Eine der vielen umstrittenen Szenen: Die Schwabmünchner bekamen keinen Elfmeter nach der Aktion von Wasserburgs Keeper Dominic Zmugg gegen Maximilian Aschner (vorne) zugesprochen.
Eine der vielen umstrittenen Szenen: Die Schwabmünchner bekamen keinen Elfmeter nach der Aktion von Wasserburgs Keeper Dominic Zmugg gegen Maximilian Aschner (vorne) zugesprochen. – Foto: Christian Kruppe

Voller Schwabmünchner Einsatz bringt den Dreier

Bayernligist siegt am Ende mit acht verbliebenen Spielern gegen den TSV Wasserburg +++ Schwaben Augsburg entscheidet das Duell mit Kottern für sich +++ Niederlagen für Türkspor und den FC Gundelfingen

Gleich drei Kicker des TSV Schwabmünchen flogen im Heimspiel gegen den TSV Wasserburg vom Platz, trotzdem stand am Ende ein 1:0-Heimsieg des Kellerkinds in der Bayernliga Süd auf dem Papier. Entsprechend groß war die Freude, ähnlich wie beim Lokalrivalen Schwaben Augsburg, der sich gegen den TSV Kottern mit 2:0 durchsetzte. Niederlagen gab es für Türkspor Augsburg (2:5 in Donaustauf) und den FC Gundelfingen (0:1 bei Jahn Regensburg II).

Schwabmünch.
1:0
Wasserburg

Am Ende von 96 nervenaufreibenden Minuten stand ein in mehrfacher Hinsicht wichtiger 1:0-Erfolg im Kellerduell gegen den TSV Wasserburg. Der TSV Schwabmünchen zeigte viel Moral und Mannschaftsgeist, denn in der Schlussphase galt es den hauchdünnen Vorsprung mit nur noch acht Spielern über die Zeit zu bringen – was erfolgreich gelang. Für den Siegtreffer zeichnete Rainer d’Almeida verantwortlich, der kur vor der Pause nach Voarbeit von Maik Uhde mit einem noch leicht abgefälscht Schlenzer erfolgreich war.
Eigentlich hätten die Schwabmünchner da schon führen können, hätte Schiedsrichter Philipp Götz zuvor auf den ominösen Punkt gezeigt. Doch bei einem durchaus streitbaren Handspiel der Wasserburg blieb die Pfeife ebenso stumm wie nur wenig später, als Wasserburgs Torhüter Maik Uhde im Strafraum zu Fall brachte.
Die Rote Karte gegen Schwabmünchens Torhüter Stefan Brunner eine Viertelstunde vor dem Ende ging zwar in Ordnung, doch dazu wäre es nicht gekommen, hätten die Unparteiischen das direkt davor geschehene Foul an Maximilian Aschner geahndet. Zwölf Minuten später war das Spiel dann auch für Maik Uhde mit Gelb-Rot beendet, zwei Minuten gab es auch für Lordan Handanovic die Ampelkarte. Der hatte sich bei seiner Auswechslung aus Sicht des Referees zuviel zeit gelassen. (krup) Lokalsport SZ
Zuschauer: 200
Tor: 1:0 Rainer d'Almeida (40.)
Gelb-Rot: Maik Uhde (87./TSV Schwabmünchen), Lordan Handanovic (89./TSV Schwabmünchen)
Rote Karte: Stefan Brunner (75./TSV Schwabmünchen)

Donaustauf
5:2
TürkAugsburg

In der 69. Minute stand Türkspor Augsburg kurz vor dem Ausgleich. Der SV Donaustauf führte zu dem Zeitpunkt mit 3:2, als Jérôme Fayé den Ball an den Pfosten beförderte. Im Nachsetzen sprang das Spielgerät noch einmal Emre Arik vor die Füße, der wiederum nur das Aluminium traf. Danach erhöhte Donaustauf machte mit zwei weiteren Treffer den Sack zu und gewann mit 5:2.
Nach 19 Minuten kassierte Türkspor das erste Gegentor. Kevin Hoffmann verwandelte einen Freistoß direkt. Emre Arik glich aus kurzer Distanz zum 1:1 für Augsburg aus. Die Oberpfälzer erhöhten vor der Pause durch zwei Tore von Cihangir Özlokman auf 3:1. Nach Wiederanpfiff blieb Donaustauf überlegen, verpasste es aber, weiter nachzulegen. Das bestrafte Jérôme Fayé, der eine Direktabnahme im Gehäuse des SVD unterbrachte. Nachdem Türkspor noch zweimal den Pfosten traf, drehte der Aufstiegskandidat auf und kam durch Lucas Hufnagel und Martin Sautner zu zwei weiteren Treffern. Türkspors Abteilungsleiter Adem Gürbüz war hinterher aber nicht enttäuscht: „Unser junges Team hat heute dennoch toll gekämpft. Am Ende fällt das Ergebnis vielleicht auch etwas zu hoch aus.“ (fka)
Schiedsrichter: Jonas Krzyzanowski (Neuburg) - Zuschauer: 260
Tore: 1:0 Kevin Hoffmann (19.), 1:1 Emre Arik (26.), 2:1 Cihangir Özlokman (32.), 3:1 Cihangir Özlokman (44.), 3:2 Jérôme Fayé (59.), 4:2 Lucas Hufnagel (80.), 5:2 Martin Sautner (84.)

