
Die Reserve des TuS Geretsried feiert mit dem Aufstieg in die Bezirksliga den größten Erfolg ihrer Geschichte. Und ein spannenderes Drehbuch hätte man für den letzten Spieltag in der Kreisliga 1 nicht schreiben können: Nach früher Führung durch ein Tor von Fabio Pech in der fünften Minute schien der Sieg des TuS Geretsried II beim FC Wildsteig/Rottenbuch nur eine Frage der Höhe zu sein. Doch es kam anders. Die Gastgeber stemmten sich mit Macht gegen die drohende Niederlage, retteten sich so mit dem knappen Rückstand in die Pause und schlugen kurz nach Wiederbeginn gnadenlos zurück. In der 51. Minute erzielte Roman Hindelang den 1:1-Ausgleich. Acht Minuten später drehte der FC die Partie: Wildsteigs Tobias Trainer ging im Zweikampf mit Geretsrieds Innenverteidiger Lucca Schier zu Boden. Schiedsrichter Johannes Pongratz entschied auf Elfmeter, den Fabian Kees glücklich verwandelte, weil TuS-Torhüter Lukas Günther den Ball fast abgewehrt hätte, zur 2:1-Führung.
Es passte zur Dramaturgie der Partie, dass ausgerechnet Christoph Klein in der 78. Minute den 2:2-Ausgleich erzielte. Der langjährige Kapitän und Torjäger machte sein letztes Spiel für die TuS-Reserve. „Jetzt kann ich aufhören, der Aufstieg ist das perfekte Karriereende“, freut sich Klein riesig. TuS-Coach Lukas Haustein gestand nach Abpfiff und obligatorischer Bierdusche angesichts des Nerven zehrenden Spielverlaufs: „Ich bin fertig mit der Welt. Wenn du dir zwei solche Eier legst, kriegst du schon ein bisschen Nervenflattern. Aber am Ende ist alles gut.“ Mit einem Punkt Vorsprung vor Verfolger Lenggrieser SC, der sich gegen den TSV Peiting mit 2:1 durchsetzte, marschiert die Bayernligareserve über den Zielstrich.