Was bekommt er zu sehen? Der neue Türkgücü-Trainer Andreas Heraf.
Was bekommt er zu sehen? Der neue Türkgücü-Trainer Andreas Heraf. – Foto: sampics

Türkgücü-Coach Heraf: Derby noch nicht in den Köpfen - Mavraj Corona-positiv

Gelungenes Trainingslager in Belek

Neu-Türkgücü-Coach Andreas Heraf zieht ein positives Fazit nach dem Trainingslager in Belek. Besonders von Sercan Sararer erwartet er sich viel in der Rückrunde.

Belek/München – Ein schweres Unwetter. Regen, der zu Sturzbächen wurde. Peitschender Wind. Am Ende des Belek-Trainingslagers wurden Teile der Türkgücü-Delegation um ihren Schlaf gebracht. Das zweite Testspiel musste abgesagt werden (gegen Botosani).

Einen jedoch brachte all das nicht aus der Ruhe. Andreas Heraf, der neue Chefcoach, sagte pragmatisch: „Schlechtes Wetter gehört im Januar überall dazu. Ich hab auch schon Schnee in der Türkei erlebt.“

Türkgücü München: Mergim Mavraj positiv auf Corona getestet

Unter dem Strich bewertet der Österreicher den Belek-Trip positiv: „Die Mannschaft war neugierig, was das neue Trainerteam vorhat. Alle waren top bei der Sache. Ich bin rundherum zufrieden.“ Einzig die jüngste Nachricht tut weh: Mergim Mavraj, 35, wurde positiv auf Corona getestet. Der Neustart am Samstag in Halle findet ohne den Abwehrroutinier statt.

Klar: Heraf hätte gerne mehr Zeit gehabt. Um an der Standardschwäche zu arbeiten. Die Defensive zu stärken. Die Offensive auf seinen Hang zu Ergebnisfußball einzustellen. Wobei er betont: „Für mich ist einfach wichtig, dass eine Mannschaft kompakt steht und gut gegen den Ball arbeitet. Aber genauso wichtig ist natürlich, was wir mit dem Ball anstellen.“

„Ich erwarte mir eine sehr starke Rückrunde von ihm.“

Andreas Heraf über Sercan Sararer.

Für einen, der das besonders gut kann, hatte Heraf ein Sonderlob parat. Sercan Sararer entschied den Test gegen Eskisehirspor mit seinen Toren (2:0) und steht laut dem Trainer zu Unrecht im Verdacht, eine Diva zu sein. „Er hat sich toll präsentiert, sowohl sportlich als auch von seiner Einstellung. Ich erwarte mir eine sehr starke Rückrunde von ihm.“

Herafs Plan: Seine Profis in Halle zu einem Ergebnis coachen, das die Moral stärkt vor dem Hit gegen 1860. Mit Blick auf den 22. Januar sagt er: „Das Derby ist noch nicht in unseren Köpfen drin – weil wir ganz einfach Freude verspüren für das erste Spiel.“ (Uli Kellner)

Aufrufe: 014.1.2022, 07:30 Uhr
Uli KellnerAutor

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