Schw. Augsb.
2:0
TSV Kottern

Wei lagen die Einschätzungen der Trainer nicht auseinander. „Wir haben sicher nicht unser bestes Heimspiel abgeliefert, doch unterm Strich zählen die drei Punkte. Außerdem haben wir endlich mal zu null gespielt. Nun haben wir uns etwas von der Abstiegsregion entfernt und sind in Reichweite zu den unteren Mittelfeldplätzen“, resümierte ein zufriedener Schwaben-Coach Janos Radoki. Während sein Kotterner Kollege Kollege Matthias Günes davon sprach, dass „wir wieder einmal nicht die schlechtere Mannschaft waren. Es fühlt sich heute extrem bitter an, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren.“
In der ersten halben Stunde blieben nennenswerte Höhepunkte aus, doch dann setzte Bastian Kurz mit einem direkten Freistoß, den TSV-Keeper Tobias Heiland noch parieren konnte, ein erstes Ausrufezeichen (31.). Kurz darauf führte eine Eckballserie schließlich zum Führungstreffer: Zunächst scheiterte Dennis Ruisinger noch an der Querlatte (44.), bevor Benedikt Krug nach dem folgenden Eckstoß zur Halbzeitführung einköpfte.
In der Folgezeit sahen die Zuschauer eine offene Partie, in der die Kotterner hochkarätige Ausgleichsmöglichkeiten besaßen. Doch nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte wurde der eingewechselte Julian Kania von Marco Luburic freigespielt, der per Tempodribbling in den Strafraum drang, dem gegnerischen Keeper Heiland keine Chance ließ und somit zum erlösenden 2:0-Endstand traf. Anschließend hätte Bastian Kurz fast noch den dritten Treffer erzielen können, doch er fand in Heiland seinen Meister. (chw, beß)
Schiedsrichter: Michael Hofbauer (Bernau) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Benedikt Krug (45.), 2:0 Julian Kania (83.)

Gundelfingens Simon Hile (am Ball) scheiterte nach Vorlage von Jonas Schneider (rechts) an der Lattenunterkante. Es wäre der Ausgleich für das Kellerkind gewesen.
Gundelfingens Simon Hile (am Ball) scheiterte nach Vorlage von Jonas Schneider (rechts) an der Lattenunterkante. Es wäre der Ausgleich für das Kellerkind gewesen. – Foto: Walter Brugger

SSV Jahn II
1:0
Gundelfingen

Immer öfter fühlt sich Martin Weng an den Filmklassiker „Täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Nicht etwa, weil die von ihm trainierten Kicker des FC Gundelfingen Woche für Woche das gleiche Spiel gegen den identischen Gegner absolvieren, gewisse Ähnlichkeiten im Ablauf sind inzwischen trotzdem unübersehbar. Was nicht nur daran liegt, dass die Grün-Weißen beim SSV Jahn Regensburg II unterlagen und nun seit zehn Partien sieglos sind.
Es ging schon damit los, dass sich die Gundelfinger den Rückstand wieder mal durch einen Distanzschuss einfingen. „Murmeltiertag“, meinte Weng und brauchte erst gar nicht weiter zu erwähnen, dass die Seinen sich schon gegen Landsberg und Kirchanschöring so einen Rückstand eingefangen hatten.
Die Gundelfinger taten sich in der ersten Halbzeit schwer und hatten Glück, als nach 25 Minuten gleich zweimal die Torpfosten beim Kopfball von Stowasser und dem Nachschuss von Jonas Bauer das 2:0 verhinderten. „Andererseits hätten wir mindestens einen Elfmeter bekommen müssen“, meinte nicht nur Weng. Obwohl es keine Absicht war, so traf SSV-Kapitän Elias Herzig kurz vor der Pause das Bein von Julian Elze und brachte den FCG-Mittelfeldspieler im Strafraum zu Fall. Referee Marcel Geuß nahm Blickkontakt zu seinem regungslos verharrenden Assistenten auf und ließ weiterspielen. Sehenswert war nach der Pause der Angriff über Außenverteidiger Jan-Luca Fink und Flügelflitzer Jonas Schneider. Letzterer brachte den Ball scharf vors Tor, wo Simon Hille angerauscht kam – und an der Lattenunterkante scheiterte.
Schiedsrichter: Marcel Geuß (Haßfurt-Sylbach) - Zuschauer: 80
Tor: 1:0 Christian Schmidt (11.)

Aufrufe: 010.10.2021, 18:55 Uhr
Walter BruggerAutor

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