
Auf den letzten Drücker konnte der souveräne Spitzenreiter der Landesliga Südwest eine Heimniederlage vermeiden. Gegen den FSV Pfaffenhofen lag der TSV Schwabmünchen bis in die Nachspielzeit hinein in Rückstand, um dann doch noch ein 1:1 zu retten. Während die Schwabmünchner trotzdem ungefährdet das Feld anführen, gab es im Keller eine Änderung. Der TSV Hollenbach reichte nach dem 1:1 gegen den FC Ehekirchen die rote Laterne an den SC Oberweikertshofen weiter.
Trotz halbstündiger Überzahl musste sich der TSV Schwabmünchen mit einem 1:1 gegen den FSV Pfaffenhofen begnügen. Um ein Haar wäre der Spitzenreiter sogar leer ausgegangen, weshalb Trainer Emanuel Baum monierte: „Uns hat die Gier gefehlt, die unser Spiel bis ur Winterpause ausgemacht hat.“
Das Spiel begann mit einer ausgedehnten Abtastphase. Kurz vor der Pause jubelten die Pfaffenhofer Michael Senger zog von der Strafraumkante ab und der Ball drehte sich ins lange Eck. Dort lag schon, seit fast einer halben Minute, Schwabmünchens Maximilian Aschner benommen am Boden, was zu vehementen Protesten der Schwarz-Weißen führte, da das Spiel nicht unterbrochen wurde.
Nach dem Seitenwechsel taten sich die Schwabmünchner lange schwer. Selbst nach der Ampelkarte für Paffenhofens Thomas Rausch agierte der Spitzenreiter zu ungenau und immer wieder zu hektisch. Zwar häuften sich die potenziellen Möglichkeiten, doch es fehlte weiter an der Genauigkeit, wie auch an der letzten Entschlossenheit. Erst in der Nachspielzeit gelang Muhammed Emirzeoglu der umjubelte Ausgleich. Und für den FSV kam es noch schlimmer, weil Kristof Kuchlbauer nach einem Foul vom Platz flog - und sein Teamkollege so heftig reklamierte, dass er ebenfalls die rote Karte sah. (krup, red) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Raffael Dauner (München) - Zuschauer: 305
Tore: 0:1 Michael Senger (39.), 1:1 Muhammed Emirzeoglu (90.+2)
Gelb-Rot: Thomas Rausch (57./FSV Pfaffenhofen/Ilm/)
Rote Karten: Kristof Kuchlbauer (90.+6), Paul Starzer (90.+6/beide FSV Pfaffenhofen)
Einen Punkt brachte der TSV Rain vom TSV Dachau 1865 mit nach Hause. 1:1 endete di.e Partie auf Kunstrasen. Dabei gingen die Rainer zunächst in Führung, als Fatlum Talla einen Fehler der 65er ausnutzen konnte.
Acht Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da hatte Ruben Milla Nava die große Chance zum Ausgleich, doch sein Kopfball rauschte knapp am Pfosten vorbei ins Aus.
Dachau erhöhte den Druck und bei einem Zweikampf im Rainer Strafraum kam Lorenz Knöferl zu Fall. Der Unparteiische zeigt sofort auf den Punkt. John Haist legte sich den Ball zurecht und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1. Die Oberbayern wollten nun mehr, wurden aber durch die Ampelkarte für Dino Burkic im Vorwärtsdrang gestoppt. Am Ende hätten sogar die Rainer noch das Spiel für sich entscheiden können, doch Talla (86.) mit einem Kopfball aus vier Metern und Eric Adam (92.) trafen das Tor nicht. Am Ende war es ein Remis, mit dem beide Mannschaften leben können. (gj) Lokalsport DW
Schiedsrichter: Christian Stober (Königsbrunn) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Fatlum Talla (22.), 1:1 John Haist (64./Foulelfmeter)
Gelb-Rot: Dino Burkic (77./TSV 1865 Dachau)

Mit sechs Siegen in Serie hatte sich der TSV Aindling in die Winterpause verabschiedet - und ging beim Neubeginn leer aus. Beim FC Kempten setzte es eine 0:2-Niederlage. Ein Ergebnis, dass bei den im Abstiegskampf steckenden Kemptenern sichtlich für Erleichterung sorgte.
