2026-02-20T12:29:42.904Z

Der Spieltag

Turbulente Woche endet für TSV Landsberg mit Sieg

Beim Bayernligist ist die Zukunft von Abteilungsleiter Held unsicher +++ Dämpfer für Kottern, Türkspor Augsburg und Gundelfingen

von Walter Brugger · Heute, 19:15 Uhr · 0 Leser
Aus sportlicher Sicht hatten die Kicker des TSV Landsberg reichlich Grund zum Jubeln.
Aus sportlicher Sicht hatten die Kicker des TSV Landsberg reichlich Grund zum Jubeln. – Foto: Thorsten Jordan

Sportlich läuft es beim TSV Landsberg gut, der Bayernligist klopft mal wieder ans Tor zur Regionalliga Bayern. Doch hinter den Kulissen gibt es Probleme, weil Nico Held als Finanzvorstand des Vereins zurückgetreten ist. Ob Held, der in seinem Unternehmen auch TSV-Kicker beschäftigt, als Abteilungsleiter weitermacht, ist noch nicht geklärt. Genauso offen ist, ob der in einer schwierigen finanziellen Situation steckende Verein das mögliche Aufstiegsrecht wahrnehmen würde. Schon 2024 hatten die Lechstädter den Lizenzantrag zurückgezogen. Andere Probleme haben der TSV Kottern und Türkspor Augsburg, die im Abstiegskampf der Bayernliga Süd stecken und mit Niederlagen ins Frühjahr starteten. Genauso wie der FC Gundelfingen, der beim TuS Geretsried unterlag.

Mit einem guten Spiel könne seine Mannschaft die - milde ausgedrückt - durchwachsene Vorbereitung wieder vergessen machen, sagte Trainer Christoph Rech vor dem Auftakt des TSV Landsberg gegen den FC Deisenhofen. Ein paar Schwachpunkte haben sich bei den Landsbergern zwar offenbart, aber mit dem 4:2 ist am Ende der Sieg gelungen. Die Unruhe im Vorfeld hat die Mannschaft offensichtlich ausblenden können.
Es war ein holpriger Start für die Landsberger. In der ersten Halbzeit zeigte sich die TSV-Abwehr mehrmals anfällig, nach vorne gab es wenig gute Aktionen. Es lief auf eine torlose erste Halbzeit hinaus - bis Deisenhofen doch noch zum Führungstreffer durch Jan Krettek kam.
In der zweiten Halbzeit ging ein Ruck durch die Landsberger Reihen. Hochverdient war der Ausgleich durch Tino Reich und schön herausgespielt war das 2:1 durch den kurz zuvor eingewechselten Daniele Sgodzaj. Das 2:2 durch Florian Weber steckten die Lechstädter weg, denn Luca Dollinger und Maximilian Berwein sorgten in der Schlussphase für das 4:2. (mm) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Florian Islinger (Hainsacker) - Zuschauer: 380
Tore: 0:1 Jan Krettek (41.), 1:1 Tino Reich (57.), 2:1 Daniele Sgodzaj (77.), 2:2 Florian Weber (85.), 3:2 Luca Dollinger (89.), 4:2 Maximilian Berwein (90.+7)

Der Auftakt des TSV Kottern ist missglückt, beim SV Heimstetten setzte es eine 0:3-Niederlage. Entsprechend ernüchtert meinte Trainer Andreas Maier: „Wir hatten uns viel vorgenommen. Bis auf die Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir zu wenig präsent und zu wenig aggressiv. Das war zu wenig, um in Heimstetten etwas mitzunehmen.

Von Beginn an agierten die Oberallgäuer sehr zögerlich. Kottern ließ sich tief in der eigenen Hälfte einschließen und nur selten gelangen Vorstöße in die gegnerische Hälfte. Keeper Antonio Mormone waren zu verdanken, dass Kottern nicht früh in Rückstand geriet. Doch kurz vor der Pause traf der Goalgetter Sascha Riglewski zum 1:0.
Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Kottern seine beste Phase des Spiels und kam durch Maximilian Bär zum ersten Torschuss (65.). Doch mit dem 2:0 durch David Leitl war das Zwischenhoch vorbei. Nur drei Minuten später erzielte Robin Penski bei seinem Bayernligadebüt das 3:0. Damit war die Partie gelaufen. (beß)
Schiedsrichter: Raphael Salzberger (Mühldorf a. Inn) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Lukas Riglewski (37.), 2:0 David Leitl (73.), 3:0 Robin Penski (77.)

Schon nach 90 Sekunden musste Gundelfingens Keeper Tobias Werdich den Ball passieren lassen.
Schon nach 90 Sekunden musste Gundelfingens Keeper Tobias Werdich den Ball passieren lassen. – Foto: Walter Brugger

Auf dem kleinen Kunstrasenplatz älterer Bauart hatte der FC Gundelfingen erhebliche Startschwierigkeiten. Bis die Donaustädter sich darauf eingestellt hatten, lagen sie schon vorentscheidend im Rückstand und verloren mit letztlich 1:2 beim TuS Geretsried.
Schon nach 90 Sekunden verlängerte Christian Wiedenhofer eine Ecke per Kopf zum 1:0 in die Maschen. Dem zweiten Treffer ging ein Freistoß von Robin Renger voraus, der zwar in der Gundelfinger Mauer hängen blieb, allerdings rollte der Ball vor die Füße von Thomas Puscher – 2:0.
Dass die Geretsrieder diesen Vorsprung über die Zeit brachten, daran hatte Torhüter Cedomir Radic einen wesentlichen Anteil. Gegen David Spizert rettete er in höchster Not (9.), nach dem Anschlusstreffer durch Simon Achatz kurz nach Wiederanpfiff brannte es wiederholt lichterloh im TuS-Strafraum. Doch beim Abschluss von Leon Sailer konnte Radic den Ball noch mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken (73.), Sekunden später verhinderte seine Fußspitze ein Kopfballtor von Achatz, dann war Anastasios Karpouzidis bei einer Achatz-Chance noch dazwischen (78.) und zum Ende hin tauchte sogar Keeper Tobias Werdich gefährlich im TuS-Strafraum auf. Erfolglos.
Schiedsrichter: Florian Böhm (Wolfratshausen) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Christian Wiedenhofer (2.), 2:0 Thomas Puscher (19.), 2:1 Simon Achatz (52.)

Die Vorbereitung auf die „Mission Klassenerhalt“ war für Türkspor Augsburg aufgrund der Rahmenbedingungen alles andere als einfach und auch der Start ließ trotz einer ordentlichen Vorstellung nicht alles vergessen. Bei SV Kirchanschöring platzte die Hoffnungen auf einen Punktgewinn spätestens nach dem Platzverweis von Berkan Aydin nach einer Stunde wegen eines Fouls im Mittelfeld. In Überzahl setzten sich die Oberbayern mit 2:0 durch. Kurz nach Aydins roter Karte sorgte Torjäger Jonas Kronbichler auf dem doch recht holprigen Rasen für die SVK-Führung. Türkspor besaß durch Burak Uludag (72.) sogar die große Ausgleichschance - und kassierte kurz vor Schluss das zweite Gegentor. Wobei es Torschütze Lobedank leicht gemacht wurde, denn Türkspor-Keeper Michael Loroff hatte ihm den Ball regelrecht aufgelegt.
Schiedsrichter: Jakob Putz (Perlesreut) - Zuschauer: 421
Tore: 1:0 Jonas Kronbichler (66.), 2:0 David Lobendank (86.)
Rote Karte: Berkan Aydin (59./Türkspor Augsburg)