Wohin mit dem Ball? Hendrik Kolkmann (weißes Trikot) und die Varus-Kicker hatten gegen Eintracht Rulle zu selten die richtigen Antworten parat.
Wohin mit dem Ball? Hendrik Kolkmann (weißes Trikot) und die Varus-Kicker hatten gegen Eintracht Rulle zu selten die richtigen Antworten parat. – Foto: Rolf Kamper

FCK und SCR fliegen mit 0:4 raus

Kalkrieses Trainer Anozie ist verägert, aber nicht überrascht / Riestes Aufholjagd endet, bevor sie richtig begonnen hat

Im Fußball-Bezirkspokal sind der FC Kalkriese und der SC Rieste am Mittwochabend ausgeschieden. Beide Vereine unterlagen in Heimspielen deutlich mit 0:4.

Für die beiden Bezirksligisten war die Teilnahme im Pokalwettbewerb nur ein kurzes Intermezzo. Nach Freilosen in der ersten Runde bekamen die Kalkrieser und Riester es mit starken Gegnern zu tun, die jeweils schon zur Halbzeitpause die Weichen gestellt hatten.

FC Kalkriese – Eintracht Rulle 0:4 (0:3): Die heimischen Kalkrieser hielten ihren Kasten nur gute zehn Minuten sauber, ehe Rulles Jan-Ole Eichmeyer mit einem guten Pass in die Spitze frei vor FCK-Keeper Hendrik Harting auftauchte und ins Tor traf. Die Gäste machten ihre Sache gut und bestimmten das Geschehen in der ersten Hälfte, die beiden weiteren Tore fielen aber aus Standardsituationen: Ein Freistoß von Tim Wellmann (23.) sowie ein direkt verwandelter Eckstoß von Eichmeyer (41.) sorgten für den klaren 0:3-Pausenstand.

Die Kalkrieser, die in der ersten Halbzeit noch glücklos im Angriff waren, konnten nach dem Seitenwechsel die Intensität steigern und schon in den ersten Minuten gute Chancen herausspielen. Die Ruller kamen nun nicht mehr ganz so gefährlich vor das Tor der Schwarz-Weißen, profitierten aber davon, dass der FCK im Abschluss immer wieder scheiterte. Kurz vor dem Abpfiff legte Moritz Niemeyer dann doch noch das vierte Tor für die Eintracht nach. So fiel der Sieg der Gäste ein wenig zu hoch aus, ein oder zwei Torerfolge hätte Kalkriese verdient gehabt.

„Ich bin verärgert, aber ich bin nicht überrascht“, sagte FCK-Trainer Al Anozie. Die Niederlage sei „erwartungsgemäß“ erfolgt, schließlich sei die Vorbereitungsphase überhaupt nicht nach Plan gelaufen. „Wir haben jetzt gesehen, was ich schon seit Wochen befürchtet habe. Unser Spiel besteht aus Fleiß und Arbeit, aber wenn man das nicht bringt, können wir nicht gewinnen.“

Damit kritiserte Anozie weniger den Einsatz seiner Truppe am Mittwochabend, sondern vielmehr die zuvor mangelnde Trainingsbeteiligung. „Unsere Testspiele haben eigentlich nur den Gegnern geholfen. Ich konnte gar nichts testen, denn wenn du immer unterschiedliche Spieler zur Verfügung hast, kannst du nichts einstudieren.“

Bezirksligafußball sei zwar immer noch Amateursport, und es sei auch verständlich, dass nach langen Corona-Restriktionen die Freizeit und der Urlaub im Sommer wichtig seien. Trotzdem sei es nun an der Zeit, als Mannschaft wieder hart zu arbeiten, um nicht vom ersten Spieltag an dem Rest der Bezirksliga hinterherzulaufen. Am Sonntag um 15 Uhr wird das Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Lechtingen die erste wichtige Prüfung.

SC Rieste – TuS Gildehaus 0:4 (0:2): Auf Lage wurde am Mittwoch erst um 20.15 Uhr angepfiffen. Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen den Riestern und den Grafschaftern, das recht lange torlos blieb. In der Schlussphase der ersten Hälfte hatten die Gäste aber den besseren Zug zum Tor und erzielten die ersten beiden Tore (38. und 43.).
Rieste ging mit diesem Rückschlag in die Kabine und schien nach Wiederanpfiff gewillt, eine Aufholjagd zu starten. Doch bereits in der 53. Minute schlug Gildehaus wieder zu und sorgte mit dem 0:3 für die Vorentscheidung. Die Spannung war der Partie damit spürbar entwichen und der vierte TuS-Treffer (82.) hatte kurz vor dem Ende keine besondere Bedeutung mehr.
Der SC Rieste hat am Wochenende spielfrei und setzt die Bezirksligasaison erst am 22. August fort.

SG Freren – Quitt Ankum 8:9 n.E. (3:3; 1:2): Die Ankumer machen vor, wie es geht: Zum zweiten Mal setzte sich der Quitt im Elfmeterschießen durch und steht nun in der dritten Runde. Am Wochenende bekommen aber auch die Pokalhelden eine Pause, was angesichts vieler personeller Ausfälle gelegen kommt.

Aufrufe: 013.8.2021, 10:20 Uhr
Matthias Benz / Bramscher NachrichtenAutor

Verlinkte Inhalte