Auf dem Kunstrasen nutzte der FCK gleich die erste Chance, wobei Marcell Graf den Treffer für sich reklamierte. Während die Aindlinger eher ein Eigentor von Patrick Stoll vermuten. Unstrittig war, dass Mohammad Walizada per Kopf das 2:0 gelang. „Zwei richtig unnötige Gegentore“, urteilte TSV-Trainer Florian Fischer, und ergänzte: „Im Großen und Ganzen war der Sieg von Kempten verdient. Wir haben uns schwergetan.“ Und noch etwas verdarb Fischer die Laune. Stürmer Nico Baumeister knickte in der zweiten Halbzeit um und musste ausgewechselt werden. Der Knöchel war geschwollen und es besteht der Verdacht auf einen Bänderriss.
Schiedsrichter: Xaver Fabisch (München) - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Marcell Graf (5.), 2:0 Mohammad Walizada (20.)
Die U21 des FC Memmingen stand gegen den 1. FC Sonthofen vor dem Überraschungscoup, musste sich quasi in letzter Minute noch mit einem 1:1 begnügen. Auf dem Kunstrasenplatz war der Auftakt flott. Gleich zu Beginn setzte Fabian Kroh den Ball an den sonthofer Querbalken. Im Gegenzug musste Junioren-Torhüter Luis Stanzel gegen den Ex-Memminger Marko Jozic eingreifen und entschärfte Mitte der ersten Hälfte einen gefährlichen Kopfball.
Nach dem starkem Beginn verflachte die Partie zusehends, Sonthofen war etwas besser im Spiel, aber den Führungstreffer erzielten die Hausherren. Kroh umkurvte nach einem Alleingang FCS-Torwart Marco Zettler und schloss zum 1:0 ab. Nach dem Wechsel drängte Sonthofen mächtig auf den Ausgleich, vergab aber reihenweise Möglichkeiten. Das Memminger Abwehrbollwerk hielt – aber nur bis zur 90. Minute. Im vierten (!) Nachschuss landete der Ball durch Tim Lorenz zum 1:1 im Tor. Angesichts des Spielverlaufs war der Ausgleich verdient, wenn auch aus Memminger Sicht vom Zeitpunkt und von der Entstehung her sehr unglücklich.
Der neue FCM-Trainer Rainer Noll war bei seinen Punktspiel-Einstand dennoch zufrieden: „Unsere Taktik ist gegen einen Aufstiegsaspiranten aufgegangen. Der Zeitpunkt zum Ausgleich war natürlich bitter.“ (ass)
Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau) - Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Fabian Kroh (32.), 1:1 Tim Lorenz (90.)
Die zweite Garnitur des FV Illertissen feierte einen Start nach Maß. Auf dem Kunstrasen in Waltenhofen gewann der FVI gegen den Aufsteiger SG Niedersonthofen/Martinszell mit 3:2. Dass der Platz klein ist, das wusste Illertissens Trainer Herbert Sailer schon vorher. Tatsächlich war er allerdings noch ein ganzes Stück kleiner, als angenommen. Entsprechend schwierig gestaltete sich das Spiel für beide Teams. Die ersten Möglichkeit hatten die Niso-Boys, dann war Illertissen an der Reihe. SG-Schlussmann Lukas Frasch hielt seinen Kasten jedoch ebenso sauber, wie sein Gegenüber Leon Madarac.
In der Pause nahm Sailer einige Nachjustierungen vor, musste aber erst mal einen Rückstand durch den Treffer von Christian Kreuzer nach Steckpass von Maximilian Mayer verdauen. Ardian Morina glich kurz nach seiner Einwechselung zunächst aus, ehe Luka Petrovic für die FVI-Führung sorgte. Nur drei Minuten später glich Maximilian Gebhardt für Niedersonthofen wieder aus. Praktisch im direkten Gegenzug gelang Ben Emci dann das Siegtor zum 3:2-Endstand. „Kompliment an die Mannschaft, das war hochverdient“, sagte Sailer nach dem Spiel. (jürs) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Julian Perl (Pullach i. Isartal) - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Christian Kreuzer (59.), 1:1 Ardian Morina (71.), 1:2 Luka Petrovic (77.), 2:2 Maximilian Gebhart (80.), 2:3 Ben Emci (81.)

