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FuPa Corona-Check Türkspor Eppingen

Wie ist die Lage bei den Klubs aus dem FuPa Baden Gebiet?

Der Ball ruht. Schon wieder. Das trifft die Fußballklubs in ganz Deutschland hart. Wir wollen von den Vereinen hören, wie sie dazu stehen und was sie glauben, wann und wie es weitergehen kann. Deshalb haben wir den Klubs aus dem FuPa Baden Gebiet einen Fragenbogen mit der Bitte zum Ausfüllen geschickt. Ferhat Fistikci, Spielausschuss von Türkspor Eppingen aus der Sinsheimer Kreisklasse A, hat den Corona-Check für seinen Verein gemacht.

Frage 1: Es ist wieder Pause. Ist das die richtige Entscheidung aus Ihrer Sicht?

Eine bessere Entscheidung hinsichtlich der Gefahrenabwendung, finden wir als nicht ersichtlich, deswegen ist diese Art gerechtfertigt. Natürlich ist es für uns als Verein schade, da der letzte Abbruch der Saison schon aus sportlicher Hinsicht schwer hinzunehmen war und es diesmal erneut so kommt. Vor allem, weil der Fußball ein Teil unseres Lebens ist und dieser in solchen Zeiten fehlt. Dennoch steht die Gesundheit aller im Vordergrund.

Frage 2: Nun wird es noch schwieriger alle Spiele durchzubekommen. Muss ein alternatives Spielmodell (Beispiel Playoffs) her, oder ist der normale Plan mit Hin- und Rückspiel bis Juni vollständig umsetzbar?

Aus unserer Sicht ist es vorerst einmal wichtig, dass der Ball wieder rollt. Für einzelne Lösungsmöglichkeiten sind wir offen, natürlich unter fairen Bedingungen, in Hinsicht für alle Mannschaften ob im unteren Bereich oder im Oberen. Wenn es so sein sollte, dass die Spiele im Dezember wieder stattfinden, ist es vorstellbar den Spielplan nach wie vor laufen zu lassen.

Wenn das nicht so wäre, kann jede Art von Spielmodell angewendet werden, ob das nun ein Playoff-Modell ist oder eine Gruppenphase mit K.O-System, so dass die 16 Mannschaften in Vierer-Gruppen aufgeteilt werden, so wie wir es in der Champions League kennen.

Frage 3: Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um mit Ihren Spielerinnen und Spielern über die Pause in Kontakt zu bleiben und sie gleichzeitig in Form zu halten? Machen Sie Cybertraining oder ähnliches?

Hier steht Selbstdisziplin im Vordergrund. Es wird von jedem Spieler erwartet, die Fitness beizubehalten, da es laut Spielplan in Kürze wieder weitergehen soll. An die Spieler wurde natürlich appelliert, dies auch zu tun. Selbstverständlich gleicht das nicht im Mannschaftstraining, dennoch sollte man das Beste aus den Möglichkeiten machen.

Frage 4: Mit Ausblick auf das Jahr 2021/22, sehen Sie generell gravierende Veränderungen für den Amateurfußball und das Vereinsleben?

Man merkt schon seit Jahren, dass die Jugendlichen immer weniger in Vereinen tätig sind, nicht nur auf den Fußball bezogen, sondern in jeder Sportart kann man dies nachverfolgen. Deswegen stehen die generellen Veränderungen hier nicht nur für das Jahr 2021/22, sondern für die zukünftigen Jahre an. Wir finden das ist ein wichtiges Thema und sollte beachtet werden. Meist liegt hier das Problem die Jugendlichen nicht an die Vereine sympathisieren zu können, in Frage kommen hier die Eltern und Vereine selbst.

Ebenso kann man erkennen, dass die Zuschauerzahlen während der Pandemie geringer waren. Dies ist natürlich dem Virus zu verdanken, dennoch besteht die Befürchtung die Verbindung zum Fußball kann hierdurch getrennt sein. Natürlich hoffen wir das nicht.

Aufrufe: 22.11.2020, 15:00 Uhr
Türkspor Eppingen/red.Autor

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