Patrick Baumann (l.) von der SG Tringenstein/Oberndorf führt den Ball. Der Nanzenbacher Ahmet  Yapici nimmt die Verfolgung auf.	  Foto: Lorenz Pietzsch
Patrick Baumann (l.) von der SG Tringenstein/Oberndorf führt den Ball. Der Nanzenbacher Ahmet Yapici nimmt die Verfolgung auf. Foto: Lorenz Pietzsch

Nanzenbach zeigt Verfolger die Fersen

KLC1 DILLENBURG: +++ Tabellenzweiter gewinnt den Hit gegen Tringenstein/Oberndorf mit 4:2 +++

Dillenburg. Der Aufstiegskandidat Nummer eins SV Herborn ist mit einem 2:0-Arbeitssieg beim SSV Fronhausen II in die Restrunde der Fußball-C-Liga Dillenburg, Gruppe 1, gestartet. Der FSV Nanzenbach wiederum hat das Schlagerspiel gegen die SG Tringenstein/Oberndorf mit 4:2 für sich entschieden und Rang zwei zementiert.

SSV Frohnhausen II – SV Herborn 0:2 (0:1): In einer relativ ausgeglichenen Begegnung war der SV Herborn körperlich und spielerisch überlegen, tat sich aber erst einmal schwer. SSV-Sprecher Uwe Hain sagte: „Während der ersten Halbzeit ist den Gästen offensiv nicht viel eingefallen.“ Doch der Knoten platzte rechtzeitig. Andreas Gerlitz (44.) verwertete die erste dicke Chance zum Führungtreffer. Ilker Danisman (52.) hielt nach einer flachen, vielleicht sogar missglückten Eckstoßhereingabe den Fuß zum 2:0 hin. Michael (45.) und Andreas Gerlitz (71., 75.) eröffneten sich weitere Chancen.

„Wenn wir Stürmer dieser Qualität gehabt hätten, dann wäre das Spiel vielleicht mit einem Unentschieden zu Ende gegangen“, sagte Hain angesichts zweier dicker Chancen für Dennis Seldenreich (70.). und Robert Wagner (77.). Seldenreich spitzelte den Ball sowohl an Torhüter Niklas Polzer als auch knapp am Gehäuse vorbei, und Wagner verpasste den Ball nach einem Eckstoß knapp, das freie Tor bereits vor Augen. Letztendlich geriet den Gastgebern der letzte Pass nicht genau genug. „Wir können aber auf den 2:1-Sieg über Merkenbach und auf die Leistung gegen Herborn gut aufbauen“, sagte Hain.

FSV Nanzenbach – SG Tringenstein/Oberndorf 4:2 (2:0): „In der hart umkämpften Partie hatten wir das Chancenplus und haben verdient gewonnen. Besonders schön war dabei das 2:0 von Lukas Nickel, der eine Ecke wunderbar direkt in die Maschen zirkelte“, bilanziert Hans-Jörg Trust nach dem Schlager. Mit einem Doppelschlag breitete Nickel den Weg auf die Siegerstraße (25., 26.).

Nach dem Seitentausch verpasste die Schukat-Elf binnen fünf Minuten die Vorentscheidung. Auf der Gegenseite sorgte Paul David Wolz mit dem Anschlusstreffer für Spannung (50.). Ahmet Yapici stellte den alten Abstand wieder her (57.). Tringenstein stemmte sich gegen die Pleite, der FSV konnte den Deckel zunächst nicht draufsetzen: Yannick Hartmann (88.) sorgte nochmals für Spannung, Silas Deis zementierte den zweiten Rang mit dem 4:2-Endstand.

FC Erdbach – SSV Medenbach II 1:2 (1:1): Medenbach hat sein Auswärtsspiel, das nach Medenbach verlegt worden war, nicht unverdient für sich entschieden: „Im kampfbetonten Derby haben wir es nach dem Rückstand nicht mehr geschafft, das Runde ins Eckige unterzubringen. Wir haben Druck gemacht, leider vergeblich“, resümierte Erdbachs Sprecher Carsten Seibel.

Einen langen Pass verwertete FC-Spielertrainer Peter Kowalenko zur Erdbacher Führung (25.). Eine schöne Kombination über den Flügel führte zum Ausgleich, Sascha Bott konnte mühelos einschieben (34.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff ließen die Schwarz-Weißen zwei dicke Chancen liegen. Ein individueller Fehler in der Hintermannschaft leitete die Pleite ein. Marcel Bernwinkler (64.) war der Nutznießer und zugleich Derbyheld.

TSV Eibach – Türkgücü Dillenburg 1:5 (0:3): „Wir haben uns mehr vorgenommen, haben uns mit individuellen Fehlern aber in der ersten Hälfte um ein besseren Ergebnis gebracht. Am Ende ist der Sieg auch in der Höhe verdient“, gibt Eibachs Sprecher René Hartmann zu Protokoll. Rashko Aleksiev (10.) brachte die Gäste in Führung. Mit einem Doppelpack baute Günay Özcalan (27., 40.) den Vorsprung komfortabel aus.

Nachdem Nils Kuhlmann direkt nach Wiederanpfiff zum 1:3 getroffen hatte, keimte nochmals Hoffnung im TSV-Lager auf. Ein Eigentor (63.) und der dritte Streich Özacalans (77. Foulelfmeter) bedeuteten den Endstand.

TuS Driedorf II – SV Uckersdorf 7:1 (4:0): TuS-Abteilungsleiter Kai Harnack schilderte: „Uckersdorf hatte in den ersten zehn Minuten Chancen, danach hatten wir die Partie im Griff. Wir möchten uns beim SC Roth bedanken, dass sie uns den Platz zur Verfügung gestellte haben.“

Mann des Tages in Reihen des TuS Driedorf war Yannick Merkelbach. Nach dem Führungstreffers Dennis Lehrs (12.) und einem Pfostenschuss (22.) markierte Merkelbach (23., 30., 32.) einen lupenreinen Hattrick. Alex Schmidke (50.) nickte zum 5:1 ein, Ronny Rehberg (52.) betrieb Ergebniskosmetik. Der Torhunger Merkelbachs war noch nicht gestillt. Die Treffer Nummer vier und fünf folgten auch noch (80., 85.).



Aufrufe: 08.3.2020, 21:12 Uhr
Dill-Post / Dill ZeitungAutor

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