
Die Saison ist gefühlt gerade beendet, da starten die Bayernliga-Fußballer des TuS Geretsried bereits in die Vorbereitung für die nächste Spielzeit. 19 Spieler versammelte der neue Cheftrainer Martin Grelics am Montag zur zweiten Trainingseinheit nach der vierwöchigen Sommerpause. „Das war ein gelungener Auftakt“, freut sich der Nachfolger des zum Regionalligisten Wacker Burghausen gewechselten Daniel Dittmann über die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Die Premiere hatte es bereits am Samstag gegeben – mit neuem Trainerstab und neuen Gesichtern im Spielerkader.
Als Co-Trainer fungieren nun Sascha Hrnjacki und Andi Brunner (Ex-Coach beim TuS und BCF Wolfratshausen), dessen Schwerpunkt das Einstudieren von Standard-Situationen „und was sonst noch so anfällt“ (Grelics) sein wird. Komplettiert wird das Team von Athletiktrainer Sebastian Jocham, der bereits vergangene Saison bei den Geretsriedern engagiert war.
Wie bei den Übungsleitern bestand auch hinsichtlich des Kaders Handlungsbedarf. Die Liste der Abgänge ist lang: Adrian Hofherr (zu Wacker Burghausen), Thomas Puscher (zurück zur SG Baiernrain/Dietramszell), Christian Wiedenhofer (zurück zum ASV Antdorf), Kaan Aygün und Lucian Schirbl (beide Ziel unbekannt); Linus Falck legt laut Trainer Grelics bis auf Weiteres eine Fußballpause ein.
Demgegenüber stehen vier Neuverpflichtungen. Von Regionalligist TSV Schwaben Augsburg kommt Außenverteidiger David Luburic (19), der auch etwas offensiver auf dem Flügel einsetzbar ist. Ein Innenverteidiger „mit gewisser Erfahrung“ ist Christoph Sibler (SpVgg Weiden, Bayernliga Nord). Wie den anderen bescheinigt Grelics dem 25-Jährigen „einen guten Charakter. Er hilft uns sportlich sofort weiter.“
Etwas mehr Zeit müsse man eventuell zwei weiteren jungen Spielern mit Top-Ausbildung zugestehen. Aus dem Nachwuchs der SpVgg Unterhaching kommt Gabriel Freimuth (19), laut Grelics „ein absoluter Potenzialspieler“. Nathan Winkler (21) absolvierte seine fußballerische Ausbildung beim VfB Stuttgart, ehe er für Eintracht Norderstedt in der Regionalliga Nord spielte. Nach einem Auslandsstudium in den USA (laut Transfermarkt.de war er dort bei den Dayton Flyers aktiv) soll der Mittelfeldspieler sein „enormes Potenzial“ bald in der Bayernliga Süd ausschöpfen.
„Das ist eine sinnvolle Kaderplanung“, meint der TuS-Coach. „Die Neuen sind eine gute Mischung zwischen top ausgebildeten Talenten und Spielern, die uns sofort weiterhelfen.“ Dennoch stellt er weitere Zugänge in Aussicht, vor allem im Defensivbereich sieht er Bedarf, weil dort durch die Abgänge die größten Lücken entstanden sind. Zudem laboriert Sebastian Rosina an einem Bänderriss im Sprunggelenk, der ihn bereits die ganze Rückrunde außer Gefecht setzte. Isni Redjepi hat Knieprobleme, ein MRT soll demnächst Klarheit verschaffen. Sorgen bereitet auch Torhüter Cedomir Radic, der wegen Beschwerden pausiert.