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Türkspor gewinnt Derby deutlich - Vredens Negativserie setzt sich fort

Der ASC 09 Dortmund erwischte einen rabenschwarzen Tag

von red · 07.02.2026, 22:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: David Zimmer

Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 verlor zum Auftakt des 21. Spieltags am Freitagabend überraschend gegen Verfolger SC Preußen Münster II mit 1:2. Es war die erste Niederlage für Pache-Truppe. Die Preußen hatten unter der Woche verkündet, auch dieses Jahr auf einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga West zu verzichten.

Am Samstagnachmittag gewann Türkspor Dortmund das Derby gegen den ASC 09 Dortmund überraschend deutlich mit 4:1 und ließ sich von den Querelen der vergangenen Tage, als der Insolvenzantrag öffentlich wurde, nicht beeindrucken..

Im zweiten Spiel am Samstagnachmittag behielt der TSV Victoria Clarholz bei der SpVgg Vreden die Oberhand. Nick Flock schoss das Goldene Tor des Tages für die Ostwestfalen, die sich vorerst einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsplätze geschaffen haben.

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Die bisherigen Partien des 22. Spieltags der Oberliga Westfalen:

Die Negativserie der SpVgg Vreden setzt sich fort. Auch im neunten Spiel in Folge blieb der erhoffte Sieg aus, obwohl die Gastgeber gegen Victoria Clarholz über weite Strecken die besseren Möglichkeiten besaßen. Am Ende entschied ein einziger Moment die Partie zugunsten der Gäste, die sich mit 1:0 (0:0) durchsetzten.

Vreden begann druckvoll und hätte früh in Führung gehen können. Bereits nach vier Minuten tauchte Julius Gerster aus spitzem Winkel vor dem Clarholzer Tor auf, doch Torhüter Nils Hahne reagierte aufmerksam. Wenig später war der Schlussmann erneut gefordert, als er einen artistischen Abschluss von Maximilian Hinkelmann aus kurzer Distanz stark parierte. Auch der Nachschuss blieb erfolglos, Dennis Wüpping setzte den Ball über das Tor. Weitere Abschlüsse der Gastgeber – unter anderem von Gerster – fanden entweder ihren Meister in der Defensive oder verfehlten das Ziel knapp.

Clarholz setzte in der ersten Halbzeit nur punktuell offensive Akzente. In einer Phase, in der die Gäste besser ins Spiel kamen, traf Nick Flock mit einem Freistoß den Pfosten, eine Hereingabe von der linken Seite blieb anschließend ungenutzt. Dennoch gehörte die Schlussphase des ersten Durchgangs wieder Vreden, doch weder Gerster noch Hinkelmann konnten ihre Chancen verwerten. So ging es trotz klarer Möglichkeiten torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst. Vreden kam weiterhin über die Außen zu Ansätzen, ohne jedoch zwingend zu werden. Felix Mensing scheiterte mit einem Schuss aufs kurze Eck, Julian Risthaus versprang der Ball in aussichtsreicher Position. Clarholz erhöhte derweil das Pressing, gewann häufiger den Ball in der gegnerischen Hälfte, blieb im Abschluss aber meist ungefährlich. Ein Versuch von Rene Michen nach Flanke von Leon van der Veen verfehlte das Ziel knapp.

Die Entscheidung fiel in der 69. Minute – und sie kam aus Vredener Sicht zu einfach. Ein langer Ball aus der Clarholzer Innenverteidigung sprang über Bernd Verwohlt hinweg, Nick Flock lief allein auf Torhüter Tom Breuers zu und schob zur Gästeführung ein. In der Schlussphase bemühte sich Vreden um den Ausgleich, doch es fehlte die letzte Präzision. Ein Abschluss des eingewechselten Anton Heynk wurde noch geblockt, weitere klare Chancen ergaben sich nicht mehr.

So blieb es beim knappen Erfolg für Victoria Clarholz, die damit in der Tabelle an der SpVgg Vreden vorbeizogen. Vredens Trainer Andree Dörr sprach nach dem Spiel von fehlender Konsequenz vor dem Tor – ein Manko, das an diesem Tag erneut den Ausschlag gab.

SpVgg Vreden – Victoria Clarholz 0:1
SpVgg Vreden: Tom Breuers, Bernd Verwohlt (90. Kilian Daniel Voss), Romario Wiesweg, Felix Mensing, Dennis Wüpping (77. Anton Heynk), Martin Sinner, Leon Kondring, Julian Risthaus (67. Lennart Wilkes), Nicolas Ostenkötter, Maximilian Hinkelmann, Julius Gerster - Spielertrainer: Romario Wiesweg - Trainer: Andree Dörr
Victoria Clarholz: Nils Hahne, Linus Kahraman, Steffen Brück, Markus Baum, Julian Linnemann, Marco Pollmann (67. Magnus Buschmeier), Sinan Aygün (82. Oliver Cylkowski), Leon van der Veen (59. Arian Papenfort), Samy Benmbarek, Rene Michen (82. Can Yilmaz), Nick Flock (92. Deniz Aygün) - Trainer: Christian Lichte - Co-Trainer: Sascha Otte
Schiedsrichter: Patrick Holz - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Nick Flock (69.)

