Alper Kayabuanar führt den Neuanfang bei Türkgücü München an.
Alper Kayabuanar führt den Neuanfang bei Türkgücü München an. – Foto: Oryk HAIST / Imago images

Türkgücü München: Nach Stadion-Desaster in FFB - Alles auf die Karte Lohhof?

Alle Zu- und Abgänge bei Türkgücü München

Türkgücü München stellt sich neu auf. Der Kader muss im Vergleich zur letzten Saison nach der Insolvenz komplett neu zusammengestellt werden. Der News-Ticker.

  • Türkgücü München schlägt dreifach zu: Torhütertalent und Ex-Löwe kommen an die Heinrich-Wieland-Straße.
  • Max Kothny wechselt doch nicht zum AS Nancy: Ex-Geschäftsführer von Türkgücü hat im neuen Konzept kein Platz.
  • Alle Zugänge und Abgänge von Türkgücü München: Bereits elf Spieler haben einen neuen Verein gefunden. Dem gegenüber stehen 22 Neuzugänge und drei Jugendspieler.
  • Der News-Ticker zu den Transfer-Updates des Regionalligisten wird laufend aktualisiert.

Update vom 30. Juni, 14.41 Uhr: Die Bombe ist geplatzt. Der Stadtrat in Fürstenfeldbruck stimmt einem Untermietvertrag mit Türkgücü München nicht zu. Damit ist klar: Türkgücü darf in der kommenden Saison seine Ausweichspiele nicht im Klosterstadion absolvieren.

Bis zum 5. Juli hat Türkgücü-Präsident Taskin Akkay jetzt noch Zeit, ein neues Stadion aufzutreiben. Dabei muss er alles auf die Karte Hans-Bayer-Stadion setzen. Seit geraumer Zeit befindet man sich mit den Verantwortlichen der Stadtwerke Unterschleißheim in „konstruktiven Gesprächen“.

Update vom 28. Juni, 12.21 Uhr: Neue Wendung bei der Stadionsuche von Türkgücü München. Nachdem noch immer keine Einigung mit der Stadt Fürstenfeldbruck erzielt werden konnte, schaut sich der Drittliga-Absteiger nach einem anderen Stadion um.

Ins Visier gerät dabei das Hans-Bayer-Stadion in Lohhof. Die Zeit drängt allerdings: Bis zum 5. Juli müssen alle Unterlagen beim BFV eingereicht sein. Aber auch das Stadion in Fürstenfeldbruck ist noch nicht aus dem Spiel. Nächste Deadline ist der 29. Juni. Dort tagt der Stadtrat und bespricht die Thematik.

Türkgücü München schlägt dreifach zu: Nächster Ex-Löwe kommt

Update vom 28. Juni, 08.19 Uhr: Türkgücü München verpflichtet drei neue Spieler auf einen Schlag. Mit Benedikt Auburger wechselt das nächste Talent der Junglöwen nach Moritz Heigl an die Heinrich-Wieland-Straße. Auburger kommt vornehmlich in der Defensive zum Einsatz.

Außerdem gab der Drittliga-Absteiger die Verpflichtung von Linor Shabani und Stefan Musa bekannt. Shabani kommt vom Regionalliga-Absteiger TSV 1860 Rosenheim und soll das defensive Mittelfeld mit seiner Erfahrung stabilisieren. Stefan Musa ist ein 20-jähriges Torhütertalent, das vom SV Neuhof aus der Hessenliga kommt.

Türkgücü München kommt in Stadionstreit nicht voran: SCF-Präsident Ettner kritiert OB

Update vom 23. Juni, 15.00 Uhr: Der Stadion-Streit in Fürstenfeldbruck spitzt sich immer weiter zu. Während Oberbürgermeister Raff und Türkgücü-Präsident Taskin Akkay sich auf der Zielgeraden wähnen, glaubt der Präsident des SC Fürstenfeldbruck, Jakob Ettner, noch nicht daran.

„Der Oberbürgermeister opfert Türkgücü, um den SC Fürstenfeldbruck erledigen zu können“, behauptet der SCF-Boss. Zwischen ihm und Raff herrscht seit Jahren Streit. Gerüchte Türkgücü schaut sich derweil nach einem anderen Stadion um, dementiert Präsident Akkay aber: „Ich weiß nicht, woher diese Lohhof-Gerüchte kommen. Wir arbeiten weiterhin darauf hin, dass wir in Fürstenfeldbruck spielen können. Wir wollen einfach in Ruhe arbeiten.“

Türkgücü München noch immer nicht einig mit Stadt Fürstenfeldbruck: Frist vom BFV wurde verlängert

Update vom 22. Juni, 14.58 Uhr: Die Stadionposse um das Stadion in Fürstenfeldbruck geht weiter. Im Zuge der Fristverlängerung vom BFV kritisiert der Oberbürgermeister von Fürstenfeldbruck Erich Raff die Kommunikation mit Türkgücü.

