– Foto: Sémé

Türkei – Luxemburg: was für ein Spektakel!

Mit Video! +++ 3:3 im Topspiel der Nations-League-Gruppe C1 +++ M.Martins, Sinani und Rodrigues treffen für Luxemburg

Vor ohrenbetäubendem Lärm der lautstarken Kulisse ging es mit offenem Visier los. Scheiterte Ünal früh an Moris, so war es nur Minuten später das 0-1, als Keeper Cakir und Elmali sich uneinig waren, Martins sich das Leder schnappte und zur frühen Luxemburger Führung ins offene Tor schoss (9.‘). Die Hausherren antworteten mit wütenden Angriffen, ungeschickt stellte sich dann Chanot an: der Profi von New York City stellte sein Bein in den Laufweg von Aktürkoglu – es gab Elfmeter. Ünder trat an, verlud Moris und glich aus (1-1, 17.‘).

Türkei
3:3
Luxemburg

Die Gastgeber waren nun am Drücker, konnten die FLF-Defensive aber nicht überwinden und sollten schließlich bestraft werden: Youngster Borges eroberte das Leder im halblinken Mittelfeld, zog stark mit dem Ball am Fuß Richtung Strafraum, passte aus zentraler Position perfekt auf den über halbrechts herein laufenden Sinani, der Luxemburg mit einem Schuss ins lange Eck erneut in Führung brachte (1-2, 37.‘).

Quasi nach dem ersten Angriff nach dem Anstoß stand es bereits wieder Unentschieden: ein strammer Ball von rechts bugsierte der glücklose Chanot aus kurzer Distanz ins eigene Tor (2-2, 39.‘). Zu allem Überfluss zog ein Ballverlust von ihm ein Foul und eine gelbe Karte für Martins nach sich. Der glücklose US-Legionär wurde in der Pause von Trainer Holtz erlöst, für ihn kam in der zweiten Halbzeit Lars Gerson.

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Während die Mannschaft von Stefan Kuntz nach der Pause weiter ein hohes Tempo ging, konnten die Gäste aus dem Großherzogtum dieses länger nicht mitgehen. Man stand zu tief, gab den Türken damit zu lange und zu oft den Ball, so dass es nur eine Frage der Zeit zu sein schien, wann diese erstmals in Führung gehen würden.

Das Abwehrbollwerk um Jans und Co. hielt aber dicht und so konnte Luxemburg sich nach und nach wieder befreien. Den Höhepunkt aus Gästesicht setzten nach der Pause Bohnert und Rodrigues: erstgenannter setzte sich auf rechts durch, drang in den Strafraum ein, bediente den in der Mitte ungedeckten Stürmer von Al-Wehda auf dem Silbertablett, der nur den Fuß hinhalten musste (2-3, 69.‘).

Diesen Vorsprung konnten Sinani und Co. bis in die Schlussphase hinein verteidigen, dann bekam Joker Yüksek für den Bruchteil einer Sekunde aus rund achtzehn Metern zentraler Position ein freies Schussfeld und zirkelte das Leder unnachahmlich zum Endstand von 3-3 in den Winkel (87.‘). Es war dies das erste sauber heraus gespielte Tor der Türkei.

„Erste Halbzeit auf sehr hohem Level"

„Es ist ganz oft so im Fußball, dass man in den ersten Minuten, nach dem man ein Tor geschossen hat, anfällig für Gegentore ist. Leider hat sich das heute bestätigt. Insgesamt war die erste Halbzeit auf sehr hohem Level, die zweite Hälfte wurde schwerer“ so ein Auszug eines Fernsehinterviews vom Luc Holtz am gestrigen Abend.

„Glückwunsch an Luxemburg"

„Das Spiel hatte heute gute Seiten und auch schlechte. Wir sind eine Mannschaft, die in der Entwicklung ist und da gehören auch kleine Rückschläge mit dazu. Glückwunsch an Luxemburg, es war ein verdienter Punkt“ so Stefan Kuntz ebenfalls im TV am Donnerstag.

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Aufrufe: 023.9.2022, 08:50 Uhr
Paul KrierAutor