Türkspor Dortmund hat im Derby gegen den ASC 09 Dortmund ein starkes Zeichen gesetzt. Nur wenige Tage nach dem Bekanntwerden des Insolvenzantrags lieferte die Mannschaft von Trainer-Duo Aldin Kljajic und Cosar Coskun eine leidenschaftliche und in allen Belangen überzeugende Vorstellung ab und gewann vor rund 200 Zuschauern mit 4:1 (3:0). Für den ASC wurde der Auftritt dagegen zu einem ernüchternden Nachmittag.

Von Beginn an war zu spüren, welches Team dieses Derby unbedingt für sich entscheiden wollte. Türkspor spielte aggressiv, zweikampfstark und mit hoher Intensität – und überrumpelte damit einen zunächst ordentlich startenden, dann aber zunehmend verunsicherten Gegner. Bereits in der 12. Minute fiel die Führung: Halil Can Dogan zog aus der Distanz ab, ASC-Keeper Joel Nickel verschätzte sich, der Ball schlug zum 1:0 ein.

Der Treffer wirkte wie ein Signal. Türkspor blieb griffig, zwang den ASC zu Fouls und nutzte die sich bietenden Gelegenheiten konsequent. Oguzhan Kefkir erhöhte nach einem Freistoß aus rund 18 Metern auf 2:0 (25.), ehe Brayan Sosa kurz vor der Pause seine Durchsetzungskraft unter Beweis stellte und auf 3:0 stellte (40.).

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Türkspor verteidigte aufmerksam, schaltete nach Ballgewinnen schnell um und blieb vorne brandgefährlich. Erneut war es Sosa, der nach 51 Minuten das 4:0 markierte und die Partie frühzeitig entschied. Erst danach kam der ASC etwas besser ins Spiel. Die erste echte Chance hatten die Gäste durch Elias Boadi Opoku (65.), der Anschlusstreffer durch Jannik Urban in der 76. Minute blieb jedoch ohne größere Bedeutung.

Während der ASC trotz einiger Bemühungen – auch durch die Einwechslung von Dan Tshibaka Tshimanga – nie wirklich Zugriff auf das Spiel bekam, überzeugte Türkspor durch Geschlossenheit und Spielfreude. Routiniers wie Ömer Akman und Sezer Toy hielten die Ordnung, während Akteure wie Ilyas Khattari und Sosa immer wieder für Unruhe sorgten.

ASC-Trainer Rafik Halim sprach von einem verdienten Sieg des Gegners und einem „schlechten Tag“, den man schnell abhaken müsse. Kapitän Jan-Patrick Friedrich sah nach dem frühen Rückstand den Faden verloren und wollte das Fehlen von Torjäger Maximilian Podehl nicht als Ausrede gelten lassen.

Für Türkspor dagegen hatte dieser Nachmittag einen besonderen Wert. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, mutig und mental stark. Oder wie Trainer Kljajic es formulierte: Seine Spieler hätten alles andere ausgeblendet – und genau das machte in diesem Derby den Unterschied.

Türkspor Dortmund – ASC 09 Dortmund 4:1
Türkspor Dortmund: Tolunay Isik, Amed Öncel, David Belenzada, Ömer Akman, Alessandro Tomasello (89. Mats Brämer), Halil Can Dogan, Oguzhan Kefkir (80. Jeyhun Hajiyev), Sercan Calik, Ilyas Khattari (85. Mohamad Khani), Sezer Toy (70. Amer Hodza), Brayan Sosa (78. Hayrullah Alici) - Trainer: Aldin Kljajic
ASC 09 Dortmund: Joel Nickel, Jan Stuhldreier, Jan-Patrick Friedrich, Keanu Diskau (76. Mats Wilkesmann), Lars Warschewski, Florian Rausch, Jannik Urban, Elias Boadi Opoku, Rafael Camprobin (73. Dan Tshibaka Tshimanga), Luis Sebastian Kehl (46. Samer-Amer Sarar), Lewin Alexander D Hone (68. Josip Kopecki) - Trainer: Rafik Halim - Trainer: Hamza El Hamdi
Schiedsrichter: Nadine Westerhoff (Bochum) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Halil Can Dogan (12.), 2:0 Oguzhan Kefkir (25.), 3:0 Brayan Sosa (40.), 4:0 Brayan Sosa (51.), 4:1 Jannik Urban (76.)

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Klickt die Partie an, um den ausführlichen Liveticker nachzulesen.

SG Wattenscheid 09 – SC Preußen Münster II 1:2 (0:1)
SG Wattenscheid 09: Joshua Mroß, Joey Gabriel, Emirhan Hacioglu (46. Tarik Ould Seltana), Albin Thaqi, Eduard Renke, Mike Lewicki (68. Berkan Firat), Nico Buckmaier (78. Tom Sindermann), Steve Tunga, Robert Tochukwu Nnaji, Finn Wortmann (68. Ilias Anan), Kevin Schacht - Trainer: Christopher Pache
SC Preußen Münster II: Marian Kirsch, Pascal Koopmann (75. Ben Kronenberg), Bennet Eickhoff, Michel Scharlau, Niklas Varelmann (75. Finn Noack), Lukas Herb, Tidiane Gueye, Mikail Demirhan (90. Ben Menke), Luca Steinfeldt (78. Benjamin Hormann Evers), Till Hausotter (57. Leon Kayser), Arbnor Hoti - Trainer: Kieran Schulze-Marmeling
Schiedsrichter: Anna-Lena Weiss (Dortmund) - Zuschauer: 1400
Tore:
0:1 Mikail Demirhan (29.), 1:1 Nico Buckmaier (60.), 1:2 Luca Steinfeldt (67.)