Der Naturrasen war zwar gut bespielbar, das Niveau der Partie zwischen dem TSV Hollenbach und dem FC Ehekirchen war trotzdem nicht allzu hoch. In spielerischer Hinsicht blieb so mancher Wunsch unerfüllt.
Hollenbach begann gut, Elias Ruisinger war mit einem Flachschuss zum 1:0 erfolgreich. Noch vor der Pause glich der FCE, der am Ende dem Sieg näher war, zum 1:1 aus. Nicolas Ledl traf mit einem platzierten Fernschuss. Es war ein Treffer quasi nach Ansage, denn kurz zuvor war Ehekirchen einem Erfolgserlebnis zweimal nahe. So richtig Leben kam erst in der 75. Minute noch einmal in die Bude. Da musste zunächst Peter Füger gegen den Hollenbacher Fabian Frieser eingreifen, um den Siegtreffer des TSV zu verhindern. (jeb) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 280
Tore: 1:0 Elias Ruisinger (12.), 1:1 Nicolas Ledl (33.)
Erschöpft und enttäuscht sanken die Spieler des SV Cosmos Aystetten nach dem Schlusspfiff zu Boden. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir mindestens einen Punkt mitnehmen müssen“, ärgerte sich Kapitän Maximilian Heckel. Doch die tapfer kämpfenden Cosmonauten standen nach einer 0:1-Niederlage beim TSV Jetzendorf mit leeren Händen da.
„Sehr ärgerlich“, konstatierte Trainer Thomas Hanselka und dachte dabei an die ersten Minuten, in denen seine Mannschaft sofort auf Betriebstemperatur war. Wer weiß, wie die Begegnung gelaufen wäre, wenn Sebastian Kempf nicht mit einer Riesenmöglichkeit gescheitert wäre. „Dann haben wir uns dumm angestellt und dem Gegner das Feld überlassen“, war der Coach mit den anschließenden 30 Minuten überhaupt nicht zufrieden. Auch der TSV brachte nicht viel zustande, ging aber in Führung, Thomas Nefzger ein Geschenk dankend annahm.
Nach einer deutlichen Ansage von Trainer Hanselka in der Pause intensivierte der SV Cosmos seine Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen. Aystetten dominierte jetzt das Duell, gegen die vielbeinige Abwehr der Jetzendorfer sprang jedoch keine wirkliche Chance heraus. (oli) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Dominik Petzke (Surheim) - Zuschauer: 150
Tor: 1:0 Thomas Nefzger (25.)
Gelb-Rot: Maximilian Heckel (87./SV Cosmos Aystetten)
Das Schlusslicht SC Oberweikertshofen verkaufte sich nicht schlecht, konnte aber den zehnten Heimsieg in Folge des VfB Durach nicht verhindern. Dabei legten die Duracher in der ersten Halbzeit den Grundstein für den 3:2-Sieg. Einen Handelfmeter nutzte Tobias Seger zur frühen Führung, 180 Sekunden später legte Gregor Mürkl das 2:0 nach. Zwar verkürzte Lukas Kopyciok Lukas Kopyciok, doch Durach blieb am Drücker und Marco Faller schloss einen Konter mit dem 3:1-Pausenstand ab.
Als kurz nach Wiederbeginn Maximilian Schuch den zweiten Oberweikertshofer Treffer landete, drohte die Partie zu kippen. Allerdings mussten die Oberbayern mit dem Handicap fertig werden, dass 20 Minuten vor Schluss Kopyciok vom Platz flog. Durach ließ nun nichts mehr anbrennen und muss sich nur den Vorwurf gefallen lassen, dass gute Konterchancen nicht genutzt wurden.
Schiedsrichter: Maximilian Riedel (Horgau) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Tobias Seger (12./Handelfmeter), 2:0 Gregor Mürkl (15.), 2:1 Lukas Kopyciok (24.), 3:1 Marco Faller (44.), 3:2 Maximilian Schuch (46.)
Gelb-Rot: Lukas Kopyciok (70./SC Oberweikertshofen)