
Die Reserve ist nach der Niederlage gegen Lenggries unter Druck. Beim TSV Altenstadt sind drei Punkte Pflicht für die Aufstiegsjagd.
Plötzlich ist der Gejagte der Jäger. Durch die 0:2-Heimniederlage gegen den Lenggrieser SC und den Verlust der Tabellenführung ist die U23 des TuS Geretsried unter Zugzwang geraten. Zumal sich der LSC keine Blöße gegeben und auch sein Nachholspiel unter der Woche mit 1:0 gewonnen hat – beim TSV Altenstadt. Und genau dort startet nun die Geretsrieder Bayernliga-Reserve an diesem Sonntag (15 Uhr) ihre Verfolgungsjagd. „Das fühlt sich etwas eklig an“, umschreibt Lukas Haustein die neue Rolle. Aber: „Wir haben Platz zwei in der eigenen Hand“, stellt der TuS II-Trainer mit Blick auf eine mögliche Aufstiegsrelegation fest. Die Tabellenspitze behält er jedoch im Blick: „Sollte Lenggries stolpern, müssen wir da sein.“
Das bedeutet: Beim Match in Altenstadt sind drei Punkte Pflicht. Was aus unterschiedlichen Gründen keine leichte Aufgabe wird. Schon beim knappen 3:2-Sieg im Hinspiel durch ein Tor von Philip Kinder in der 70. Minute hat sich der TuS schwergetan. Und die Gastgeber haben ihre Spielanlage in der Rückrunde „gefühlt völlig umgekrempelt“, wie Haustein schon allein aus der Statistik der vergangenen Wochen ablesen kann und in einer einfachen Gleichung zusammenfasst: „Weniger Tore, bessere Ergebnisse.“ Während in der Hinrunde manches Torspektakel zu erleben war, wie etwas das 4:4 gegen Berg oder ein 3:3 gegen Münsing, hat sich das Team von Trainer Christoph Wagner in den Spielen seit der Winterpause dem Minimalismus verschrieben.
Mit einem Torverhältnis von 6:4 aus den sechs Partien dieses Frühjahrs sammelte der TSV elf Punkte, kassierte nur ein 0:1 gegen den LSC, was gleichzeitig die bisher einzige Heimniederlage in dieser Saison bedeutete. „Altenstadt ist ein absolut ernstzunehmender Gegner. Sie haben schon in der Hinrunde eine sehr gute Partie abgeliefert“, so Haustein. „Wir wissen, was auf uns zukommt.“