
Der Türkische SV Herrenberg hat sein großes Saisonziel erreicht. Mit einer beeindruckenden Bilanz von derzeit 20 Siegen aus 23 Spielen sicherte sich die Mannschaft von Spielertrainer Harun Güney vorzeitig den Titel in der Kreisliga A3 Stuttgart/Böblingen. Nach dem Abstieg im Vorjahr bewiesen die Herrenberger Nervenstärke und spielerische Klasse, um den direkten Wiederaufstieg perfekt zu machen. Mit 62 Punkten und einem Torverhältnis von 83:26 thront das Team einsam an der Tabellenspitze, weit vor Verfolgern wie dem FSV Deufringen und dem SV Oberjesingen.
Ein Erfolg des kollektiven Fleißes
Die Freude über den Titelgewinn ist bei den Herrenbergern spürbar, auch wenn der größte Paukenschlag noch bevorsteht. „Danke für die Glückwünsche. Ja, wir haben etwas gefeiert, aber die eigentliche und große Feier findet noch statt – da werden wir es sicherlich richtig krachen lassen“, erklärt Harun Güney gegenüber FuPa.
Der Erfolg kam für den Coach nicht überraschend, da der Verein die gesamte Planung auf dieses Ziel ausgerichtet hatte. Auf die Frage, ob er mit dem Titel gerechnet habe, antwortete er: „Unser Ziel war es, den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga zu schaffen. Wir hatten unsere Planungen vor der Runde so gestaltet, dass der Wiederaufstieg möglich ist. Kurz und knapp: Ja.“
Zusammenhalt als Fundament des Triumphs
Hinter der sportlichen Dominanz steht eine verschworene Einheit. Der Spielertrainer sieht den Schlüssel zum Erfolg vor allem in der zwischenmenschlichen Ebene und der hohen Trainingsbeteiligung. „An erster Stelle würde ich den Zusammenhalt und die familiäre Stimmung bei uns nennen. Aber ich habe auch das große Glück, eine sehr ehrgeizige und willensstarke Mannschaft zu trainieren“, betont Harun Güney. Die Disziplin der Spieler war dabei bemerkenswert: „Wir haben nie mit unter 17 Mann trainiert. Die Jungs haben wirklich in jeder Einheit Gas gegeben und sich den Titelgewinn verdient.“

Spielerische Eleganz gepaart mit Laufbereitschaft
In einer Liga mit spielstarken Teams setzte der Meister auf eine Kombination aus Technik und Physis. Die Mannschaft hat sich im Laufe der Saison stetig weiterentwickelt. „Wir sind eine technisch und spielerisch starke Mannschaft. Die Jungs haben sich während der Runde extremes Laufen und Kämpfen als weitere Eigenschaft angeeignet“, analysiert der Spielertrainer. Diese Intensität war ausschlaggebend: „Wir spielen ein sehr intensives Spiel, bei dem eine hohe Laufbereitschaft gefragt ist – und da marschiert jeder für den anderen. Zudem sind wir in unserem Spiel sehr variabel und haben gelernt, uns den Gegebenheiten anzupassen.“
Ziel der Abschlussfahrt
Die Dominanz des Türkischen SV Herrenberg wird beim Blick auf das restliche Teilnehmerfeld deutlich. Der Meister hingegen plant bereits die Belohnung für die Strapazen, wobei das Ziel der Abschlussfahrt noch offen ist: „Da sind diverse Gespräche im Raum. Was es am Ende wird, entscheiden die Jungs.“
Weichenstellungen für die Bezirksliga
Die Rückkehr in das Oberhaus des Bezirks ist für den Verein beschlossene Sache. „Ja, selbstverständlich werden wir das Aufstiegsrecht wahrnehmen“, bestätigt Harun Güney. Personell setzt der Verein auf Kontinuität, auch wenn es eine schmerzhafte Veränderung gibt: „Aktuell haben wir nur einen Abgang: Oguz Yüksel wird uns verlassen und sich dem TSV Kuppingen anschließen.“ Während die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen noch laufen, bleibt das Ziel für die Saison 2026/2027 bodenständig: „Wir möchten uns auch nächstes Jahr wieder gut präsentieren und an der aktuellen Entwicklung anknüpfen.“