2026-06-01T10:27:43.393Z

Spielbericht

TuRU Düsseldorf verabschiedet sich mit Moral aus der Landesliga

Der Gang in die Bezirksliga war bereits besiegelt, zum Abschied zeigte TuRU noch einmal das Gesicht einer Mannschaft, die nie aufgab. Nach einem 0:3 kämpften sich die Oberbilker gegen Gnadental zurück und setzten mit dem 3:3 ein kleines Zeichen.

von Marcus Giesenfeld · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
TuRU Düsseldorf hat im letzten Landesliga-Heimspiel nochmal gepunktet.
TuRU Düsseldorf hat im letzten Landesliga-Heimspiel nochmal gepunktet. – Foto: Stephan Horn

Am Sonntagnachmittag endete ein trauriges Kapitel in der langen Vereinsgeschichte von TuRU Düsseldorf. Mit dem Heimspiel gegen die DJK Neuss-Gnadental beendete der Traditionsverein aus Oberbilk nicht nur die Spielzeit 2025/2026. Die Turu verabschiedete sich zugleich aus der Landesliga. Der Abstieg in die Bezirksliga als Tiefpunkt der jüngeren Vergangenheit stand schon vor dem Anpfiff fest.

Immerhin gelang es der Mannschaft von Francisco Carrasco, für einen würdigen Saisonabschluss zu sorgen. Auch wenn das 3:3 nicht mehr half, den Super-GAU abzuwenden, dürfte er denjenigen, die auch über den Sommer hinaus an der Feuerbachstraße bleiben, etwas Mut für die künftigen Aufgaben verleihen. Zu ihnen zählt auch Daniel Rey, der am Sonntag sein womöglich letztes Spiel als Aktiver bestritten hat. Der 38 Jahre alte Innenverteidiger wird den Neustart in der Bezirksliga künftig in verantwortlicher Rolle als Cheftrainer begleiten und hat in diesem Zusammenhang bereits angekündigt, nur noch im äußersten Notfall als Spieler bereitstehen zu wollen.

Rey doch weiter auf dem Platz?

Doch Francisco Carrasco will daran noch nicht so recht glauben. „Ich kenne Daniel sehr gut. Er lebt Fußball, liebt es, auf dem Platz zu stehen und ist leistungsmäßig immer noch über jeden Zweifel erhaben“, betont der Spanier, der sich daher durchaus vorstellen kann, den Routinier auch in der kommenden Spielzeit noch einmal im Turu-Trikot zu sehen. „Wenn er ein gutes Team mit Assistenztrainern um sich herum hat, sehe ich persönlich kein Problem darin“, so Carrasco weiter.

Mit wem Rey Alonso künftig die Geschicke an der Seitenlinie lenken wird, ist noch nicht publik. Fest steht nur, dass es Hassan Saouti nicht sein wird. Der Co-Trainer von Carrasco legt sein Amt ebenfalls nieder und bekam von seinem „Chef“ zum Abschluss verbal noch einen schönen Abschiedsstrauß gebunden. „Wir hatten zwei sehr, sehr gute Jahre zusammen. Ich habe Hassans Arbeit immer sehr geschätzt“, lobte Carrasco seinen Spannmann.

Bei ihrem gemeinsamen letzten Auftritt schienen Carrasco und Saouti noch einmal eine bittere Pille schlucken zu müssen. Denn nach nicht einmal einer halben Stunde führten die Gäste aus Neuss mit 3:0. Doch Carrasco durfte sich zum Abschluss seiner Amtszeit in Oberbilk in den letzten 60 Minuten noch einmal bestätigt fühlen. Da demonstrierte die Elf um Kapitän Rey Alonso die Moral und den guten Geist, die ihr vonseiten des scheidenden Trainers trotz oft schwacher Ergebnisse immer wieder attestiert wurden.

Bleibt Nwulu bei TuRU?

Mo Darwish, auf dem die Hoffnungen auch in der Bezirksliga ruhen, führte die Blau-Weißen mit zwei Treffern auf 2:3 heran (38., 49.). Den Punkt sicherte letztlich der US-Amerikaner Macauly Nwulu (85.) mit seinem erst dritten Saisontor. Ob der Angreifer der Turu erhalten bleibt, ist ungewiss. Fest steht aber, dass Frederic Brünen den umgekehrten Weg in dessen Heimat gehen wird. Der Mittelfeldspieler, der gegen Gnadental zunächst auf der Bank Platz nahm, wird in die USA ziehen und der Sturz damit den Rücken zukehren.