
Nach starken 50 Minuten brach der TuS Geretsried II Team komplett ein. Trainer Lukas Haustein spricht von einem totalen Spannungsabfall seiner Mannschaft.
Zufrieden konnte der Trainer nicht sein. „Das nervt mich schon ein bisschen“, gestand Lukas Haustein, nachdem sein TuS Geretsried II im Testspiel gegen den TSV Oberalting eine 3:0-Führung hergeschenkt hatte und sich am Ende mit einem 3:3-Remis begnügen musste. „Fünfzig Minuten war das von uns sehr, sehr guter Fußball. Da haben wir gegen den Ball nichts zugelassen und mit der Zeit auch mit dem Ball gute Szenen gehabt“, analysierte der TuS-Coach. In der 39. Minute war sein Team durch einen gelungenen Spielzug in Führung gegangen: Niko Karpouzidis timte einen langen Ball in den Lauf von Veron Fejzullahi, der mit dem zweiten Kontakt TSV-Torhüter Maximilian Kraus zum 1:0 überlupfte. „Das war sehr schön zum Anschauen“, freute sich Haustein.
Nach einem Doppelschlag gleich nach Wiederbeginn schien die Partie gelaufen zu sein. Einen Eckball von Thomas Schnaderbeck beförderte im Getümmel Marc Thiess zum 2:0 (47.) über die Linie. Nach dessen Balleroberung vollendete Fejzullahi „eine sehr schöne Stafette“ (Haustein) über Niko Karpouzidis, Thomas Schnaderbeck und Fabio Pech zum 3:0-Zwischenstand in der 48. Minute. Im Anschluss beobachtete der TuS-Trainer „einen totalen Spannungsabfall“ in bei seinem Team. „Sie haben wohl gedacht, das reicht für heute“. So kam Oberalting bereits in der 51. Minute zum 1:3-Anschlusstreffer und stellte mit zwei weiteren Treffern in der Schlussphase auf 3:3. „Vielleicht war das für ein Testspiel aber auch das richtige Signal, um zu erkennen: Wir dürfen nie nachlassen“, bemühte sich Haustein um ein positives Resümee. Am Dienstag (19.45 Uhr) kann seine Elf in einem weiteren Test zeigen, ob sie die richtigen Schlüsse gezogen hat: Da geht es gegen den SC Weßling – der erzielte in seinem letzten Testspiel ein 3:3 beim SV Münsing nach 0:3-Rückstand.