Ordentlich aus der Affäre gezogen

Feuchtwangen
0:2
SC Schwabach
Nach den deutlichen Pleiten der vergangenen Wochen konnte der TuS zwar gegen Schwabach nichts Zählbares holen, jedoch zeigte man gegen den Aufstiegsasprianten eine kämpferisch gute Leistung und musste sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Die hochfavorisierten Gäste zeigten vom Anstoß weg, dass sie dort aufhören wollten, wo sie beim Pokalspiel vor einigen Tagen gegen den TuS aufgehört hatten. So tauchte nach wenigen Sekunden Michael Weiß frei am Elfmeterpunkt auf und donnerte das Leder nur um Haaresbreite über den Querbalken. Doch auch der TuS hätte in dieser Anfangsphase in Führung gehen können, als Fabian Biegler per Zuckerpass in die Schnittstelle der Schwabacher Abwehr seinen Sturmkollegen Sven Fleischer auf die Reise schickte. Dieser zögerte im Abschluss etwas zu lange und fand somit im hünenhaften Torhüter Dominik Brunnhübner seinen Meister. In der Folgezeit verteidigte die Griebel-Truppe äußerst diszipliniert, machte die Räume vor allem im Zentrum eng und dem Tabellenzweiten fiel nicht gerade viel Inspirierendes ein, sodass bis auf wenige Halbchancen die beiden Strafräume meist verwaist blieben. Erst nach einer knappen halben Stunde kamen die Gäste wieder gefährlich vor das Gehäuse von Philipp Neuberger, als Tobias Spieß einen Kopfball nach einem Zillmann-Freistoß knapp am Tor vorbei setzte. Schwabach wurde wieder zwingender und ging in der 37. Minute nach einem zweifelhaften Freistoß durch Nico Scharinger in Führung. Sein lang gezogener Ball fast von der Außenlinie senkte sich hinter Neuberger ins hintere Eck. Drei Zeigerumdrehungen später pflückte Brunnhübner eine harmlose TuS-Ecke herunter und drosch das Spielgerät zentimetergenau weit in die TuS-Hälfte auf Michael Weiß, welcher seinen Gegenspieler Matthias Kreißelmeier narrte und kaltschnäuzig ins kurze Eck zum 2:0 für seine Farben vollendete. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Kay Urbanczyk (Würzburg) hätten die Nullvierer beinahe auf 3:0 erhöht, eine sehenswerte Volleyabnahme von Meixner knallte aber nur an den Außenpfosten.
Im zweiten Durchgang taten sich die beiden Kontrahenten nicht mehr wirklich weh. Schwabach diktierte weiterhin das Geschehen, garnierte aber sein Übergewicht nur bruchstückhaft mit Glanzpunkten. Die junge TuS-Truppe hielt tapfer dagegen, den Weg in den gegnerischen Strafraum fand man aber doch zu selten, um letztendlich nochmals herankommen zu können. Nach einer Unsicherheit von Neuberger in Folge eines Freistoßes scheiterte Meixner aus spitzem Winkel. Ebenso zögerte der flinke Nisslein nach gut einer Stunde zu lange alleine vor dem TuS-Keeper, weshalb die Messe im Heinz-Seidel-Stadion noch nicht ganz gelesen war. Doch auch in der Schlussphase rollten nennenswerte Angriffe nur in Richtung des TuS-Tores. In der 81. Minute dezimierten die Hausherren sich noch selbst, nachdem Fabian Biegler wegen wiederholtem Foulspiel vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Kurz vor dem Abpfiff tauchte der eingewechselte Boynürgrioglu nach einem schnell ausgeführten Freistoß mutterseelenallein vor dem TuS-Kasten auf, Neuberger reagierte aber prächtig und bewahrte seine Farben vor einem höheren Rückstand, sodass es am Ende beim hochverdienten 2:0-Sieg der Goldschlägerstädter blieb. Die kämpferische Leistung gibt dennoch Anlass zur Hoffnung, dass in den nächsten Wochen auch das Punktekonto der Griebel-Jungs wieder etwas gefüllt werden dürfte.
Aufrufe: 013.10.2020, 07:52 Uhr
Manuel BeckAutor

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