„Die Kommunikation könnte besser laufen. Warum Herr Akkay uns bekannte Änderungen nicht mitteilt, weiß ich beim besten Willen nicht“, beklagt er. Bis spätestens zum 5. Juli müssen allerdings alle Fragen geklärt sein. Das ist die neue Deadline des BFV in der Stadionfrage.

Update vom 21. Juni, 12.08 Uhr: Türkgücü München startet mit einem 14:0-Testspielerfolg in die Vorbereitung. Kayabunar sieht seinen Kader als regionalligatauglich an, wartet aber noch auf weitere Verpflichtungen. Besonders ein Torhüter wird dringend gesucht. Währenddessen gibt es die ersten Hiobsbotschaften an der Heinrich-Wieland-Straße: Kaan Aygün und Kazuki Date haben sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fallen auf unbestimmte Zeit aus.

Max Kothny wechselt doch nicht zum AS Nancy: Fans bekommen Willen

Update vom 20. Juni, 09.32 Uhr: Anfang Mai sollte Ex-Türkgücü-Geschäftsfüher Max Kothny beim AS Nancy Geschäftsführer werden. Dort sollte der 25-Jährige den französischen Traditionsverein zurück in die zweite Liga führen. Doch schon bei der Verkündung protestierten die Fans gegen die Verpflichtung von Kothny.

Und nicht mal zwei Monate später bekommen sie ihren Willen. Die Pacific Media Group, die als Investor hinter dem Verein steht, präsentierte eine neue Strukur: eine Struktur ohne Kothny. Auf Nachfrage unserer Zeitung wollte sich der deutsche Emporkömmling nicht äußern

Manfred Schwabl poltert über Regionalliga-Pläne von Türkgücü München: „Hätte Lust, gar nicht anzutreten“

„Ich hätte große Lust, in der neuen Saison gegen Türkgücü zweimal erst gar nicht anzutreten“, polterte SpVgg-Unterhaching-Präsident Manni Schwabl Anfang Mai. Doch daraus wird wohl nichts. Der insolvente Drittliga-Absteiger wird aller Voraussicht nach in der kommenden Saison in der Regionalliga an den Start gehen.

Und das, obwohl der Verein nach der Insolvenz ohne Spieler, Stadion oder Geld dastand. Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Alper Kayabunar wurde als Nachfolger von Cheftrainer Andreas Heraf installiert und sogar Geld ist an der Heinrich-Wieland-Straße wieder vorhanden. Über Spenden, Mitgliedsbeiträge und Sponsoring hat der Verein einen ansehnlichen Etat zusammenbekommen.

TSV 1860 bedient sich bei Türkgücü: Vrenezi und Rieder wechseln an die Grünwalder Straße

Und der wird - wie sollte es anders sein bei Türkgücü - bereits wieder in frische Spieler investiert. Mit dem Kader von der letzten Saison wird die neue Mannschaft nichts mehr zu tun haben. Die Verträge aller Angestellten der GmbH wurden schließlich mit der Anmeldung des Insolvenzverfahrens nichtig. Ziel sei es, sich „langfristig in der Regionalliga zu halten.“

Dafür hat Türkgücü mittlerweile 22 Spieler für die neue Saison verpflichtet. Besonders die Transfers von Maxi Berwein oder Ex-Junglöwen-Kapitän Moritz Heigl unterstreichen die Ambitionen des Absteigers. Auch wenn Kayabunar nach dem Trainingsstart „sehr optimistisch“ in die neue Saison blickt, soll noch die ein oder andere Verstärkung folgen. Vor allem auf der Torhüterposition herrscht Nachholbedarf.

Im Gegensatz dazu haben einige Spieler bereits einen neuen Verein gefunden, andere sind noch auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Tim Rieder und Albion Vrenezi wechselten zum Lokalrivalen TSV 1860 München. Ex-Kapitän und Star der Mannschaft Sercan Sararer sucht dagegen noch nach einem neuen Klub.

Türkgücü München fehlt ein Ausweichstadion: Wann endet die Lokalposse in Fürstenfeldbruck?

Während die Mannschaft für die kommende Saison immer mehr Konturen annimmt, hängt weiterhin ein großes Damoklesschwert über den Regionalliga-Plänen Türkgücüs: die Stadionfrage. Das Team von Kayabunar darf nächste Saison maximal zwölf Heimspiele im Grünwalder Stadion austragen, für die kommenden Partien muss ein Ausweichstadion her.

Seit Wochen steht fest: Es soll das Klosterstadion in Fürstenfeldbruck sein. Doch ein fehlendes Sicherheitskonzept, Streit um ein Lärmschutzgutachten und fehlende Dokumente verhindern bis jetzt einen Pachtvertrag zwischen der Stadt Fürstenfeldbruck und Türkgücü. Die ursprüngliche Frist des BFV in der Stadionfrage wurde mittlerweile bis zum 5. Juli verlängert. Dann spätestens muss alles unter Dach und Fach sein. Ansonsten war die ganze Arbeit der Verantwortlichen in den letzten Monaten umsonst und der Sturz in die C-Klasse die Folge.

Alle Zugänge und Abgänge von Türkgücü München

Aufrufe: 030.6.2022, 05:54 Uhr
Korbinian KothnyAutor