenen Saison war das bereits die dritte Niederlage in der noch jungen Spielzeit. Allerdings hatte TSV-Coach Kerim Kara nach dem Schlusspfiff in Hassels auch eine Erklärung parat, warum die Spielzeit aktuell einer Achterbahnfahrt gleicht. „Es soll keine Ausrede sein. Aber Fakt ist, dass wir auf acht Akteure verzichten mussten. Und das ist dann gegen einen starken Gegner wie Benrath-Hassels kaum zu kompensieren“, führte der 39-Jährige aus.

Mit Fabrizio Leone, Tim Kasparek (beide Urlaub) sowie Fabian Stutz (Corona) fehlten alle drei Spielführer. Auch Stürmer Nico Stracke (Hochzeit) und Abwehrspieler Sascha Bechert (verletzt) wurden schmerzlich vermisst. Es passte ins Bild, dass sich während der Partie auch noch Torhüter Hiroyuki Horii im Gesicht verletzte. Zwar biss sich der ehrgeizige Japaner bis zum Schluss durch. Doch im Nachgang bereute Kerim Kara die Entscheidung, den 22-Jährigen nicht vom Feld genommen zu haben. „Die Verletzung hat ihn schon beeinträchtigt. Hiro hat nicht die Sicherheit ausgestrahlt wie sonst“, so der Eller-Coach.

Ob Horii am kommenden Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen den noch verlustpunktfreien Spitzenreiter TSV Solingen wieder zwischen den Pfosten stehen kann, bleibt abzuwarten. Für ihn könnten Burak Köktürk oder Julian Gaszak ins Tor gehen. Ansonsten sieht Kerim Kara vorerst keine Besserung, was die personelle Situation angeht. „Wir müssen uns jetzt irgendwie durchkämpfen. Erst im Oktober werden wir dann hoffentlich alle wieder beisammen haben“, sagt der Coach der Elleraner.