
Sie gehörte über viele Jahre zum Inventar in der Oberliga. In der neuen Saison ist TuRU Düsseldorf aber nur noch in der Bezirksliga vertreten. Nach der 0:3-Niederlage bei Victoria Mennrath steht der Landesliga-Abstieg des Traditionsvereins aus Oberbilk bereits zwei Spieltage vor Schluss fest. Damit setzt sich der schleichende Niedergang des Klubs, der zu besten Zeiten im Herrenbereich als Nummer zwei in der Stadt hinter der Fortuna galt, fort.
Gaben im Stadion an der Feuerbachstrasse vor wenigen Jahren noch Klubs wie Schwarz-Weiß Essen oder KFC Uerdingen ihre Visitenkarte ab, dürfen sich die Zuschauer nun immerhin auf Derbys gegen den DSC 99 oder Sparta Bilk freuen. Für Spieler und Verantwortliche spendete die Aussicht auf mehr Lokalkolorit zumindest am Sonntag noch keinen Trost. Zu viel Schmerz verursachte die Gewissheit über das, was sich schon seit Wochen anbahnte.
„Wir müssen das Ganze jetzt erst einmal verdauen und analysieren und danach den Neuaufbau planen. Natürlich haben wir uns den Abstieg nicht heute erst eingebrockt“, sagte Hassan Saouti unmittelbar nach Spielschuss. Dass der diesmal in der Verantwortung stehende Assistent von Francisco Carrasco wieder einmal einen „galligeren Gegner“ sah, war auch irgendwie bezeichnend für eine enttäuschende Saison der TuRU.
Ebenfalls noch akut gefährdete Mennrather zogen das Spiel mit dem Führungstor (8.) schnell auf ihre Seite und legten noch vor dem Seitenwechsel nach (35.). Die TuRU fand darauf in der Offensive zum wiederholten Mal keine Lösung und kassierte in der Nachspielzeit sogar noch das 0:3. Zwar verwies Hassan Saouti darauf, dass an diesem aus Düsseldorfer Sicht schwarzen Fußball-Sonntag aufgrund des Zweitliga-Abstiegs der Fortuna und der sich daraus ergebenden Konsequenzen für Auf- und Abstieg in den unteren Ligen selbst ein Sieg über die Victoria nicht mehr geholfen hätte.
Doch die parallel stattgefundenen Ereignisse in Fürth durften keine Entschuldigung dafür sein, dass die TuRU ihr Endspiel so klar abgab.