
Eines muss man den Verantwortlichen von TuRU Düsseldorf lassen: Sie bewahren auch in sportlich schwierigen Zeiten die Ruhe. Am vergangenen Sonntag rutschte die Mannschaft von Francisco Carrasco erneut auf einen direkten Abstiegsrang in der Fußball-Landesliga ab, nachdem sie sich dem Tabellenzweiten SC Kapellen-Erft deutlich mit 0:4 geschlagen geben musste.
Doch alarmierende Signale waren an der Feuerbachstraße auch Tage später nicht zu vernehmen. „Ich verliere lieber einmal 0:4 als viermal hintereinander mit 0:1“, wiegelte Hassan Saouti in der Nachbetrachtung ab. Für den Co-Trainer war das, was in Kapellen passierte, nicht mehr als ein Ausrutscher. „Wir haben einen schlechten Tag erwischt, so etwas kommt im Fußball vor“, führte der Assistent von Francisco Carrasco weiter aus.
Mit dem Tempofußball des SCK kamen die Oberbilker am Sonntag nicht zurecht. Schon zur Pause war die Partie beim Stand von 0:3 aus Turu-Sicht entschieden. Dabei hatten die Gäste eine – gemessen an den Namen – durchaus schlagkräftige Startelf aufgeboten. Mit Marius Delker, Daniel Rey, Lukas Reitz, Mohamed Darwish, Sahin Ayas, Selcuk Yavuz, Hussein Hammouda oder Nico Wehner stand geballte Oberliga-Erfahrung auf dem Platz. Doch die Hausherren ließen sich davon wenig beeindrucken. „Sie haben eine junge, dynamische Mannschaft mit viel Geschwindigkeit. Da konnten wir unsere Routine und die Idee von Ballbesitz nicht wie gewünscht auf den Platz bringen“, konstatierte Saouti.
Was das nun für das anstehende Heimspiel gegen DV Solingen am Donnerstagabend bedeutet, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Aufgabe gegen den von Deniz Aktag trainierten Tabellendritten nicht wesentlich einfacher werden dürfte. Bei nur drei Zählern Rückstand auf Kapellen haben auch die Klingenstädter den Traum von der Oberliga noch nicht aufgegeben. Dennoch spricht Saouti vor der Partie selbstbewusst von einer „machbaren Aufgabe“. Seinen Optimismus zieht der Übungsleiter auch aus dem schwachen Auftritt gegen Kapellen. „Wir haben nun die Chance auf Wiedergutmachung. Und man hat schon am Dienstag im Training gemerkt, dass die Jungs brennen“, glaubt Saouti. Zudem werden die Blau-Weißen froh sein, dass die Partie auf eigenem Terrain angepfiffen wird. Schließlich hat die Turu bislang zu Hause mehr als doppelt so viele Punkte (19) wie auswärts (8) geholt.