2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Türkischer SV will Revanche gegen Biebrich 02

Brisantes Stadtderby zum Start der Restrunde in der Verbandsliga +++ Beide Mannschaften müssen auf einen Neuzugang verzichten

von Franziska Donauer · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
Jubelt der Türkische SV auch gegen den FV Biebrich 02?	Foto: Frank Heinen
Jubelt der Türkische SV auch gegen den FV Biebrich 02? Foto: Frank Heinen

Wiesbaden. Ein Jahresauftakt, der es in sich hat: Am Freitagabend treffen der Türkische SV Wiesbaden und der FV Biebrich 02 ab 19.30 Uhr im Stadtderby aufeinander (live im Stream des Wiesbadener Kurier) – und eröffnen damit die Restrunde in der Verbandsliga Mitte.

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Extra-Brisanz verspricht die Ausgangslage. Der Türkische SV belegt mit 38 Punkten den Aufstiegsrelegationsrang, Biebrich steht mit drei Zählern weniger auf Platz fünf. Für Biebrich-Coach Nazir Saridogan, der jüngst seinen Vertrag um eine Saison verlängert hat, steht fest: „Natürlich ist das Spiel wichtig, um gut in die Rückrunde zu kommen.“ Entscheidend für den Aufstiegskampf ist es für ihn aber nicht. Sein TSV-Pendant Gökhan Caliskan sieht das anders. „Das Spiel wird uns die Richtung anzeigen“, sagt er. Bei einer Niederlage sei noch nichts verloren, „aber wir wollen an Hornau dranbleiben“.

Beim Gastgeber sind auch das 0:4 gegen Biebrich im Kreispokal und das 0:2 im Hinspiel noch präsent. „Es war auch Pech dabei. Im Pokal fällt der Torwart nach acht Minuten aus und im Hinspiel war die Planung nicht gut“, sagt Caliskan, der aber keine Ausreden gelten lassen will.

Seine Mannen sind bereit. Jeder will spielen, jeder gibt Gas, berichtet er aus dem Training – und legt sich fest: „Der, der am heißesten ist, spielt.“ Dabei verlief die Vorbereitung eher durchwachsen, die letzten beiden Tests wurden witterungsbedingt abgesagt. Fit sei sein Team trotzdem, betont der Coach. Das technische Training verlegte man kurzerhand in die Halle. Biebrich blickt auf eine Vorbereitung „mit Höhen und Tiefen“ zurück.

Der Schiri-Hallencup ging an die Blauen, auch in den Testspielen gegen Oberligisten präsentierte sich die Mannschaft stark, wie beim 2:3 gegen Wormatia Worms. Die Auftritte gegen Gruppenligist FC Bierstadt (2:3) und Verbandsligist VfR Groß-Gerau (1:4) überzeugten dagegen nicht. „Was besser werden muss, ist die Gegentorquote. In der Vorrunde haben wir konsequenter verteidigt“, so Saridogans Erkenntnis.

Einsatzgarantie für Biebrichs Torwart Mika Neumann

Unter Beobachtung standen auch die Wintertransfers, darunter Torwart Fabian Vollmer, der vom Türkischen SV kam. Im Derby gegen seinen Ex-Club wird allerdings Mika Neumann zwischen den Pfosten stehen, wie Saridogan ankündigt. Wegen seiner konstanten Topleistungen in der Hinrunde. „Die Jungs brennen natürlich“, sagt der Coach. Viel motivieren muss er nicht.

Dass mit dem Türkischen SV die zweitbeste Offensive der Liga auf sein Team zurollt – mit Daniel Rudi (17 Saisontreffer) sogar einer der beiden Topscorer –, sieht Saridogan gelassen. „Wir haben es zweimal im Kollektiv geschafft, jetzt wollen wir es auch im dritten Spiel machen.“ Womöglich vor großer Kulisse, auf TSV-Seite rechnet man mit mehr als 400 Zuschauern.

In Sachen Personal steht auf beiden Seiten ein Ausfall fest. Beim TSV fehlt Neuzugang Mario Stojcevic, nachdem der Verteidiger im Testkick bei Türk Gücü Friedberg umgeknickt ist. Das Trio Youssef Chourak (Knie), Yoel Yilma (erkältet) und Richard Ofosu (Wade) ist fraglich. Auch Biebrich muss mit Noel Acun auf einen Wintertransfer verzichten. Der Stürmer mit Hessenliga-Erfahrung erlitt im ersten Testspiel einen Muskelfaserriss. Rückkehrer David Meurer, Nikos Iosifidis (beide zuletzt angeschlagen) und Marco Waldraff (zuletzt beruflich verhindert) sind derweil zurück im Training.